1200km mit dem Fahrrad
Jona- Budapest:
Zwei Familien,4 Erwachsene und4 Kinder(12,13,14.16J.), fuhren 1200km mit dem
Fahrrad nach Budapest.
Am 8.7.2000 starteten die Radler aus
Cernier (NE) und Jona (SG) in Scuol.
Wir fuhren dem wilden, türkisfarbenen Inn entlang, hinunter ins Tal.
Neben uns stets die Berge, tief verhangen und mit Schnee bedeckt.
Begleitet wurden wir vom Regen doch unsere gute Laune
wurde dadurch nicht getrübt.
Geschlafen wurde in den Zelten die wir auf dem
Gepäckträger stets mittrugen.
Über Landeck, Innsbruck und Kufstein führte uns
der Inn auch nach Wasserburg, und am 14.7.2000 fuhren wir in Passau ein.
Passau ist die drei Flüsse Stadt, dort fliesst der Inn und die Ilz in die Donau.
Jetzt war die Donau unser Begleiter.
Auf dem Dammweg kämpften wir mit starkem Gegenwind,
doch die wunderschöne Gegend belohnte uns für unsere Mühe.
An den Donauschlingen, Schlössern und Kraftwerken vorbei führte uns der
Weg nach Linz, Melk, durch die Wachau bis nach Wien.
Unser 2.Etappenziel hatten wir am 20.7.2000 erreicht.
Wir geniessen zwei freie Tage für die Stadtbesichtigung.
Natürlich darf der Besuch im Prater (Riesenrad) nicht fehlen.
Nun ging es zur nächsten Etappe : das Abenteuer Ungarn.
Als wir die Österreich- slowakische Grenze überquert hatten,
wurden die Strassen immer holpriger, und nur noch selten eine Radlertafel,
die uns den Weg wies.
Die ungarische Grenze passierten wir noch am selben Tag.
Weiter gings Richtung Györ. Ortschaften mit zungenbrecherischen
Namen brachen uns immer wieder zum Lachen: wie z B: Mosonmagyaróvár.
Nun fuhren wir nicht mehr der Donau entlang, sondern durch Felder die
fast endlos schienen. Weit und breit keine Häuser, nur Mais-, Sonnenblumen- und Gerstenfelder.
Das Thermometer stieg auf heisse 33 °C und die Steigungen waren auch nicht ohne.
Hilfsbereite Ungaren sprachen mit uns, und zeigten den richtigen Weg.
Neben grossen Hühner farmen und Pferdegestüten sah man auch die Armut
der Leute.
Es war ein wunderbares Erlebnis durch dieses weite Land zu pedalen,
um in Almásneszmély wieder zur Donau zu gelangen.
Verschiedene kleine und grössere Ortschaften liessen wir
hinter uns, bis wir am 27.7.2000 um 14 Uhr vor der Ortstafel
Budapest standen.
Unsere Freude war riesengross, dass wir so viele Kilometer
gefahren waren, und dabei nur einmal einen Platten hatten.
Nach zwei Tagen fuhren wir mit dem Tragflügelboot bis Wien
und am nächsten Tag mit dem Zug nach Hause.
(D.K)