Sehr geehrtes Mitglied!
Für die PsychotherapeutInnen in Wien waren die vergangenen Jahre sehr schmerzhaft: geprägt durch Streitereien der FunktionärInnene, einseitige Informationen, Vernachlässigung und Mißachtung der Mitgliedermeinungen. Schließlich setzt sich der WLP-Vorstand in diesen schwierigen Zeiten über fundamentale demokratische Regeln hinweg. Damit fördert er Spaltungstendenzen im Berufsverband und leistet Gefühlen der Hilflosigkeit und Ohnmacht Vorschub.
!!! Die Demokratische Initiative nimmt die Herausforderung an und stellt sich der Wahl !!!
Unsere Initiative steht für sachliche Information und offenen Meinungsaustausch,
für die Verantwortung der Funktionäre und für konsensorientierte
Lösungskonzepte. Die Meinungen und Sorgen der Mitglieder sind Grundlage
unseres Handelns und Voraussetzung für die kraftvolle und selbstbewußte
Vertretung des Berufsstandes nach außen. Nützen wir gemeinsam
unsere Kräfte, um der Stimme der Psychotherapie in der Öffentlichkeit
Gehör zu verschaffen.
Die Kandidaten der Demokratischen Initiative für den Vorstand des WLP:
| Dr. Egon Urban | Vorsitzender |
| Mag. Sonja Prager | 1. stellv. Vorsitzende |
| Mag. Gerda Brandl | 2. stellv. Vorsitzende |
| DSA Hannelore Moriz | Kassierin |
| Konrad Wirnschimmel | Schriftführer |
| Mag. Gertrud Baumgartner | Stellv. Schriftführerin |
| Dr. Evelyn Ernst | KandidatInnenvertreterin |
Programmpunkte der Demokratischen
Initiative
Demokratisches Grundverständnis
Umsetzung des Kassenvertrags
Selbstbewußte Standesvertretung nach außen
Integration und Konsens nach innen
Die Demokratische Initiative
wird von folgenden Personen unterstützt:
| Thomas Aichhorn | Dr. Nancy Amendt-Lyon |
| Univ.-Prof. Dr. Oskar Frischenschlager | Mag. Kathleen Höll |
| Friedrun Huemer | Dr. Renate Hutterer-Krisch |
| Harald Picker | Dr. Olga Schaendlinger |
Die KandidatInnen der Demokratischen Initiative in Selbstbeschreibungen
seit 1994 Psychotherapeut in freier Praxis, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Psychologe, davor 5 Jahre Mitarbeiter in der Wiener Männerberatung, 7 Jahre geschäftsführender Gesellschafter einer Datenverarbeitungsges. m. b. H., wissenschaftlicher Mitarbeiter an zahlreichen Projekten in Forschung und Wirtschaft (Kuratorium für Verkehrssicherheit, Forschungszentrum Seibersdorf, Firma ABB, Verein EfEU u. a.)
Mein Entschluß für den Vorstand des WLP zu kandidieren erwuchs aus meiner Unzufriedenheit über den Inhalt des Vertrages mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sowie der Art und Weise wie die Zustimmung zu diesem Vertrag innerhalb der Berufsgruppe zustande gekommen ist.
Nach mehrjähriger Erfahrung im Vorstand eines Fachspezifikums und seit langem an der Berufspolitik interessiert, sehe ich die Möglichkeit in einem neu gewählten unabhängigen Führungsgremium zur Demokratisierung des WLP maßgeblich beitragen zu können und so wieder zu einem Miteinander zu finden. Dieses Miteinander wird es ermöglichen verstärkt für die Anliegen der Wiener PsychotherapeutInnen und der Integration der Psychotherapie im Gesundheitssystem zu arbeiten.
Mag. Sonja Prager (Kandidatin für den stellv. Vorsitz im WLP)
Die von mir im Rahmen meiner Tätigkeit als BUKO-Delegierte meiner FS-Sektion (ÖAGG-Gruppenpsychoanalyse) und als stellvertretende FS-Sprecherin gemachten Erfahrungen mit der Vereinsarbeit und den ÖBVP-Belangen lassen es mich notwendig erscheinen, durch meine Kandidatur einen Beitrag zur Restrukturierung und Demokratisierung der Vereinsstruktur im WLP zu leisten.
Ich werde in meinen neuen Aufgabenbereich nicht nur meine Erfahrungen als freiberufliche Psychotherapeutin, sondern auch meine Praxis in Krisenmanagement und Verhandlungsführung als Wirtschaftstrainerin einfließen lassen.
Als meine kommenden Aufgaben im WLP sehe ich die Förderung der Transparenz im Vereinsgeschehen, eine bessere Vernetzung der Psychotherapeuten-vertreterInnen der verschiedenen Bezirke und die Unterstützung der Kassenkommission bei der korrekten Umsetzung des Gesamtvertrages.
Mag. Gerda Brandl (Kandidatin für den stellv. Vorsitz im WLP)
37 Jahre, verheiratet, eine 6-jährige Tochter
Beruflicher Werdegang: Studium der Rechtswissenschaften und der Psychologie; 1989 Abschluß des Studiums Psychologie an der Universität Wien;
u.a. tätig als Journalistin (auch vorübergehende Leitung der Politikredaktion der Zeitschrift Falter) und in der Forschung (Überprüfung der Effizienz der AMV); Leitung von Kursen für Langzeitarbeitslose; mehrjährige Anstellung bei einem internationalen Versicherungskonzern in der Personalabteilung und im Bildungsbereich; parallel dazu Lehrtätigkeit an der Universität Wien und der VHS; seit 1989 frei praktizierende Psychotherapeutin in Wien; seit 5 Jahren ausschließlich in freier Praxis in Wien (u.a. Mitbegründerin des Zentrums für Eßstörungen) und in Retz (u.a. Aufbau einer funktionierenden Bezirksarbeit als Bezirkskoordinatorin) tätig;
sonstige Funktionen: stv. Fachsektionsleiterin der Sektion Integrative Gestalttherapie im ÖAGG; Obfrau des Vereins Zentrums für Eßstörungen;
Fachspezifische Fortbildungen: mehrjährige psychoanalytische Eigentherapie, Fortbildung in Psychodrama, Gruppendynamik, frauenspezifischer Sozialtherapie und Integrativer Gestalttherapie;
berufspolitische Absichten: die Schaffung demokratischer Strukturen im WLP, Förderung des freien Meinungsaustausches, effiziente und sachliche Vertretung der berufspolitischen Interessen der Basis;
Beruflicher Werdegang: Ursprünglich im Bauwesen tätig, habe ich vor rund 10 Jahren mit dem Studium der Psychologie begonnen. Im Juni 1997 wurde ich als "Dynamischer Gruppenpsychotherapeut in die Psychotherapieliste aufgenommen. Heute arbeite ich als Psychotherapeut und Legasthenikerbetreuer in freier Praxis. Bei "Rat auf Draht", der Kummernummer des ORF für Kinder und Jugendliche, bin ich als Telefonberater tätig.
Funktionärstätigkeit: Schriftführer und BUKO-Delegierter der Fachsektion Gruppendynamik und Dynamische Gruppenpsychotherapie im ÖAGG.
Politische Zielsetzungen: Schaffung einer selbstbewußten Standesvertretung, die sich am Willen der Mitglieder orientiert und die Sichtweise der Psychotherapie in der Gesundheitspolitik beharrlich vertritt. Entwicklung einer arbeitsfähigen demokratischen Struktur des Verbandes. Förderung des Informationsflusses von den Mitgliedern zu den Standesvertretern. Ich bin überzeugt, daß in der gegenwärtigen Situation nur eine solidarische Konsenspolitik nach innen und eine feste Haltung nach außen die drohende Spaltung verhindern kann.
Meine größten Schwächen: Intoleranz gegen Machtmißbrauch und gegen Wankelmütigkeit.
>Meine größten Stärken: Beharrlichkeit und Fleiß.
Quellenberuf AHS-Lehrerin; sozialwissenschaftlichen Forschungsarbeit, z. B. Mitarbeiterin der ÖBIG-Studie "Ambulante Psychotherapie in Österreich", Psychotherapeutin in Einrichtungen der stationären Drogentherapie. Seit 1994 bin ich ausschließlich freiberuflich tätig, Praxis im 16. Bezirk als Integrative Gestalttherapeutin und Supervisorin.
Als Buko-Delegierte eines fachspezifischen Ausbildungsvereins ist für mich die Rückbindung der Mitgliedermeinung an die Haltung des Vorstands Voraussetzung für fruchtbare Berufspolitik. Sachliche und ausreichende Information der Mitglieder sind mir wichtig, darum war ich gerade seit meiner Wahl im Jahr 1997 in das ÖBVP-Kassenverhandlungsteam bemüht und habe diesen Grundsatz stets auch öffentlich vertreten. Für aktuelle Information zum Gesamtvertrag stehe ich mit der Telefon-Hotline unter meiner Praxisnummer 494 36 76 jeden Montag von 9.00 bis 10.00 und unter http://www.egroups.com/groups/Kassenvertrag als Mitglied der Email-Group zur Verfügung.
Ich bin überzeugt davon, daß wir eine WLP-Führung brauchen, die geeignet ist ein Klima kollegialer Wertschätzung auch in kontroversiellen Debatten sicherzustellen und bin ich gerne bereit meine Erfahrungen in ein neu gebildetes Vorstandsteam einzubringen.
DSA Hannelore Moriz (Kandidatin für die Kassierin im WLP)
Zu meiner Person:Ich habe eine kaufmännische Grundausbildung, 1972 Ausbildung zur Sozialarbeiterin mit Diplom abgeschlossen. Seit 1979 in freier Praxis psychotherapeutisch tätig (Gesprächspsychotherapie), seit 1996 Mitglied im ÖBVP.
Meine Kandidatur ergibt sich aus der Notwendigkeit nunmehr alle Kräfte zu konzentrieren, um nach Vertragsunterzeichnung des ausgehandelten Kassenvertrages für alle Mitglieder des ÖBVP berufliche Voraussetzungen zu schaffen, die geeignet sind die Existenzsicherung zu gewährleisten.
Auch ich möchte einen Beitrag dazu leisten, die künftige berufliche Situation aller Mitglieder positiv und zufriedenstellend zu gestalten.
Dr. Eveline Ernst (Kandidatin für die KandidatInnenvertreterin im WLP)
Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin in Ausbildung.
Ich arbeite seit 1995 als Universitätsassistentin an der Uniklinik des Kindes- und Jugendalters und seit einem Jahr auch in freier Praxis. Als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision bin ich seit zwei Jahren tätig.