Liebe Homepagebesucher, in der Zeit vom 12.10. - 25.10.2002 unternahmen wir eine Rundreise von ca. 2.500 km, welche uns nach Kappadokien führte. Die Reise begann in Gazipasa und führte uns über die Küstenstrasse über Anamur nach Silifke. In Silifke fuhren wir durch das Göksu Tal zum Gedenkstein (vermeintliche Todesstelle) des Kaisers Friedrich Barbarossa. Die bergige Straße führt zu der
prächtigen alten Stadt Diacaesares, dem heutigen Uzuncaburc an einer 1200 m langen Nekropole mit großen Grabbauten vorbei. Außerhalb der Stadt stehen die Ruinen des eindrucksvollen Zeus Olbius - und des Tyche - Tempels, eines Triumphbogens, eines Theaters, einer byzantinischen Kirche
und eines Turmes. 4 km weiter folgen die Ruinen von Olba (Ura) - ein römisches Theater, ein Aquädukt, ein Brunnen. Weiter ging die Reise nach Kizkalesi. Dann folgen die tiefen Schluchten Cennet - Cehennem (Himmel und Hölle), eingebrochene Höhlen, wo noch eine byzantinische Kapelle
aus dem 5. Jh. zu sehen ist. In der Nähe liegt die große Tropfsteinhöhle Narlikuyu mit riesigen
Stalaktiten und Stalagmiten. Die feuchte Höhlen- Luft lindert und heilt asthmatische Beschwerden. In Kizkalesi besuchten wird die Mädchenburg und die Hauptburg. Die weitere Reiseroute verlief über Mersin nach Tarsus und von dort über die Gebirgsautobahn Richtung Kappadokien. In der weiteren
Umgebung von Kappadokien gibt es ca. 40 unterirdische Städte, die zum Teil zu besichtigen sind. Die unterirdischen Städte wurden von den frühen Christen erbaut und boten vor allem Schutz gegen Verfolgungen. DERÝNKUYU: Im Jahre 1963 wurde eine unterirdische Stadt mit acht Stockwerken entdeckt, in der sich bei Gefahr 20.000 Menschen in den Kirchen und Tunnels vor Feinden schützen konnte. Ein 9 km langer Tunnel verbindet Derinkuyu mit einer weiteren unterirdischen Stadt,
nämlich mit der Stadt Kaymaklýy. Derinkuyu wurde aber auch als das erste "Irrenhaus" beschrieben.Psychisch Kranke soll man an Säulen gebunden und entsprechend therapiert haben.
Die Fahrt führte uns weiter nach Neveshir, UÇHÝSAR (Stadt am Berg)nach Göreme. Weitere Ausflugsfahrten führten uns in das Ilhara Tal, Zelve (sehr sehenswert), das Göreme Kirchental, die Töpferstadt Avanos und das Ilhara Tal. Auf der Rücktour fuhren wir wieder durch Tarsus entlag am grossen Militärflughafen von Incirlik. Die Reise führte uns dann nach Dörtyol wo in der Umgegend die sagenumwobenen Schlachtfelder Issos liegen sollten. Die Schlacht von Issos fand 333 v. Chr
(333 grosse Keilerei)zwischen Alexander dem Grossen und dem Perserkönig Dareius statt. Ein weiterer Ausflug führte uns nach Payas (ca. 10 km von Dörtyol) entfernt. Diese Karawansenei
umschliesst noch heute eine guterhaltene Festung und eine Moschee. In Yakacik (Payas) am Golf von Iskenderun steht der prachtvolleBautenkomplex des Sokollu Mehmet Pascha (1 6. Jh.),
bestehend aus einer Moschee, einer Medresse, einem Bad, und einer Karawanserei.; weitere sehenswerte Baudenkmäler sind der Geisterturm (Cin Kulesi) und die Burg. Iskenderun
hieß ursprünglich Alexandrette und ist von Alexander dem Großen nach seinem Sieg über die Perser gegründet worden. Zur Blütezeit der Karawansenei lebten dort ca. 4.300 Menschen.
Die Rücktour nach Gazipasa erfolgte dann an einem Tag und betrug ca. 900 km.