esfunktioniert
A. Schmidt
Und es geht doch !?
Wichtiger Hinweis!
Bitte diesen Link
www.perpetuum05.de
anklicken, um die Seite
werbefrei einzusehen !
Der folgende Artikel möchte zu einer erneuten
Diskussion über den zweiten Hauptsatz
der Thermodynamik anregen. Als Ausgangspunkt
wird das theoretische Modell eines Perpetuum mobile 2.
Art herangezogen.
Bei der Konstruktion eines Perpetuum mobile 2.
Art geht man davon aus, daß Energie nicht
verloren gehen kann und die von einem drehenden
Rad durch Reibung abfließende Wärmeenergie
vollständig durch Energieumwandlung wieder zurückgeführt
werden kann. Diesem Prinzip steht allerdings der 2.
Hauptsatz der Thermodynamik entgegen,
der hierbei besagt, daß in einem abgeschlossenen
System ein vollständiger, freiwilliger Energiefluß
von Wärmeenergie (Energieform höherer
Wahrscheinlichkeit) zur mechanischen Drehbewegung
(Energieform geringerer Wahrscheinlichkeit)
unmöglich ist. Der folgende Vorschlag eines Perpetuum
mobile 2. Art stellt dies in frage.
In
dem im Bild oben dargestellten abgeschlossenen
System entsteht über der Wasseroberfläche
eine gesättigte Wasserdampfatmosphäre.
Diese steht jedoch nicht im Gleichgewicht
mit der wäßrigen Lösung im Zylinder,
da der Gleichgewichtsdampfdruck über der
Lösung eines Stoffes (ohne eigenen Dampfdruck) immer
niedriger ist als der über dem reinen Lösungsmittel.
Hieraus resultiert ein Stoffstrom von der reinen
Wasseroberfläche (unten) zur wäßrigen
Lösung im Zylinder, wodurch die Säule
der Lösung ansteigt. Dieses hat wiederum zur Folge,
daß der hydrostatische Druck auf die semipermeable
Membran am unteren Ende des Zylinders ansteigt, bis
schließlich der osmotische Druck der Lösung
überwunden wird und ein reiner Wassertropfen über
ein Wasserrad nach unten fällt. Der Kreisprozeß
wäre somit vollendet.
Eine nach dem gleichen Grundprinzip funktionierende
Apparatur wurde bereits Anfang der Siebzigerjahre unter der Bezeichnung
Levenspiel's Springbrunnen
Bild 2
In
Lehrbüchern der Thermodynamik wird das
Prinzip des zweiten Hauptsatzes oft an einem Modell
eines zweigeteilten Kastens
(Bild 2) erklärt. Nimmt man als
Ausgangspunkt einen Zustand an, bei dem sich sämtliche
frei beweglichen Teilchen in der einen Raumhälfte
befinden, so kann man vorhersagen, daß
nach einer gewissen Zeitspanne sich ein dynamisches Gleichgewicht
eingestellt haben wird, bei dem die Teilchen in
etwa gleichmäßig über beide Raumhälften
verteilt sein werden.
Bild 3
Mit einer leichten Abwandlung
dieses gedanklichen Experimentes kann man auch den
Einfluß eines irreversiblen Prozeses
(Bild 3) auf die Verteilung der frei
beweglichen Teilchen im zweigeteilten Raum beschreiben.
Durch die im Bild dargestellte bewegliche
Klappe können zwar die Teilchen von der linken
Seite in den rechten Raumteil gelangen, jedoch von dort,
durch den von dieser Seite blockierenden Mechanismus,
nicht genau so gut zurück. Auf diese Weise kommt
es ohne äußere Energiezufuhr zu einer
dauerhaften Ungleichverteilung und damit Entropieabnahme
im System.
Bild 4
Setzt man den Gedanken konsequent
fort, so kann man, wie oben dargestellt, einen Umweg über
einen reversiblen Elementarprozess hinzufügen. Im oberen
Rohr ist der Druck auf der rechten Seite höher als auf der
linken , da sich dort mehr Atome befinden. Auf diese Weise kann
man auf klassischem Weg, mit Hilfe eines Rades, mechanische Bewegung
erzeugen.
Wendet man dieses Prinzip
zur Erklärung auf die am Anfang beschriebene "Tropfmaschine"
an, so ist der fallende Wassertropfen der irreversible "Klappenprozess"
und die nach oben gehende Diffusion der einzelnen Wassermoleküle
der reversible Elementarprozess. Nur ist es dort so, daß
die Erzeugung der Drehbewegung im irreversiblen Bereich des
Systems, am fallenden Tropfen erfolgt.
Bild 5
Im Bild 5 ist ein Schema
für einen praktisch irreversiblen
Reaktionsmechanismus dargestellt, welcher
auf der Grundlage einer Konformationsänderung
eines Enzyms während des Reaktionsverlaufes
basiert. Zunächst binden die Moleküle
A und B an das Enzym, welches infolgedessen seine
Konformation ändert. Anschließend bildet
sich eine chemische Bindung zwischen den nun in
günstiger räumlicher Nähe liegenden
Molekülen A und B aus. Nachdem sich das neu entstandene
AB- Molekül vom Enzym gelöst hat,
nimmt dieses seine ursprüngliche Konformation
wieder an. In diesem Zustand kann es jedoch für eine
mögliche Rückreaktion das entstandene AB-Produkt
nur mit dem einen oder dem anderen Arm des
Enzyms binden. Eine Rückreaktion über den genau
gleichen Mechanismus ist somit (wenn man die relativ geringe
Wahrscheinlichkeit der spontanen Konformationsänderung
zunächst vernachlässigt) unmöglich, so
daß ein solches Enzym nur die Hinreaktion beschleunigt.
Aus kinetischen Gründen würde sich damit aber
auch die Lage des chemischen Gleichgewichtes verschieben.
Sucht man im Stoffwechsel von Lebewesen
nach solchen irreversiblen Prozessen,
so kann man die Atmungskette oder die Lichtreaktion
der Photosynthese diskutieren. Hierbei werden
die Elektronen entsprechend des elektrischen
Potentials von "oben" nach "unten" weitergeleitet.
Ein Elektronenfluß von "unten" nach "oben" ist
innerhalb der Kette nicht festzustellen. Auch komplexe
Prozesse wie die Proteinbiosynthese an den Ribosomen
sind in umgekehrter Reaktionsrichtung nicht zu beobachten.
Reaktionssysteme
mit irreversiblen Mechanismen sind somit
wegabhängig und das chemische Gleichgewicht
thermodynamisch, durch bloßen Vergleich
zwischen Ausgangs- und Endprodukten, nicht zu berechnen.
Die Ursache für die Unberechenbarkeit
der Lebewesen durch die Thermodynamik wäre im
Wesentlichen nicht darin zu sehen, daß es sich
hierbei um offene Systeme handelt und die Grenzen des
zweiten Hauptsatzes nicht eingehalten werden, sondern
darin, daß irreversible Elementarprozesse als
"Motoren des Lebens" eine Ordnung erzeugen, welche durch
ihre Wegabhängigkeit nicht vorhersagbar ist.
Evolution wäre in diesem Sinn die wegabhängige
Weiterentwicklung solcher Systeme.
Link zu
NEWTONS ROTATIONSEIMER
Kurz URL Adresse dieser Seite:
www.perpetuum05.de
< < <