WBV Ubizane: Fotosafari in Südafrika ------------------------------------------------Wolfgang Brugger Verlag Dillingen Reisebücher andere Suchworte: Reisen, Reisebücher, Buecher, Bücher, Bücher, travel books, books, leisure, Touristik, Tourismus, Abenteuer, Erlebnis, Wohnmobil, Caravan, Reisemobil, Camping, Türkei, Portugal, Hessen, Ungarn, Ostdeutschland, Südafrika, South Africa, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Swaziland, Thüringen, Mecklenburg, Vorpommern, Reiseliteratur, Literatur, Sahara, Jemen, Normandie, Bretagne USA Amerika

WBV Logo

Ubizane: Fotosafari in Südafrika



Ein Reisebericht


Diese Seite wird gesponsert von:

Reiseberichte-Banner


Zurück zum WBV

Ubizane Game Reserve: Fotosafari in Südafrika

Dieser Reisebericht war einmal Teil des Kapitels "Zu Fuß durch 
Zululand - den Nashörnern auf der Spur" aus dem Buch "Erlebnis 
Südafrika", wurde jedoch nicht veröffentlicht, da das Wildreservat den 
Besitzer gewechselt hat und das ganze Umfeld vor Ort verändert wurde.

-----------------

Im Auto sitzen Dave, einer der Eigentümer, und Gäste aus England 
(schon wieder!). Wayne, der Manager der Lodge, fährt uns durch das 
Hluhluwe- Wildreservat, wo wir eine Reihe von Antilopen, und kurz vor 
dem Ausgangstor Richtung Ubizane, im Schatten eine Rhino- Familie 
entdecken.

Ubizane, ein privates Reservat, liegt ein paar Kilometer östlich des 
Hluhluwe- Parks, am Fuße einer Hügelkette, deren Hauptberg den 
Namen für "Ubizane" hergegeben hat: "Der Platz, von dem aus man die 
Leute ruft". Der örtliche Häuptling hat von hier aus seine Zulus in 
vergangener Zeit zur Ratsversammlung einberufen. Ein herrlicher Blick 
rundum bestätigt, daß dieser Platz seinem Zweck entsprechend gewählt 
wurde: Der Blick schweift vom Hluhluwe- Park über weite Strecken von 
Zululand bis zu den Küstendünen des Indischen Ozeans am Horizont, 
den höchsten Dünen der Welt!

Ubizanes Logo ist auf seinem Prospekt eindeutig erkennbar: Ein blaues 
großes "U", aus dem ein Nashornkopf "wächst". Demnach ist auch das 
Nashorn die größte Attraktion auf Wanderungen und Fahrten durch die 
Wildnis: 14 Nashörner, davon erst kürzlich ein vom Natal Parks Board 
gekauftes männliches, streifen ungehindert durch die jetzt im März 
saftig grüne Landschaft. Das Männchen hat seine Pflicht schon getan: 
Zwei Breitmaulnashörner sind trächtig. Damit ist der Kaufpreis schon 
mehr als amortisiert.

1200 Hektar Buschland, das sich auf der Ebene und zwei Bergen 
ausbreitet, nennt das Wildreservat sein eigen. Die "Forest Lodge" bietet 
12 Gästen Platz und ist am Rand eines ausgedehnten Waldes von 
Fieberbäumen (acacia xanthophloea), angeblich der südlichste 
Fieberbaumwald Afrikas, angelegt. Nachts wird der Abhang zu den 
Fieberbäumen hin von Flutlicht angestrahlt. Dann kommen Strauße, 
Duiker und Impalas zum Trinken an das kleine Wasserloch, das man 
vom hoch darüber auf Stelzen stehenden offenen Restaurant gut im Blick 
hat.

Zululand ist Malariagebiet. Schon von alters her haben sich die Zulus die 
hellgrüne Rinde des Fieberbaumes zunutzen gemacht: Getrocknet und 
pulverisiert wird die Rinde in lauwarmem Wasser aufgelöst dem 
Fieberkranken drei Tage lang gegeben. Das in der Rinde enthaltene 
Chinin soll die fiebernden Zulus wieder gesund gemacht haben.

Wird es dem Besucher zu warm, kann er sich im großen blitzsauberen 
Schwimmbad erfrischen. Witzig und einzigartig ist es, wie man von 
seiner Holzhäuschen zur Rezeption, zum Schwimmbad, zum Restaurant 
usw. kommt: Ein mit spitzem Strohdach gedeckter offener Wandelgang, 
dessen hölzerner Gehweg mit Hilfe von Stelzen vom Grasboden 
abgehoben ist.

Wenn sich genügend Besucher zur Übernachtung einfinden, wird anstatt 
im heimeligen Stelzen- Restaurant in der "Boma" gegessen. Dort findet 
man genügend Sitzplätze unter dem samtigen afrikanischen 
Sternenhimmel. Eine Grillstelle, wo man einen ganzen Hammel am 
Spieß braten kann, ist auch vorhanden.

Die Holzhäuser sind einfach, aber sauber eingerichtet, und haben alle 
einen Balkon zum Wald hin. Zwei Einzelbetten stehen in meinem 
Zimmer, eine Kommode, ein Tischchen, darüber ein Deckenventillator, 
im Badezimmer daneben eine Kompaktdusche, Waschbecken und 
Anschluß für Rasierer.

Kommt man viel in südafrikanischen Hotels und großen Wildreservaten 
herum, fällt einem hier der Unterschied in der Betreuung sofort auf: Hier 
in Ubizane komme ich mir wie ein persönlicher Gast des Eigentümers 
vor, die Freundlichkeit ist nicht mehr zu überbieten, beim Frühstück, 
Mittag- und Abendessen sitze ich mit dem Eigentümer, dessen Freunden 
und dem Verwalterpaar Wayne und Belinda zusammen.

In Ubizane kann man neben der Forest Lodge auch in typischen Zulu- 
Hütten aus Reet (genannt "Bienenhäuser") übernachten: Hier versorgt 
sich der Tourist selbst.

Ubizane bietet neben Erkundungstouren durchs eigene Wildreservat auch 
Halb- oder Ganztagestrips in die Reservate von Umfolozi und Hluhluwe 
an, sowie Touren zum nahegelegenen St. Lucia- See.

Ich habe in Ubizane an mehreren Fotosafari- Fahrten früh am Morgen 
und zur Zeit des Sonnenunterganges teilgenommen, sowie eine 
zweieinhalbstündige Morgenwanderung gemacht. Eine Menge Giraffen 
waren da zu sehen, daneben Breitmaulnashörner, Nyalas, Kudus, Impala, 
Blue Wildebeest (Gnu), Blesbok, Duiker, Warzenschwein. Hyäne und 
Leopard bekam ich nicht zu sehen, dafür eine 4- Meter lange Python 
hinter der Rezeption, und ein katzenähnliches Raubtier namens "Small-
spotted Genet" (auf deutsch: Kleingefleckte Ginsterkatze), ein Nachttier 
(mit Schwanz etwa einen Meter lang).

Das Highlight meines Aufenthalts war ein abendlicher Streifzug im 
offenen Landrover, gefahren von Ruben, einem offenbar allwissenden 
Zulu: Nicht nur, daß er den Landi fast ohne Geräusch durch die frische 
Abendluft "gleiten" ließ, er wußte auch in bestem Englisch über alle 
Wild-, Pflanzen- und Vogelarten Bescheid! Erschreckt hat mich ein 
grüner Zweig, der ein paar Zentimeter vom Rande des Fahrzeugs 
entfernt so in die Fahrbahn ragte, daß wir ihn beinahe gestreift hätten. 
"Stop!", rief ich Ruben zu, "können wir uns den Zweig genauer 
anschaun?"

Wir konnten. Stocksteif ragte eine etwa einen Meter lange grasgrüne 
dünne Schlange vom höchsten Punkt eines Busches her in die Fahrbahn, 
und verschwand erst dann, als wir uns ihr langsam näherten.

Später, kurz nach Sonnenuntergang, holte Ruben seinen Flutrichtstrahler 
heraus und leuchtete die Umgebung ab. Mit sicherem Gespür fand er 
eine Gruppe von 5 Nashörnern, die er mit Adleraugen vom mehr als 
einen Kilometer entfernten Hügel her im dichten Busch entdeckt hatte. 
Sie waren inzwischen in offeneres Gelände weitergewandert, und Ruben 
schaltete den Allradantrieb zu: Wir näherten uns den friedlichen 
Dickhäutern querfeldein bis auf 4-5 Meter und hatten Zeit, die massiven 
Köpfe und die noch massiveren Hörner zu bewundern. Doch als die 
Kolosse scheinbar lässig auf uns zukamen, wurde es auch Ruben 
mulmig, und wir beschlossen, heimzufahren. An diesem Abend mit 
Ruben habe ich 9 Nashörner gesehen!

Ein Abendessen als Beispiel: Impalagulasch, in säuerlicher Sauße 
mariniert, Blumenkohl, Hühnchenteile, Kartoffeln, Reis, gemischter 
Salat, gedünstete Karotten. Schade, daß als Bier nur das Chemiegebräu 
von SAB vorhanden war. Wie gut hätte hier ein "Windhoek" oder eines 
der Biere von Bavaria-Bräu geschmeckt!

Meine Meinung: Wer freundliche Gastgeber, eine geschmackvolle Lodge 
und guten Kontakt zu afrikanischem Wild haben möchte, ist mit dem 
"Ubizane Game Reserve", vor allem was das Preis-
Leistungsverhältnis betrifft, sicher hochzufrieden! Einige Mängel, die 
ich bei meinem Besuch im März 1994 noch vorgefunden habe, sind noch 
vor meiner Abreise beseitigt worden.

Am nächsten Morgen, gleich nach einem reichhaltigen Frühstück, steht 
schon Todd, der Manager des "Zulu Nyala Safari Game Reserves" 
pünktlich bereit, um mich in das etwa 1/2 Stunde weiter östlich liegende 
private Wildreservat zu bringen.

... die Story geht weiter im Buch „Erlebnis Südliches Afrika". Info bei: WBV



 



Zurück zum WBV

Suchmaschinen finden uns unter folgenden Stichworten:

WBV Wolfgang Brugger Verlag Reisebuecher Reisen Reisebücher Buecher Bücher Bücher travel books books leisure Touristik Tourismus Abenteuer Erlebnis Wohnmobil Caravan Reisemobil Camping Türkei Tuerkei Portugal Hessen Ungarn Ostdeutschland Südafrika Suedafrika South Africa Zimbabwe Botswana Namibia Swaziland Thüringen Thueringen Mecklenburg Vorpommern Reiseliteratur Literatur Sahara Jemen Normandie Bretagne USA Amerika