Philip Workman - Unschuldiger soll hingerichtet werden  
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27. März
Pressekonferenz und
neue Beweise

 
In einer sehr starken Pressekonferenz, die von Philip Workmans Anwälten mit der Unterstützung von Amnesty International abgehalten wurde, konnten wir entgültig beweisen, daß die Kugel, die Lt. Oliver getötet hatte, nicht aus Workmans Waffe gekommen sein kann.

Anwalt Jefferson Dorsey begann mit einer Frage, die sich Gouveneur Sundquist überlegen sollte: "Ist es das Ziel unseres Justizsystems Endgültigkeit zu erreichen, oder Gewißheit ? Ich glaube, daß mit einem menschlichen Leben als Einsatz, die Justiz GEWISSHEIT als Standard verlangen sollte. Und bevor wir keine Gewißheit erreicht haben, können wir kein menschliches Leben nehmen."

Dann beschrieb Jefferson Dorsey noch einmal, wie sie Lt. Olivers Röngtenbild entdeckten und wie sie die Anhörung absagen mußten (es waren nur zwei Stunden ohne Kreuzverhör erlaubt):"Wir sagten sie ab," sagte Jefferson Dorsey "da wir eine Chance sahen, die Anhörung zu erreichen, um die wir die letzten 10 Jahre gebeten und gekämpft hatten. In einem Bundesgericht, ohne Zeitbegrenzung und mit dem Recht, die Personen einem Kreuzverhör auszusetzen, von denen wir behaupten, daß sie einen Meineid geleistet haben und die die Tatsachen über die Schießerei, die vor mehr als zwei Jahrzehnten in Memphis geschehen ist, verheimlicht hatten. Die Staatsanwaltschaft, die nach Endgültigkeit und Philip Workmans Tod schreien, benutzten verfahrenstechnische Regeln, um diese Anhörung abzublocken. Seit 10 Jahren haben sie verbissen darum gekämpft, dies aus dem Gerichtssaal zu halten. Stattdessen unterstützen sie jetzt eine zwei-Stunden-Chance, um ihre Zeugen vor der Öffentlichkeit aufmaschieren zu lassen, sicher vor jeder Frage über ihre Aussagen.

Die Wahrheit kann nicht in zwei unanfechtbaren Stunden erzählt werden. 

Trotzdem werden wir unseren Antrag auf Umwandlung der Strafe erneut einreichen, wenn uns das Gericht wieder abweißt. Zu diesem späten Zeitpunkt ist es unwahrscheinlich, daß wir auch nur diese zweistündige Anhörung bekommen, deshalb ersuchen wir die Einwohner von Tennessee, daß sie sich für ein Ende dieses Rennens in die Hinrichtungskammer einsetzen."

Die Beweise erklärend zeigte Jefferson Dorsey einige Fotos des Tatortes, der Kugeln und der Nachstellung der Schießerei. Dann hatten wir noch NEUE BALLISTISCHE BEWEISE.
Wie jeder inzwischen weiß, sagte die Polizei im Prozeß aus, daß nur Lt. Oliver und Philip Workman einen Schußwechsel hatten. Andere Zeugen hatten andere Darstellungen zu erzählen, konnten aber beim Prozeß nicht aussagen. 

Auf ein Foto einer Videoaufnahme von einem Einschußloch in einem Lastwagen, der genau dort stand, wo die Schießerei geschah, sehend, sagten die Anwälte, daß es offensichtlich wäre, daß die Videokamera in demselben Winkel stand, aus dem Lt. Oliver erschossen worden war. UND DAS FOTO ZEIGTE, DASS DIE KUGEL VON EINEM EXTREM ANDEREN WINKEL IN DEN LASTWAGEN EINGESCHLAGEN WAR. 
Dieses Einschußloch wurde von der Polizei am Tatort als durch ein 38-Kaliber-Projektil verursacht identifiziert. Die Munition der Polizei. Aber Lt. Oliver konnte diese Kugel nicht abgefeuert haben. Wir können an dem Winkel, in dem die Kugel in den Lastwagen eintrat, erkennen, daß Lt. Ronald Oliver nicht die Quelle des Schusses gewesen sein kann. Philip Workman schoß mit einer 45-Kaliber-Munition. WER HAT ALSO DIESE KUGEL ABGESCHOSSEN DER VON EINEM VÖLLIG ANDEREN WINKEL IN DEN LASTWAGEN EINSCHLUG ?
Warum hat die Polizei dessen Türe nicht aufgesperrt oder das Fahrzeug konfisziert ? Sie hatten eine Kugel, die bei einem Mord abgeschossen worden war, bei einem Polizistenmord. Berichte sagen, daß die Tür abgesperrt war, als Erklärung, warum sie die Kugel nicht aufgenommen hatten. Ein weiterer Bericht sagt, daß die Kugel durch das Heck des Lastwagens wieder austrat, aber der Tatortspezialist, der sich den Lastwagen am nächsten Tag bei Tageslicht ansah, sah kein Austrittsloch, der Fotograf sah keines und das Tatortdiagramm erwähnte keines. 

Warum also holte die Polizei die Kugel nicht aus dem Lastwagen ? Warum machten sie kein Foto von dem Loch, damit wir es sehen können ? Warum behauptet ein Polizist, daß da ein Loch war, obwohl die Untersuchungen zeigen, daß da keines war ? Warum behauptete ein Polizist fälschlicherweise, daß die Kugel aus Lt. Olivers Richtung kam ?

Die einfach, wahre Antwort auf all diese Fragen ist, daß Lt. Ronald Oliver im Kreuzfeuer starb und Philip Workman keinen Mord begangen hat. 

UNGEWÖHNLICHE PARTNERSCHAFT

Zwei junge Frauen stellten bei der Pressekonferenz eine ungewöhnliche Partnerschaft her: Michele und Paula, die Tochter von Philip Workman und die Tochter von Lt. Oliver verbindet ein gemeinsames Anliegen: Philip Workman vor der Hinrichtung zu retten. 

Eine ist blond, die andere dunkler. Sie haben beinahe das selbe Alter und teilen dieselbe Geschichte. Diese beiden Schwestern einer dramatischen Nacht haben eines gemeinsam: sie beide mußten ohne Vater leben. Paulas Vater wurde getötet und Micheles Vater wurde zum Tode verurteilt und lebt in der Todeszelle. Paula und Michele hatten sich niemals zuvor getroffen. Die Furcht bezwingend zeigten sie eine starke Entschlossenheit. Niemand der ihnen zugehört hat, kann es jemals vergessen. 

"Das Leben von Philip zu nehmen wird meinen Vater nicht zurückbringen," sagte Olivers Tochter, Paula Oliver-Dodillet for den Nachrichtenkameras von Sheraton Nashville Downtown. 

Zur Frage, ob Workman den Schuß abgefeuert hat, der ihren Vater im August 1981 getötet hatte, sagte Paula Oliver-Dodillet, daß die Staatsanwaltschaft von Tennessee "die ganze Geschichte wissen sollte, bevor sie diesen Mann hinrichtet."

Paula Oliver-Dodillet sagte, daß ihr Treffen mit Workmans Tochter, Chrystal Michele, "sehr emotional für uns beide" war. "Ich hielt heute morgen ihre Hand und entschuldigte mich bei ihr," sagte sie weiters "Wir litten beide unter dem selben Verlust .... Sie mußte durch viele Dinge gehen, die ich auch erlebte." Paula Oliver-Dodillet fügte hinzu, daß ihre Mutter, Naomi Oliver, die 15 Jahre mit Oliver verheiratet gewesen war, ihre Gefühle, daß Workman nicht hingerichtet werden soll bis die Wahrheit herausgefunden wird, teilt. 

Michele Workman-Burnham dankte Paula dafür, daß sie sich von der Rache abhebt und ihr dabei hilft, ihren Vater vor der Hinrichtung zu retten. "Ich danke ihr dafür, daß sie meinen Daddy und mich unterstützt. Ich weiß, daß es sehr viel Courage bedarf, hier zu sein. Sie mußt eine riesige Kapazität von Mitleid besitzen. Leute wie sie, die vergeben können und nicht nach Rache sinnen, machen aus dieser Welt einen besseren Platz."

Ich möchte mich bei Anwalt Jefferson Dorsey, Richard Locker von der Comercial Appeal und Tim Chavez von The Tennessean bedanken.


 
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