Philip Workman - Unschuldiger soll hingerichtet werden  
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DER PROZESS

 
Philip Workmans Prozeß drehte sich nur um ein Geschoß. Er hätte wegen Mordes ersten oder zweiten Grades verurteilt werden können. Seine Unschuld wurde niemals erwähnt.

Während der eröffneten Argumente teilte Staatsanwalt Eddie Peterson der Jury mit: "Sie werden das Geschoß, das Lt. Oliver getötet hat, in den Händen halten". Das war sein einziges Argument, als Experten des FBIs aussagten, daß es keine Blutspuren, menschlichen Fasern oder sonstige Beweise gab, die Philip Workman mit dem Verbrechen in Zusammenhang brachten. Zum Unglück des Angeklagten hinterfragte sein Anwalt niemals diese zentrale Behauptung.

Wir wissen nun dank zweier gut ausgebildeten Pathologen, welche vom gegenwärtigen Verteidigungsteam angeheuert wurden, daß das Geschoß welches Olivier tötete, nicht eine 45-Kaliber-Hohlraumkugel gewesen sein kann, die aus Workmans Waffe abgeschossen wurde.

In einer für die Verteidigung vorbeitete und auf NewsChannel 5 vorgestellten Analyse folgerte Dr. Wecht: "Aufgrund des Pfades, den die Kugel nahm, der Tatsache, daß die Kugel den Körper verließ und der Tatsache, daß Mr. Workman eine 45-Kaliber-Pistole benutzte, die mit aluminiumummantelten Hohlraumkugeln geladen war, glaube ich nicht, daß Mr. Workmans Waffe den Schuß abgefeuert hat, der Officer Oliver tödlich verwundet hat." Dr. Sperry, der im Georgia Bureau of Investigation arbeitet, gab dazu an, daß "jede Wunde die ich bisher gesehen habe, indiziert hat, daß die 45er Silberspitze-Hohlraumkugel sich ausbreitet, nachdem sie in den menschlichen Körper eintritt. In annähernd 90 % aller Wunden, die ich untersucht habe, verließ die 45er Silberspitze-Hohlraumkugel den Körper nicht, nachdem sie eingetreten war." Er sagte, daß Lt. Oliviers Wunden "gegensätzlich zu jeder Wunde sind, die ich jemals gesehen hatte und die von einer 45er Silberspitze-Hohlraumkugel verursacht wurde."

Der Pathologe, der die Autopsy durchgeführt hat, sagte aus, daß die Kugel "durch die linke Lunge durchschlug, durch deren Scheidewand, durch das Herz, durch die rechte Lunge und im Rücken austrat." Es wurden in Olivers Körper keine Kugeln oder Kugelfragmente gefunden. Aber Don Strother, ein ehemaliger Staatsanwalt von Shelby County, der mithalf Workman in die Todeszelle zu bringen, argumentierte, daß "die Kugel möglicherweise gegen irgendetwas geprallt war und nur ein Teil der Kugel den Körper verlassen hat". So versuchte er mit ärmlichen Argumenten die kleinere Wunde auf der rechten Seite zu erklären.

Das Berufungsgericht lehnte tatsächlich Strothers Theorie ab und meinte daß "wir keinen Zweifel daran haben, daß eine 45-Kaliber Hohlraumkugel, die den ganzen Weg durch Lt. Oliviers Körper gegangen und in einem Stück ausgetreten ist, eine größere Austrittswunde als Eintrittswunde verursacht hätte."

Die Richter gegannen auch zu spekulieren, ob die Kugel in Oliviers Körper gesplittet wurde, was die kleinere Austrittswunde erklärt hätte. Aber als Workmans Anwälte Aussagen des Prozesses zitierten, zogen die Richter die meisten ihrer Argumente über die zersplitterte Kugel zurück. "Im Wesentlichen sagten sie, daß Philip Workman unschuldig ist" sagte Workmans Anwalt Jefferson Dorsey. Trotzdem verweigerte das Sechste Gericht eine Anhörung über die ballistischen Ergebnisse zu gewähren.
WARUM ?

Tatsache ist, sie hatten nichts. Nichts bis Harold Davis aus dem Nichts auftauchte.


 
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