| ENGLISH
PAGE |
|
![]() |
|
OFFICE OF THE POST-CONVICTION DEFENDER 460 JAMES ROBERTSON PARKWAY SECOND FLOOR NASHVILLE, TENNESSEE 37243-0505 Jefferson T. Dorsey Staff Attorney e-mail: jtdorsey@usit.net DER PHILIP WORKMAN FALL Das Folgende ist eine Übersicht über den Philip Workman Fall. Tennesse hat niemanden mehr hingerichtet seit ein afroamerikanischer Mann 1960 für die angebliche Vergewaltigung einer weißen Frau auf den elektrischen Stuhl kam. Philip ist am Ende des Berufungsprzesses. Er ist wahrscheinlich der erste oder zweite Mann der in Tennessee nach 40 Jahren hingerichtet wird. Es ist wichtig anzumerken, daß die folgenden Beweise niemals in einer Gerichtsanhörung präsentiert wurden. Die Regierung hat erfolgreich jeden Versuch der Verteidigung abgeblockt, ihren Fall zu präsentieren. DAS VERBRECHEN Philip Workman ging am 05. August 1981 in ein Wendys Restaurant in Memphis, Tennessee. Er beabsichtigte es auszurauben, um seine Drogensucht zu finanzieren. Er wartete bis es um ungefähr 22 Uhr schloß, dann zog er seine Pistole und scheuchte die Angestellten in ein Hinterzimmer. Philip bemerkte nicht, daß einer der Angestellten einen stillen Alarm in dem Raum auslöste. Philip sagte den Angestellten, daß sie im Hinterzimmer bleiben sollten und wollte gerade gehen. Er sah ein Polizeiauto anhalten, ging nach draußen und begann mit dem Polizisten, Lt. Ronald Oliver, zu sprechen. Oliver dachte, daß Philip ein Angestellter und der Alarm ein falscher war. Alt Lt. Oliver sich nach Officer Stoddards Wagen umdrehte, der gerade angekommen war, begann Philip über den Parkplatz zu laufen. Laut Philip stolperte er über einen Gehsteig auf den anschließenden Parkplatz von Holiday Auto Parts. Da er wußte, daß er nicht entkommen konnte, rief Philip "Ich gebe auf !" und versuchte die Waffe aus seiner Hose zu ziehen, um sie den Polizisten zu geben, die von hinten auf ihn zugelaufen kamen. Philip sagt, daß er versuchte aufzugeben und den Polizisten seine Waffe zu geben, als er mit einem Objekt auf seinen Kopf niedergeknüppelt wurde (Philip hatte als er geschnappt wurde eine Wunde am Kopf, die mit sieben Stichen genäht werden mußte) und seine Pistole losging. Sie war gegen den Himmel gerichtet. Plötzlich war Philip von Schüssen umringt und er schoß einmal in Richtung eines aufblitzenden Lichtes. Er begann zu laufen und während er lief, spannte er die 45 Kaliber Halbautomatik, welche scharfe Munition auswarf. Philip stolperte, als er um einen parkenden Lastwagen herumlief. Nochmals feuerte seine Pistole Richtung Himmel. Die Untersuchung des Tatortes unterstützt Philips Aussage. Zwei Patronenhülsen und eine scharfe Munition in der Nähe des Kampfplatzes und des Ortes der Schießerei gefunden. Eine weitere Patronenhülse wurde beim Parkplatz des Autohauses gefunden, wo alle Zeugen Philip stolpern und gegen den Himmel feuern gesehen haben. Es war ein Einschußloch im Lastwagen, aber die Polizei sagt, daß sie das Projektil nicht gefunden hat. Bedeutsam ist, daß das Loch in der Nähe war, wo Philip gelaufen ist und wäre es ein paar Fuß weiter rechts gewesen, hätte die Kugel ihn getroffen. Es wirkt, als wäre es ein gezielter Schuß gewesen. Philip versteckte sich hinter Häusern als die Polizei von Memphis die Suche nach ihm ausweitete. Sie benutzten Hunde, Helikopter, Streifenwagen und Polizisten zu Fuß. Letztendlich entdeckte ein Zivilist Philip versteckt neben einem Lastwagen und er rief die Polizei zu diesem Ort. Die Polizei fand Philip in den Büschen, bedeckt mit Blut aus seiner Kopfwunde und hetzten die Hunde auf ihn. Die Polizisten schlugen ihn zusammen. Philip wurde in ein Spital gebracht wo er wegen Schnitten in seinem Gesicht, der Wunde in seinem Kopf, zahllosen Quetschungen und - signifikant - einer Schrotflintenwunde in seinem Gesäß behandelt wurde. Am Ort der Schießerei lag Lt. Oliver und starb an einer Kugel, die seinen Rumpf komplett durchschlagen hat. Officer Stoddard hatte eine Fleischwunde im Oberarm. Die Aussagen der Polizei beim Prozeß widersprechen der von Philip wesentlich. Officer Stoddard behauptete, daß Lt. Oliver sich Philip schnappte und er, Stoddard, in den Kampf eingriff. Stoddard behauptete weiters, daß er "Bauch-an-Bauch" mit Philip war. Er sagte, daß Philip ihm aus der Nähe in den Arm schoß, er weitere Schüsse hörte und dann sah, wie Oliver verwundet auf den Boden fiel. Officer Stoddard sagte, daß lt. Oliver wild um sich schoß und seinen 6-Schuß-Revolver leerte. Er behauptete auch, daß die einzigen abgefeuerten Schüsse von Philips Pistole und der von Lt. Oliver kamen. Stoddard sagte, daß er nicht tatsächlich gesehen hat, wie Philip auf Lt. Oliver geschossen hat. Officer Parker war der nächste Polizist der ankam. Ursprünglich sagte er, daß er zwei Schüsse gehört hat, um das Wendys gelaufen ist und gesehen hat, wie Philip auf Stoddard schoß. Er sagte, daß Oliver bereits erschossen war. Aber im Prozeß änderte sich seine Aussage, um mehr zu der Aussage von Shoddard zu passen. Parker sagte auch, daß er niemals einen Schuß abgefeuert hat. Beide Polizisten behaupteten, daß Philip und Oliver die einzigen Personen waren, die geschossen hatten und daß Oliver nicht schoß, bevor er nicht angeschossen war. Die Polizeiberichte, die direkt nach dem Ereignis aufgenommen wurden, berichten, daß es zwischen der Polizei und Workman einen Schußwechsel gegeben hat und daß die "Polizisten" gefeuert hatten. Ein Polizist, der gleich nach Oliver und Stoddard am Tatort angekommen war, sagte, daß er gesehen hat, wie Parker eine Schrotflinte dabeihatte, als er Workman über den Parkplatz nachlief. Ein ziviler Zeuge sah, wie Parker eine Schrotflinte auf Philip abfeuerte. Gleich nach seiner Ergreifung wurde Philip in ein Spital gebracht und die Aufzeichnungen besagen, da0 er wegen einer Schrotflintenwunde im Gesäß behandelt worden ist und daß Schrotflintenmunition aus ihm herausgeholt wurde. DER PROZESS Ein Todesstrafenprozeß ist eigentlich aus zwei Prozessen zusammengefaßt - einem um die Schuld oder Unschuld des Angeklagten zu bestimmen und wenn er schuldig gesprochen wird gibt es einen weiteren Prozeß, um die angemessene Strafe zu bestimmen. Meistens ist das Vorbringen von Milderungsgründen der allerwichtigste Aspekt der Pflicht des Verteidigungsanwaltes gegenüber seinem Klienten. Aber er sollte nicht vernachlässigen, die Beweise für Schuld oder Unschuld sorgfältig zu prüfen. Die öffentlichen Verteidiger von Shelby County vertraten Philip. Sie führten keine bedeutungsvolle Untersuchung durch. Sie akzeptierten den Polizeibericht von den Ereignissen. Sie führten keine forensischen Analysen durch und sie ersuchten das Gericht nicht um die Assistenz von Experten (oder daß man Philip einer routinierten psychologischen Untersuchung unterzieht).
Seine Anwälte erzählten Philip Workman, daß die öffentliche Meinung gegen ihn wäre und daß sein Schuldspruch eine vorherbestimmte Angelegenheit wäre. Es wurde ihm gesagt, daß er eine kleine Chance hätte, eine lebenslange Strafe zu erhalten, wenn sie nicht aktiv gegen seine Schuld arbeiten würden. Sie sagten ihm, daß sie ihre Verteidigung auf den Prozeß zur Urteilsfindung konzentrieren würden. Ihre Verteidigung war, daß er ein Drogensüchtiger war. Philips Anwälte suchten auch nicht die Assistenz eines Drogenexperten. Sie untersuchten niemals seine Kindheit oder seine familiären Umstände. Diese Art von mildernden Beweisen kann den Unterschied zwischen Leben und Tod für jemanden machen, der wegen kapitalem Mord schuldig gesprochen wurde. Die Staatsanwaltschaft eröffnete den Prozeß, indem sie der Jury erzählte, wie Philip die Angestellten von Wendys ins Hinterzimmer scheuchte und das Geschäft ausraubte. Als er versuchte zu fliehen, sagten sie, schoß er kaltblütig auf Lt. Oliver, Officer Stoddard und Parker. Die Eröffnungsrede von Philips Anwälten war kurz und gleichgültig. Sie beinhaltete keinen Widerspruch zur Rede der Staatsanwaltschaft. Officers Stoddard und Parker erzählten der Jury beinahe gleichlautende Versionen von der Schießerei, aber beide sagten, daß sie nicht wirklich sahen, wie Philip auf Lt. Oliver schoß. Parkers Aussage war mit seinem originalen Polizeireport nicht identisch. Ursprünglich war seine Aussage ziemlich anders als die von Stoddard. Parkers erste Aussage war, daß er zwei Schüsse gehört hat als er um das Restaurant lief und daß er dann sah, wie Philip von zehn oder fünfzehn Fuß Entfernung auf Stoddard geschossen hat und daß Stoddard durch den Schuß herumgewirbelt wurde. Parker sagte, daß Lt. Oliver bereits getroffen war und am Boden lag. Zwischen den Aussagen der beiden Polizisten sagte ein afroamerikanischer Mann, Harold T. Davis, daß er auf den Parkplatz von Wendys und in eine Lücke gefahren war. Als er im Auto saß, kam Lt. Oliver am Parkplatz an. Davis sagte, daß er aus seinem Auto gestiegen wäre und aus einer Entfernung von zehn Fuß gesehen hätte, wie sich Lt. Oliver Philip näherte. Davis hockte sich nieder, als Stoddard angelaufen kam und die Polizisten begannen, mit Philip zu kämpfen. Davis beschrieb den kaltblütigen Mord durch Philip an Lt. Oliver. Er verließ die Zeugenkanzel um zu zeigen, wie Philip den altgedienten Polizisten erschoß. Die Jury sprach Philip leicht wegen Mordes ersten Ranges schuldig. Dann begann der Prozeß um das Strafmaß. Die Staatsanwaltschaft sagte der Jury, daß sie nicht einen, nicht zwei erschwerende Faktoren beweisen würden - sie würden fünf beweisen. Die Verteidigung sagte, daß sie Beweise anbieten würden. Nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Beweisvorlage abgeschlossen hatte, war es Zeit für die starke Verteidigung, die Philips Anwälte versprochen hatten. Einer seiner Verteidiger stand auf und sagte: "Die Verteidigung ruht". Sie präsentierten im Prozeß keinerlei Beweis. Der Staatsanwalt sagte: "Ich bin erstaunt !" Die Jury hörte fünf erschwerende Faktoren, aber keine mildernden Umstände. Philip Workman wurde verurteilt, am elektrischen Stuhl zu sterben. BEWEISE DER UNSCHULD Das 6. Berufungsgericht der Vereinigten Staaten lehnte am 10.05.1999 eine neue Anhörung ab. "Auch wenn dieses Gericht keine Ansicht ausdrückt, ob Workman tatsächlich unschuldig ist, falls das die Situation ist und der Anspruch auf Unschuld basiert auf neuen Beweisen, die zu spät entdeckt wurden, um einen Antrag auf einen neuen Prozeß auszufüllen, hat er Begnadigung verdient. (Herrera v. Collins, 506 U.S. 390, 417 -1993). Nach dem Gesetz von Tennessee kann der Gouverneur Gnade gewähren (Tenn. Code Ann. § 40-27-101), so kann Workman dem Gouveneur Beweise vorlegen, daß der tödliche Schuß von der Waffe eines anderen kam." Kapitalmord-Regel Sogar Anwälte werden verwirrt, wenn sie das Gesetz des Kapitalmordes dikutieren. Sie nehmen an, daß jeder Tod der während eines Kapitalverbrechens geschieht, dem Verbrecher eine Mordanklage einbringt. Aber das war eine seit langem bestehende Regel des Gewohnheitsrechtes und seit 1956 wird von den Berufungsgerichten von Tennessee eingestanden, daß ein Kapitalmord mehr sein muß, als ein Tod, der während eines Verbrechens geschieht. Wenn der Tod das direkte Resultat einer direkten Handlung des Täters oder eines Komplizen ist, ist es ein Kapitalmord. Aber wenn der Tod von jemandem verursacht wurde, der die Tat nicht begangen hat, ist es keiner. (Die Kapitalmord Regel) verlangt das der Mord von (dem Täter) "begangen" oder "versucht wurde zu begehen" zu sein hat. In diesem Beispiel geschah der Tod vielmehr aufgrund des Versuches, ein Verbrechen zu verhindern anstatt es zu begehen. Kapitalmord ist auf Taten beschränkt, die vom Angeklagten oder
seinen Komplizen begangen worden sind und die direkt zum Tode geführt
haben ...
HINTERGRUND Philip ist heute nicht mehr derselbe Mann, der am 05. August 1981 in ein Wendys Restaurant in Memphis ging und es mit vorgehaltener Schußwaffe ausraubte. 1981 war Philip drogensüchtig. Er konsumierte Drogen im vergeblichen Versuch, dem Schmerz und Leid in seinem Herzen zu entfliehen. Sein Leben war alles andere als ideal. Philips Vater war ein Soldat. Er ging um in Deutschland stationiert zu sein - und verließ seine Familie - als Philip ein Kind war. Philips Mutter verließ sie auch und schickte ihre Kinder zu den Großeltern. Als Philips Vater zurückkam, war er mit einer Frau verheiratet, die er drüben kennengelernt hat. Die Kinder zogen zu ihnen und wuchsen mit einem Vater auf der Alkoholiker war und sie regelmäßig schlug. Philip war ein Gefangener seiner Kindheit. Philip begann in jungem Alter von zuhause wegzulaufen, um den Schlägen zu entkommen. Die Lösung seines Vaters war es, Philip auf Besserungsanstalten zu schicken, letztendlich in die Reformschule in Gatesville, Texas (diese Schule wurde einige Jahre nachdem Philip abging als verfassungswidrig erklärt). In den Besserungsanstalten gingen die Schläge weiter, ausgeteilt sowohl von den Wächtern als auch von den Mitschülern. Philip wurde angeboten, aus Gatesville entlassen zu werden, aber er hätte zu seinem Vater zurückzukehren. Der Junge entschied sich dazu, einige weitere Jahre in der texanischen Institution zu verbringen. Philip ging, als man ihm sagte, daß er bei seinem Bruder Terry leben könnte. Philip fühlte sich dort wohl, aber bald bat ihn sein Bruder zu gehen und Philip mußte zu seinem Vater zurück. Im Versuch zu entkommen, ging Philip zur Army. Philips Drogenmißbrauch begann zu eskalieren. Hätten Philips Prozeßanwälte seine Erziehung, Familie und Kindheit untersucht, hätten sie klassische milderne Umstände gefunden. Sie hätten Informationen herausgefunden, die die Jury überzeugt hätten, daß lebenslang die angemessene Strafe gewesen wäre, anstellte von Tod. Wenn sie einen kritischen Blick auf die Beweise der Schuld geworfen hätten, hätten sie seriöse Bweise gefunden, um die Behauptungen des Staates zu widerlegen. BALLISTIK Dr. Bell führte die Autopsie für die Regierung durch und sagte vor Gericht aus. Er sagte der Jury, daß Lt. Oliver durch einen Durchschuß getötet worden war. In anderen Worten: die Kugel die den Polizisten getötet hat, ging total durch seinen Körper durch. Dr. Bells Autopsiereport zeigt, daß die Austrittswunde kleiner war als die Eintrittswunde. Jeder Experte, der die Beweise überprüfte, egal ob für den Staat oder für die Verteidigung, hat Lt. Olivers Wunde als einen "Durchschuß" charakterisiert. Die Polizei fand nach dem Raub Philips Waffe. Sie fanden heraus, daß sie mit 45-Kaliber "Silbertyp" Hohlspitzen Munition geladen war. Diese Kugeln mit niedriger Geschwindigkeit haben einen dünnen Metallmantel, der hinter die Kugel fällt, wenn sie ein Ziel trifft. Das weiche Metall breitet sich sofort aus, was die kinetische Energie in das Objekt transferiert, das es getroffen hat. Es ist extrem selten, daß eine Kugel dieser Art durch einen Körper durchgeht, sie sind dafür gemacht, darin steckenzubleiben um jemanden hinter dem Ziel zu schützen. Experten des FBI nahmen Philips Pistole und feuerten vor seinem Prozeß damit dieselbe Munition in einen Wassertank. Sie wurde für ballistische Vergleiche benutzt. Die Kugeln dehnten sich auf das Doppelte ihres ursprünglichen Durchmessers aus. Ein Wassertank wird für ballistische Tests verwendet, da er die Projektile nicht deformiert. Aber sogar der Wassertank verwandelte die langsamen Hohlkopfgeschosse in Pilze. Die Kugel die Lt. Oliver getötet hatte, ging durch sein Herz, beide Lungenflügel, den Magen und das Zwerchfell, bevor sie austrat. Es gab nur einen Pfad. Neulich meinte ein Richter, daß die Austrittswunde vielleicht durch ein Kugelfragment verursacht wurde. Wäre diese Kugel zerbrochen, hätte sie zusätzliche Pfade verursacht. Kein Fragment und keine Kugel hätte die Energie gehabt, durch den Körper und die Organe zu gelangen, diese Schäden zu verursachen, wie sie von der Autopsie bekannt sind und auszutreten. Dr. Bell untersuchte den Brustraum und die Organe und führte eine Öffnung der Bauchhöhle durch. Seine Autopsie zeigte, daß es keine Fragmente oder Kugeln gab, auch nicht in dem Blut, daß aus dem Brustkorb entnommen worden ist. Kein Experte hat jemals behauptet, daß die Kugel zerbrochen ist. Dr. Bell machte ein Diagramm der Eintritts- und Austrittswunde. Die Eintrittswunde war doppelt so groß wie die Austrittswunde. Dr. Kris Sperry, der Chefpathologe des Staates Georgia, überprüfte die Autopsieergebnisse und andere Beweise. Er berichtete, daß in 90 % der 30 bis 40 Wunden, die er untersucht hatte und die von Kugeln stammten, die der aus Philips Waffe ähnlich waren, die Kugel den Körper nicht verlassen hat. Bei den seltenen Gelegenheiten daß eine Kugel den Körper durchgeschlagen hat, war die Austrittswunde immer beteutend größer als die Eintrittswunde. Dr. Cyril Wecht ist der weltweit bekannteste Experte in forensischer Pathologie. Er beriet die Regierung im Robert Kennedy Mordfall, den Manson Morden und die Schießerei der Symbionese Liberation Army in den 1960er Jahren. Er war der führende forensische Experte des Untersuchungsauschusses für Mord des Representantenhauses und führte die neuerliche Untersuchung der Morde von John F. Kennedy und Reverend Martin Luther King durch. Dr. Wecht schrieb: "Es ist meine professionelle Meinung, basierend auf einen vernünftigen
Grad von medizinischer Gewißheit, daß die Schrotflintenwunde
von Lt. Ronald D. Oliver nicht zu der Sorte von Munition paßt, die
von Philip R. Workman verwendet wurde ...Ich glaube nicht, daß es
Mr. Workmans Waffe war, die den Schuß abfeuerte, der Lt. Oliver tödlich
verwundete."
Dr. Wecht sagte letztens in einem Interview, daß Lt. Olivers Wunde vollständig zu der Art von Hochgeschwindigkeitsmunition paßt, wie sie zum Zeitpunkt der Schießerei von der Polizei von Memphis verwendet wurde. DER ZEUGE HAROLD DAVIS Von allen Zeugen im Prozeß sagte nur ein Mann der Jury, daß er wirklich gesehen hat, wie Philip Lt. Oliver erschossen hat. Er war ein Afroamerikaner namens Harold Davis. Niemand sah Davis in dieser Nacht. Nicht die Polizei, nicht die Reporter und nicht die zivilen Zeugen. Und niemand sah sein Auto. Davis sagte aus, daß sich die Konfrontation vor den Türen von Wendys ereignet hat. Er sagte, daß Oliver sich Philip schnappte und daß Stoddard am Kampf teilnahm. Er sagte, daß er aus seinem Wagen steig und aus zehn Fuß Entfernung sah, wie Oliver sich Philip näherte. Er sagte, daß er niederhockte, als Stoddard angelaufen kam und die Polizisten mit Philip zu kämpfen begannen. Davis beschrieb den kaltblütigen, absichtlichen Mord an Lt. Oliver durch Philip. Er verließ die Zeugenkanzel um zu zeigen, wie Philip den verdienstvollen Polizisten erschoß. Davids Aussage paßte nicht zum Tatort. Tatsächlich paßte sie nur zu Stoddards Beschreibung der Ereignisse. Die tatsächliche Schießerei ereignete sich 60 Fuß entfernt auf einem anderen Parkplatz. Hier waren Lt. Oliver und Officer Stoddard, als die anderen Polizisten ankamen und Philip davonlaufen sahen. Hier wurden die Partonenhülsen, die Patrone und die Geldtasche gefunden. Jeder andere Augenzeuge, inklusive Stoddard, sagten korrekt aus, daß der Kampf am Parkplatz von Holiday Auto Parts geschah, nahe beim Parkplatz von Wendys. Unglaublicherweise saßen Philips Anwälte da und hörten Davids Aussage passiv zu. Sie hinterfragten niemals diesen großen Fehler in seiner Geschichte. Officer Parker kam direkt nach Oliver und Stoddard am Parkplatz an. Beim Prozeß sagte er der Jury was er getan und gedacht hatte, als er nach dem Räuber suchte. Officier Parkers Aussage beim Prozeß von Philip Workman: Ich suchte hauptsächlich nach - sie hatten an diesem Tag einen Rundruf erhalten, daß da ein Mann war - einem Schwarzen, der nur Wendys und McDonalds ausraubte und der sich zur Sperrstunde immer im Waschraum versteckte und einen Angestellten als Geisel nahm, wenn er hereinkam um ihn zu reinigen. Ich suchte einen Schwarzen, der vielleicht noch im Lokal war, da er sechs oder sieben Überfälle bereits getätigt hatte, einer davon drei Wochen zuvor beim McDonalds einen halben Block entfernt. Officer Parker sah Harold Dvis, der behauptete zehn Fuß entfernt gewesen zu sein und die Konfrontation zwischen Philip und den Polizisten gesehen zu haben, nicht. Er sah auch Davis Auto nicht. Davis scheint nicht auf der Zeugenliste auf, die noch am Tatort aufgenommen wurde. Sein Auto scheint nicht auf der Tatortskizze auf oder auf der Liste der Objekte am Tatort. Er erschien in dieser Nacht nicht auf der Polizeistation. Das erste Mal, daß Davis auftauchte und die ersten offiziellen Aussagen von ihm, geschahen nicht vor dem nächsten Tag, als er angeblich die Polizei von einem Motel aus anrief umd zu sagen, daß er am Ort der Schießerei war. |
|
|
|