| Ich habe ein Buch zum Thema Frauen, Mütter, die Kinder,
ihre Kinder sexuell missbrauchen, geschrieben, das nun endlich noch im
Januar erscheinen soll.
Der Titel lautet "Von der Mutter missbraucht" (ISBN-3-89704-270-3); das Buch erscheint im Scheffler-Verlag, Herdecke.
„Um daran zu glauben, dass eine Frau ihr eigenes Kind sexuell
missbrauchen würde, muss ein Mensch einflussreiche Stereotypen über
Mutterschaft und die Mutter-Kind-Beziehung anzweifeln, die unsere
Gesellschaft hegt und preist. Es fällt schwer, das Klischee einer von
Wohlwollen und Fürsorge geprägten Mutter-Kind-Beziehung aufzugeben,
selbst wenn unsere persönlichen Erfahrungen in scharfem Gegensatz zu
diesem Ideal stehen.“
Michele Elliott (1995, S. 67)
Frauen, die Kinder missbrauchen; Mütter, die vorwiegend auf ihre Söhne
und Töchter emotional und sexuell fixiert sind, manchmal sogar
ausschließlich – sind sie bittere Realität? Gibt es wirklich eine
Vielzahl von Müttern, bei denen die Grenze zwischen erlaubter
emotionaler Zuwendung, Liebkosung, Zärtlichkeit und verbotener Sexualität
ihren Kindern gegenüber fließend ist? Wie viele Mütter missbrauchen
„liebevoll“, mit physischer bzw. psychischer Gewalt ihre Kinder? Ist
der Mutter-Kind-Inzest im Vergleich zum Vater-Kind-Inzest harmloser?
Es gibt sie, diese Frauen. Die Medien sind voll mit Berichten über männliche Sexualstraftäter. Über Täterinnen gibt es kaum Informationen. Warum wird der weibliche Anteil an sexueller Gewalt, gerichtet gegen Kinder, fast ausnahmslos geleugnet?
• nicht nur Väter, sondern auch Mütter ihre Kinder sexuell missbrauchen; • Mütter vorwiegend ihre Söhne missbrauchen; • Mütter, die ihre Söhne missbrauchen, dies offenbar vorwiegend „zärtlich“ tun; • Mütter, die ihre Töchter missbrauchen, sie dabei sehr häufig malträtieren und quälen; • es bei den (Folge)Schäden für das kindliche Opfer keine Rolle spielt, ob der Täter weiblich oder männlich ist; • bei Müttern (Frauen) im Vergleich zu Vätern (Männern) von einer sehr viel höheren Missbrauchsrate, als bisher angenommen wurde, auszugehen ist; • alleinerziehende Mütter unter den weiblichen Missbrauchern überproportional vertreten sind; • Mütter (Frauen) als Kindesmissbraucherinnen in der Gesellschaft, in den Medien und der Forschung kaum wahrgenommen werden. Die Frauen, die eingestehen, dass auch ihr eigenes Geschlecht fähig ist, Kinder sexuell zu missbrauchen, sind fälschlicherweise der Ansicht, dass im Unterschied zu missbrauchenden Männern das Verhalten der missbrauchenden Frauen weniger schädigend ist und mildere Formen aufweist. Mit ihrer aus Verleugnung, Verharmlosung und Verfälschungen bestehenden Erklärungen werden sie durch zahlreiche Feministinnen unterstützt, die über den sexuellen Kindesmissbrauch durch ausschließlich männliche Täter geschrieben haben. Würde es wirklich zutreffen, dass Frauen im Vergleich zu Männern wesentlich weniger gewalttätig sind, so wird man sich der Frage nicht entziehen können: Wie kommt es denn dann in einer Vielzahl von Missbrauchsfällen durch Frauen zu brutalsten Gewalthandlungen, teilweise sogar zu sadistischen Handlungen, die der Folter gleichen? Es muss sogar die Frage erlaubt sein, ob diese Gewaltanwendungen, die von Frauen – insbesondere Müttern – verübt werden, in Form und Intensität die körperlichen Gewalttaten männlicher Täter in einer nicht nachvollziehbaren Art und Weise weit übertreffen. Dem Verfasser jedenfalls sind bis heute keine Fälle bekannt geworden, in denen Männer, insbesondere (Stief-)Väter an Kindern derartig brutale, sadistische und perverse Gewalthandlungen vollzogen haben, wie Frauen es getan haben (womit auf keinen Fall jene schlimme Gewalt, die von Männern, (Stief-)Vätern beim sexuellen Kindesmissbrauch angewandt wird, verharmlost werden soll!). Dem Verfasser ist überdies aufgefallen, dass insbesondere Mütter bei den sexuellen Gewalthandlungen die Töchter dazu zwingen, mit Gegenständen und, in vielen Fällen, sogar mit ihren kindlichen Fingern und Händen, ihnen, den Müttern, mittels vaginaler Penetration Orgasmen zu verschaffen. Es sind missbrauchende Mütter, die auch nicht davor zurückschrecken, ihre Töchter vaginal mit Gegenständen, Fingern, Händen und anderen Formen genitaler Manipulation zu penetrieren und zu malträtieren. Die Söhne, die zum Lustobjekt sowie zum Liebes- und Partnerersatz erkoren werden, sind hier offenbar eher selten betroffen. Mütter scheinen auch bei der körperlichen Misshandlung und Züchtigung ihrer Töchter im Vergleich zu ihren Söhnen brutaler vorzugehen. „Betrachtet man die körperlichen Misshandlungen bei Mädchen und Jungen getrennt“, so Richter-Appelt und Tiefensee (1996 a, S. 371) in ihrer Studie, „so fällt auf, dass Mädchen eher von der Mutter geohrfeigt oder eingesperrt, an den Haaren gerissen und mit Gegenständen verprügelt werden. Selbst Verbrennungen wurden bei den Mädchen eher von der Mutter vorgenommen als vom Vater. Die Männer hingegen gaben an, Ohrfeigen, Prügel und Tritte eher vom Vater erhalten zu haben. Von der Mutter wurden sie eher eingesperrt oder an den Haaren gerissen.“ Nicht nur die Öffentlichkeit, Medien, Forschung, auch die parteilich-feministischen Beratungs- und Hilfsvereine für missbrauchte Opfer werden sich mit der Tatsache anfreunden müssen, dass es eine Vielzahl von Frauen gibt, die eigene oder fremde Kinder misshandeln, quälen, erniedrigen und sexuell missbrauchen. Sie werden zu begreifen haben, dass nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen Opfer sexuellen Missbrauchs und sexueller Gewalt durch Mädchen und Frauen sind, die der Hilfe bedürfen. Sie werden sich eingestehen müssen, dass das Feindbild: Jungen und Männer sind generell (zumindest potentielle) Missbraucher, ein Mythos ist, der zu keinem Zeitpunkt stimmt oder gestimmt hat. Und sie werden insbesondere die Geschichte über den sexuellen Kindesmissbrauch und somit ihre feministische Forschung und Praxis, die Gewalt gegen Mädchen und Frauen als eine ausschließlich männliche, patriarchalische Gewalt benannt hat, die sich nur gegen Mädchen als Mädchen und Frauen als Frauen richtet, umschreiben müssen. Das gilt auch für nicht parteilich-feministische Beratungs- und Hilfsvereine. Früher die Frauenbewegung, heute die parteilich-feministischen Beratungs- und Hilfsvereine und deren (radikal) parteilich-feministischen Protagonistinnen der sexuellen Missbrauchsbewegung, werden sich weiter fragen müssen: Wenn Frauen das strukturell vorgegebene Machtverhältnis zu Kindern gewaltförmig ausnutzen und sexualisieren, gibt es dann noch eine Begründung und Legitimation für den Feminismus? Haben sie das Recht, Männer wegen der von ihnen verübten Gewalttaten anzuklagen, wenn ihr eigenes Geschlecht Macht und Gewalt ausübt, indem es (eigene) Kinder misshandelt und/oder sexuell missbraucht? Der weibliche Anteil an Gewalt und sexuellen Missbrauchsdelikten wird fast ausnahmslos geleugnet und totgeschwiegen. Insbesondere feministische Autorinnen, die zahlreich zum Thema publiziert haben, verschweigen entweder diese Tatsache oder erwähnen es am Rande, sie bagatellisieren und relativieren es gleichzeitig. Ihre Befürchtung: Wenn man die Tatsache anerkennt, dass es Frauen und Mütter gibt, die Kinder, ihre Kinder sexuell missbrauchen, könnte man zum Schluss kommen, dass es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede beim sexuellen Missbrauch gibt. Dies wiederum habe möglicherweise eine Rückkehr zu geschlechtsneutraler Theorie und Praxis zur Folge. Zudem führe dies zu einer Relativierung und Umschreibung der Geschichte des sexuellen Kindesmissbrauchs. Zu groß ist die Angst, dass die öffentliche Diskussion über missbrauchende Frauen und Mütter den Feminismus, aber auch die vorwiegend feministisch geprägten Hilfs- und Beratungsstellen in Frage stellen und in ihren Grundmauern erschüttern könnte. Die Mutter als Kindesmissbraucherin fügt sich nicht in das feministische Bild von der Frau als Opfer patriarchalischer Gewalt. Zum feministischen Bild gehört es zwangsläufig, den sexuellen Missbrauch von Kindern immer nur in Verbindung mit männlicher Macht und Aggression zu sehen: In erster Linie wurden ausschließlich Mädchen als – potentielle – Opfer männlicher sexueller Gewalt begriffen. Die Jungen wurden den gewalttätigen Männern gleichgestellt: sie waren nach der feministischen Doktrin und Ideologie – wie auch ihre älteren, erwachsenen Geschlechtsgenossen – mindestens potentielle Mädchen- und Frauenvergewaltiger. Dieses jungen- und männerfeindliche Gesamtbild wird auch heute noch von der (radikal-)feministischen Bewegung, die wiederum sehr von in ihrer Kindheit missbrauchten weiblichen Opfern und lesbischen und radikalen Frauen dominiert ist, suggeriert. Dieses (radikal-)feministische Gesamtgebilde schlägt sich auch auf die (Frauen-)Forschung nieder: Während es über missbrauchende Männer, Väter, Stiefväter mittlerweile unzählige Fachbücher, Beiträge in Fachzeitschriften, Studien und Untersuchungen gibt, existiert über missbrauchende Frauen, Mütter, Stiefmütter usw. hingegen kein derartiges Konvolut an Materialien. Die mit diesem jungen- und männerfeindlichen Gesamtbild zusammenhängende exzessive Missbrauchskampagne – insbesondere die in den neunziger Jahren (an dieser Stelle sei erinnert an die „Wormser“, „Montessori“ und „Nordhorner“ Prozesse) – zeigt unstrittig, dass viele kindliche Opfer, die nie Opfer sexuellen Missbrauchs waren, erst durch den Aufdeckungseifer und die Verfolgungssucht selbsternannter „Missbrauchsjägerinnen“, „Aufdeckerinnen“ und „Aufklärerinnen“ (und deren von Absolutismus geprägte Parteilichkeit) viktimisiert worden sind. Für den Verfasser stellen sich in dem Zusammenhang folgende Fragen: • Findet insbesondere in den parteilich-feministischen Beratungs- und Hilfsvereinen eine Instrumentalisierung der kindlichen Opfer zu Gunsten von Feminismus und deren „Kampf gegen das Feindbild Mann“ statt? • Werden kindliche (mutmaßliche) Opfer benutzt im „Krieg gegen das Patriarchat“, im „Krieg gegen den männlichen Phallus“? Dass die Instrumentalisierung von missbrauchten und nicht-missbrauchten Kindern tatsächlich bittere Realität zu sein scheint, bestätigte dem Verfasser eine frühere Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für missbrauchte Mädchen und Frauen (siehe hierzu das Interview auf Seite XXX). „Wir haben die Kinder benutzt“, gesteht die Beraterin im Interview, „die, die wirklich missbraucht worden sind, und die, die erkennbar nicht missbraucht wurden, und die wir trotz dieses Wissens zu Opfern erklärt haben. So wird aus dem sexuell missbrauchtem Opfer noch einmal ein Opfer. Und das nicht missbrauchte Kind wird so erst erklärtermaßen zu einem Opfer gemacht. Sie sind alle auch Opfer der parteilich-feministischen Aufklärungs- und Hetzkampagne und des feministischen Krieges gegen alles Männliche.“ Und über die hochsuggestive Aufdeckungsarbeit berichtet sie: „Natürlich war auch mir bewusst, dass das ständige Fragen, Abfragen, Nachfragen die Kinder verunsichert, verwirrt, verängstigt hat, das ist gar keine Frage. Und natürlich haben die Kinder darunter gelitten. Die Befragung beinhaltete immer das uneingeschränkte Ziel, mit absoluter Präzision hinsichtlich der Suggestion an die Kleinen massiv heranzutreten. Die Fragestellung, geprägt durch die Parteilichkeit, war entsprechend hochsuggestiv. Die Aufdeckungsarbeit mit Hilfe anatomischer Puppen und Kinderzeichnungen wurde von uns völlig voreingenommen betrieben. Wir haben entsprechend total willkürliche Deutungen vorgenommen. Wir haben in allem immer nur ‚Signale‘, Indikatoren für einen sexuellen Missbrauch sehen wollen. Maßgeblich bei der Diagnostik waren immer unsere eigenen aggressiven Phantasien, die die bewusste Vorstellung prägten, der Missbrauch habe bei jedem einzelnen Kind auch tatsächlich stattgefunden. Und wir haben unsere eigenen Missbrauchserfahrungen und die hieraus resultierende Verzweiflung, Wut, Aggressionen, ja Hass auf alle Männer und Väter in die Kinder hineinprojiziert. Die Befragung der Kinder war eindeutig eine Gehirnwäsche: Den ‚Erinnerungen‘ der Mädchen haben wir nachgeholfen, sie notfalls korrigiert, wenn uns die Antworten nicht zufrieden stellten. Wir haben ihnen dann Worte, Sätze in den Mund gelegt, ja aufgedrängt. Auch ich verfolgte unentwegt das Ziel, aus diesen Mädchen Opfer zu machen, egal, ob sie nun sexuell missbraucht wurden oder nicht. Wir haben, nein, wir wollten selbst fest daran glauben, dass jedes der Kinder tatsächlich Opfer von brutaler Männergewalt geworden ist. Deshalb der Slogan: ‚Wir glauben jedem Opfer, denn in solchen Fällen lügen Kinder nicht‘.“ Warum gibt es sehr interessierte Kreise, die in unverantwortlicher Weise wider besseres Wissen mit Horrorzahlen über die Häufigkeit sexuellen Kindesmissbrauchs jonglieren? Ist die Beantwortung dieser Frage in der Tatsache zu finden, dass eine langlebige Legitimation und Existenzberechtigung der Beratungs- und Hilfsvereine, vor allem jener, die parteilich-feministisch orientiert und geprägt sind, erst dann gewährleistet ist, wenn man öffentlichkeitswirksam mit Horrorzahlen durchs Land zieht (wie eben viele fast ausschließlich parteilich-feministische Protagonistinnen erkannt haben)? Anders gefragt: Ist es die Angst, ein schwer erkämpftes Terrain – konkret: das „Monopol“, das sie beim Thema sexueller Kindesmissbrauch innehaben – kampflos aufgeben zu müssen – mit der Folge, dass sie nach einer neuen Legitimation und somit Existenzberechtigung händeringend suchen müssten? Mindestens 300 000 missbrauchte Kinder jährlich: eine Horror-Zahl, die seit 1984 in den Medien und in zahlreichen Fachbüchern immer wieder gebetsmühlenartig genannt und wiederholt wird. Für den Verfasser steht außer Frage: Das Jonglieren mit dem Leid der tatsächlich sexuell missbrauchten Kinder zugunsten der Missbrauchs-Aufklärungs-Kampagne ist verantwortungslos. Dem Verfasser stellt sich in dem Zusammenhang die Frage: Würde die Zahl 300 000 (und mehr) vielleicht erst dann Realität, d.h. wirklich stimmen, • wenn man viel mehr um Sachlichkeit und Objektivität bemüht und insbesondere in der Hell- und Dunkelfeldforschung die Bereitschaft vorhanden wäre, die Mutter und Frau ebenfalls als Täterin, als Kindesmissbraucherin zu berücksichtigen; • wenn die von (Radikal-)Feministinnen und der (radikal-)feministischen Missbrauchsforschung sehr großzügig und weit ausgelegten Missbrauchsdefinition auch auf missbrauchenden Mütter (und Frauen) Anwendung finden würde; • wenn männliche wie weibliche Missbrauchsopfer ihr Schweigen, die „Mauer des Schweigens“ aufgeben bzw. zum Einsturz bringen? Wie hoch würde der tatsächliche weibliche Täteranteil ausfallen? Das Schweigen der Opfer beiderlei Geschlechts verdeckt unstrittig das ganze Ausmaß der sexuellen Gewalt durch Frauen und Mütter. Das vorliegende Buch soll genau aus dem Grund auch männliche und weibliche Opfer von weiblichen Tätern ermutigen, aufzubegehren und sich an die Öffentlichkeit und Strafjustiz zu wenden. Solange sie schweigen, profitieren die weiblichen Kinderschänder sowie die (radikal-)feministische Bewegung. Wie das hier vorliegende Buch beweist, muss mit Blick auf die aufgeführten Fakten die Geschichte des sexuellen Kindesmissbrauchs umgeschrieben, wenn nicht gar neu geschrieben werden. Hierfür spricht bereits folgender Tatbestand: Die Missbrauchsrate für weibliche Täter, die in internationalen Studien mit bis zu 80 Prozent und in nationalen (deutschen) Studien bis zu 40 Prozent angegeben werden, zeigen unstrittig, dass in der gesamten Missbrauchsforschung und Öffentlichkeit dringend ein Umdenkungsprozess sowie eine Diskussion über Frauen und Mütter als Kindesmissbraucherinnen stattfinden muss. Möglicherweise findet dieser Umdenkungsprozess bei den Müttern bereits statt? Der Bremer Soziologe und Universitätsprofessor Gerhard Amendt (1993, S. 2, 3) befragte im Rahmen einer Studie im Frühjahr 1992 unter Berücksichtigung der alten und neuen Bundesländer 903 Frauen u. a. über die Grenzen, die sie in „ihrer Beziehung zum Sohn ziehen, welche sie nicht ziehen, wie sie das tun, und welche Widersprüche sich dabei für ihre Gefühlswelt ergeben und welche Gefühle sie häufig außer acht lassen“. Ein Ergebnis von Amendts (1993, S. 30) Befragung sei an dieser Stelle wiedergegeben: „Das erstaunliche und allen gängigen Weiblichkeitsideologien widersprechende Ergebnis ist, dass nur 4,1 % der Frauen der Ansicht sind, dass ‚Mütter ihre Söhne nicht missbrauchen‘. Im Westen beträgt der Anteil sogar nur 2,0 %, im Osten hingegen 6,1%. ‚Dass Mütter es viel seltener tun (als Väter)‘ ist die Meinung von 64,5 % aller Frauen. Wobei auch hier der Anteil im Osten etwas höher liegt (im Osten: 69,5 %, im Westen: 59,6 % - Anm. d. Verf.). ‚Mütter machen es anders‘ ist die Meinung von 41 % der Frauen in den westlichen und 28,1 % in den östlichen Bundesländern (35 % aller Frauen vertreten diese Meinung - Anm. d. Verf.).“
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Alexander Markus Homes
"Gottes
Tal der Tränen" (3-89704-164-2), das 2001 im
Scheffler-Verlag
www.Scheffler-Verlag.de erschienen ist, hinzuweisen?
Das Buch beschäftigt sich insbesondere mit physischer, psychischer,
verbaler und sexueller Gewalt (beispielsweise missbraucht eine Nonne
ein Kind) in konfessionellen Heimen.
In diesem Buch wird das Leben von jungen Menschen in einem von einem
Priester und Nonnen geleiteten katholischen Heim geschildert: Aus der Innenwelt dieses Heimes beschreibt der Autor die körperliche und seelische Gewalt, die Demütigung, Erniedrigung und Ablehnung, die Ängste, Schmerzen und Trauer, die Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit sowie den sexuellen Missbrauch, denen Kinder im "Namen Gottes" durch Nonnen, den Priester und Erzieherinnen im Heim der traurigen Kinder hilflos ausgeliefert sind. Aber auch die unerfüllten Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte nach Wärme, Geborgenheit und Zärtlichkeit der Opfer der "Schwarzen Pädagogik" werden geschildert. Das Erleben von Gewalt in ihren schlimmsten Formen, der die Kinder durch eine Nonne hilflos und wehrlos ausgesetzt sind, ist für diese jungen Menschen das Durchleben der Hölle auf Erden. Diese Nonne, Schwester Emanuela, wird im Verlauf der Handlung in sich steigender Form zum Synonym für brutalste Gewalt. Wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch der langsame, körperliche wie auch seelische Verfall der Kinder: Am Anfang ihrer "Heim-Karriere" waren diese Kinder oft noch Kinder, auch wenn sie zuvor im Elternhaus misshandelt wurden. Doch im Verlauf ihres "Heim-Lebens" hat man sie durch die psychische, physische und verbale Gewalt ("Gott wird euch bestrafen; für euch ist nicht der Himmel, sondern die Hölle und das Fegefeuer bestimmt!"), aber auch durch medikamentöse Ruhigstellung, Stück für Stück ihrer Kindheit (und: Unschuld) beraubt! Diese "Kinder" haben die kindliche Spontaneität verloren: Diese "Kinder" lachen nicht mehr, sie können nicht mehr glücklich sein und keine Gefühle zeigen. Aus der Innenwelt der (sexuell) missbrauchten Kinder heraus wird das hilflose Ausgeliefertsein, die tiefe gefühlsmäßige Abneigung durch die Erwachsenen, die großen Schmerzen und Ängste, die sich immer tiefer in die Kinderseelen hineinfressen, geschildert.
Aus dem Buch: "Wenn wir bedroht, bestraft, geschlagen,
misshandelt wurden,
so haben die Nonnen - stellvertretend - im Auftrag Gottes gehandelt: Es waren Gottes Worte, Gottes mahnende und aggressive Blicke, Gottes Hände, Gottes Füße, die uns beschimpften, demütigten, bestraften, prügelten. Es war Gottes Wille: Die uns auffressenden Ängste, Schmerzen, Trauer, Vereinsamung, die sich immer tiefer in unsere Seelen hineinbohrte und hineinfraß. Wir hatten unsere Kindheit Gott und seinem Sohn Jesus Christus zu verdanken."
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