Der Garten des Paradieses |
nach H. C. Andersen |
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Es war einmal ein Königssohn; niemand hatte so viele und
schöne Bücher wie er; alles,
was in dieser Welt geschehen, konnte er darin lesen und die Abbildungen in
prächtigen Kupferstichen erblicken. Von jedem Volke und jedem Lande
konnte er
Auskunft erhalten; aber wo der Garten des Paradieses zu finden sei, davon
stand kein Wort
darin; und der, gerade der war es, an den er am meisten dachte.
Seine Großmutter hatte ihm erzählt, als er noch ganz klein war,
aber anfangen sollte
in die Schule zu gehen, das jede Blume im Garten des Paradieses der süßeste
Kuchen und die
Staubfäden der feinste Wein wären; auf der einen ständen Geschichte,
auf der ändern
Geographie oder Tabellen; man brauche nur Kuchen zu essen, so könne
man seine Lektion;
je mehr man speise, um so mehr Geschichte, Geographie und Tabellen habe man
inne.
Das glaubte er damals. Aber schon, als er ein größerer Knabe wurde,
mehr lernte und
klüger ward, begriff er wohl, das eine ganz andere Herrlichkeit im Garten
des Paradieses
vorhanden sein müsse.
"
O, weshalb pflückte doch Eva vom Baume der Erkenntnis? Weshalb speiste
Adam
von der verbotenen Frucht? Das sollte ich gewesen sein, so wäre es nicht
geschehen! Nie
würde die Sünde in die Welt gekommen sein!"
Das sagte er damals und das sagte er noch, als er siebzehn Jahre alt war.
Der Garten
des Paradieses erfüllte alle seine Sinne
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