Bogenturniere 2003 ( Seite1 )
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Gruppe aus dem Tartarus
 
Horch-wie murmeln des empörten Meeres,
wie durch hohler Felsen Becken
weint ein Bach, stöhnt dort dumpfigtief
ein schweres-leeres, qualgepreßtes Ach!
Schmerzen verzerret ihr Gesicht-
Verzweiflung sperret ihren Rachen
fluchend auf. Hohl sind ihre  Augen-
ihre Blicke spähen bang nach des
Cocytus Brücke, folgen tränend
seinem Trauerlauf.
 
Fragen sich einander ängstlich leise:
Ob noch nicht Vollendung sei?
Ewigkeit schwingt über ihnen Kreise,
bricht die Sense des Saturns entzwei.
 
Friedrich Schiller
Die Bilder auf diesen, oberen Abschnitt,
sind von den Turnier bei den Baden-Bowmen.
Dieses fand am 7./8.06.03 ( Pfingsten ) statt
und wird von den Ausrichtern immer excellent
gestellt. ( Alle Bogenklassen )





An Schwager Kronos
 
Spude dich, Kronos!
Fort den rasselndenTrott!
Bergab gleitet der Weg;
ekles Schwindeln zögert
mir vor die Stirne dein Haudern.
 
Frisch den holpernden
stock Wurzeln Steine
den Trott, rasch ins
Leben hinein.
 
Nun schon wieder
den eratmenden Schritt
mühsam Berg hinauf.
Auf denn, nicht träge denn!
Strebend und hoffend an.
 
Weit hoch herrlich der Blick
rings ins Leben hinein
vom Gebürg zum Gebürg,
über der ewige Geist ewigen
Lebens ahndevoll.
 
Seitwärts des Überdachs
Schatten zieht dich an
und der Frischung verheißende
Blick auf der Schwelle des
Mädchens da.- Labe dich!-
Mir auch, Mädchen, diesen
schäumenden Trunk und den
freundlichen Gesundheitsblick!
 
Ab dann, frischer hinab!
Sieh, die Sonne sinkt.
Ehe sie sinkt, eh mich faßt
Greisen in Moore Nebelduft,
entzahnte Kiefern schnattern
und das schlockernde Gebein-
 
Trunknen vom letzten Strahl
reiß mich, ein Feuermeer
mir im schäumenden Aug.
Mich Geblendeten, Taumelnden
in der Hölle nächtliches Tor!
 
Töne, Schwager, dein Horn,
rassle den schallenden Trab,
daß der Orkus vernehme,
ein Fürst kommt,
drunten von ihren Sitzen
sich die Gewaltigen lüften.
 
Johann Wolfgang Goethe
 

Die folgenden Bilder sind vom Keltenturnier.
Dieses fand zur Mittsommerwende, im
Hochschwarzwald ( Hof ), Gemeinde Fröhnd,
am 21./22.06.03, statt. Hier auch wieder
herrliches Wetter und schwierige und weite
Schüsse. Herrliche Landschaft und viel
Adlerfarn ( welcher ein gutes Mittel gegen
Zecken ist ), setzt aber vom Gelände her
gute Kondition vorraus. ( Nur traditionell )













Mein Herz ist im Hochland,
Mein Herz ist nicht hier:
Mein Herz ist im Hochland,
im waldgen Revier.
Da jag ich das Rotwild,
da folg ich dem Reh,
mein Herz ist im Hochland,
wo immer ich geh.
 
Mein Norden, mein Hochland,
lebt wohl, ich muß ziehn;
du Wiege von allem,
was stark und was kühn,
doch, wo ich auch wandre
und wo ich auch bin,
nach den Hügeln des
Hochlands steht allzeit
mein Sinn.
 
Lebt wohl, ihr Gebirge
mit Häuptern voll Schnee,
ihr Schluchten, ihr Täler,
du schäumende See,
ihr Wälder, ihr Klippen,
so grau und bemoost,
ihr Ströme, die zornig durch
Feldern ihr tost.
 
Mein Herz ist im Hochland,
mein Herz ist nicht hier:
mein Herz ist im Hochland,
im waldgem Revier.
Da jag ich das Rotwild,
da folg ich dem Reh,
mein Herz ist im Hochland,
wo immer ich geh.