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Verschiedene Andere Unternehmen 3 |
Die Götter Griechenlands Da ihr noch die schöne Welt regieret, an der Freuden leichtem Gängelband selige Geschlechter noch geführet, schöne Wesen aus dem Fabelland! Ach, da euer Wonnedienst noch glänzte, wie ganz anders, anders war es da! Da man deine Tempel noch bekränzte, Venus, Amathusia! |
Da der Dichtung zauberische Hülle sich noch lieblich um die Wahrheit wand,-durch die Schöpfung floß da Lebensfülle, und, was nie empfinden wird, empfand. An der Liebe Busen sie zu drücken, gab man höhern Adel der Natur, alles wies den eingeweihten Blicken, alles eines Gottes Spur. |
Wo jetzt nur, wie unsre Weisen sagen, seelenlos ein Feuerball sich dreht, lenkte damals seinen goldnen Wagen Helios in stiller Majestät. Diese Höhen füllten Oreaden, eine Dryas lebt' in jenem Baum, aus den Urnen lieblicher Najaden sprang der Ströme Silberschaum. |
Das Evoe munterer Thyrsusschwinger und der Panther prächtiges Gespann meldeten den großen Freudebringer, Faun und Satyr taumeln ihm voran; um ihn springen rasende Mänaden, ihre Tänze loben seinen Wein, und des Wirtes braune Wangen laden lustig zu dem Becher ein. |
Schöne Welt, wo bist du? Kehre wieder, holdes Blütenalter der Natur! Ach, nur in dem Feenland der Lieder lebt noch deine fabelhafte Spur. Ausgestorben trauert das Gefilde, keine Gottheit zeigt sich meinem Blick; ach, von jenem lebenswarmen Bilde blieb der Schatten nur zurück. |
Unbewußt der Freuden, die sie schenket, nie entzückt von ihrer Herrlichkeit, nie gewahr des Geistes, der sie lenket, selger nie durch meine Seligkeit, fühllos selbst für ihres Künstlers Ehre, gleich dem toten Schlag der Pendeluhr, dient sie knechtisch dem Gesetz der Schwere, die entgötterte Natur. |
Morgen wieder neu sich zu entbinden, wühlt sie heute sich ihr eignes Grab, und an ewig gleicher Spindel winden sich von selbst die Monde auf und ab. Müßig kehrten zu dem Dichterlande heim die Götter, unnütz einer Welt, die, entwachsen ihrem Gängelbande. sich durch eignes Schweben hält. |
Ja, sie kehrten heim, und alles Schöne, alles Hohe nahmen sie mit fort, alle Farben, alle Lebenstöne, und uns blieb nur das entseelte Wort. Aus der Zeitflut weggerissen, schweben sie gerettet auf der Pindus Höhn: was unsterblich im Gesang soll leben, muß im Leben untergehn. Friedrich Schiller |
Gotenzug " Gebt Raum, ihr Völker, unserm Schritt: Wir sind die letzten Goten! Wir tragen keine Krone mit- wir tragen einen Toten. Mit Schild an Schild und Speer an Speer wir ziehn nach Nordlands Winden, bis wir im fernsten grauen Meer die Insel Thule finden. |
Das soll der Treue Insel sein, dort gilt noch Eid und Ehre: Dort senken wir den König ein im Sarg der Eichenspeere. Wir kommen her- gebt Raum dem Schritt- aus Romas falschen Toren: Wir tragen nur den König mit-- die Krone ging verloren." Felix Dahn |
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König Jakob sprang herab vom Pferd, hell leuchtete sein Gesicht, aus der Scheide zog er sein breites Schwert,aber fallen ließ er es nicht. " Nimm's hin, nimm's hin und trage es neu und bewache mir meine Ruh', der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du. |
Zu Roß, wir reiten nach Linlithgow und du reitest an meiner Seit', da wollen wir fischen und jagen froh als wie in alter Zeit. Theodor Fontane |
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Verschiedene Andere Unternehmen 3 |
Unser Übernachtungscamp in der Nähe des Belchen, Mitte Februar 2003. Viele Minusgrade und abends stürmische Windverhältnisse, Schneeschuhe waren angebracht und der Fotoapparat war mit der Kälte auch nicht immer einverstanden, aber trotzdem wie immer ein fortwährendes und herausforderndes Erlebniss. |
Archibald Douglas " Ich hab es getragen sieben Jahr, und ich kann es nicht tragen mehr, wo immer die Welt am schönsten war, da war sie öd und leer. Ich will hintreten vor sein Gesicht in dieser Knechtsgestalt, er kann meine Bitte versagen nicht, ich bin ja worden alt, |
und trüg er noch den alten Groll, frisch wie am ersten Tag, so komme, was da komme soll und komme, was da mag." Graf Douglas spricht's. Am Weg ein Stein lud ihn zu harter Ruh', er sah in Wald und Feld hinein, die Augen fielen ihm zu. |
Er trug einen Harnisch, rostig und schwer, darüber ein Pilgerkleid- da horch, vom Waldrand scholl es her wie von Hörnern und Jagdgeleit. Und Kies und Staub aufwirbelte dicht, herjagte Meut und Mann, und ehe der Graf sich aufgerich't, waren Roß und Reiter heran. |
König Jakob saß auf hohem Roß, Graf Douglas grüßte tief, dem König das Blut in die Wange schoß, der Douglas aber rief: " König Jakob, schaue mich gnädig an und höre mich in Geduld, was meine Brüder dir angetan, es war nicht meine Schuld. |
Denk' nicht an den alten Douglas- Neid, der trotzig dich bekriegt, denk' lieber an deine Kinderzeit, wo ich dich auf den Knien gewiegt, Denk' lieber zurück an Stirling- Schloß, wo ich Spielzeug dir geschnitzt, dich gehoben auf deines Vaters Roß und Pfeile dir zugespitzt. |
Denk' lieber zurück an Linlithgow, an den See und den Vogelherd, wo ich dich fischen und jagen froh und schwimmen und springen gelehrt. O denk' an alles, was einsten war, und sänftige deinen Sinn, ich hab' es getragen sieben Jahr, daß ich ein Douglas bin." |
" Ich seh' dich nicht, Graf Archibald, ich hör' deine Stimme nicht, mir ist, als ob ein Rauschen im Wald von alten Zeiten spricht. Mir klingt das Rauschen süß und traut, ich lausch' ihm immer noch, dazwischen aber klingt es laut: Er ist ein Douglas doch. |
Ich seh' dich nicht, ich höre dich nicht, das ist alles, was ich kann, ein Douglas vor meinem Angesicht wär' ein verlorener Mann." König Jakob gab seinem Roß den Sporn, bergan ging jetzt sein Ritt, Graf Douglas faßte den Zügel vorn und hielt mit dem König Schritt. |
Der Weg war steil, und die Sonne stach, und sein Panzerhemd war schwer, doch ob er schier zusammenbrach, er lief doch nebenher. " König Jakob, ich war dein Senneschall, ich will es nicht fürder sein, ich will nur warten dein Roß im Stall und ihm schütten die Körner ein. |
Ich will ihm selber machen die Streu und es tränken mit eigener Hand, nur laß mich atmen wieder aufs neu die Luft im Vaterland. Und willst du nicht, so hab' einen Mut, und ich will es danken dir, und zieh dein Schwert und triff mich gut und laß mich sterben hier." |
Letzten 3 Strophen auf der linken Seite. |
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