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Schachfiguren Tutenchamun Pharao aus Kunststein, handbemalt |
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202 Surprising Checkmates von Fred Wilson, Bruce Alberston Taschenbuch 1998 112 Seiten |
In diesem Extracookie will ich kurz die vier wichtigsten Bauernregeln formulieren und erläutern. Keine dieser Regeln ist dem fortgeschrittenen Spieler fremd an sich, vielmehr wenden die meisten Spieler diese Prinzipien intuitiv an - viele würden sich jedoch dagegen sträuben, derartige Verallgemeinerungen in ihre Kalkulationen einzubeziehen. Es kann aber nicht schaden, auch einmal völlig bewußt Stellungen im Lichte dieser Dogmen zu betrachten, zu beurteilen oder auf Basis einer Regel zu planen. Zudem kann das Bedenken dieser Regeln weniger erfahrenen Spielern vielleicht ein Konzept in die Hand geben, mit dem sie vorerst Entscheidungen vereinfachen oder auf dessen Basis sie besser planen können. Man vergesse aber nicht, daß beim Schach die Ausnahme die Regel ist oder das man beruhigt eine Bauernregel verwerfen kann, wenn man für den "Regelbruch" in anderer Währung Kasse macht... oder natürlich, wenn die Regel in diesem speziellen Fall nicht zutrifft ;-) .
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1... f4 2. gxf4 f5 3. Kc6 f6 4. Kd6 Kxb7 5. Ke6 1-0
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Das Diagramm oben zeigt anschaulich die verheerende Blockadewirkung nur eines blassen Bauern gegen gleich drei melanöse Kollegen. Mit 1.b5 wird die schwarze Bauernphalanx völlig lahmgelegt.
By the way, ein kleiner Endspieltest:
Kann Weiß hier gar gewinnen ? Geben Sie ihr Votum durch Clicken ab: JA oder NEIN . Denken Sie daran: Das
Mittelspiel ist immer auch die Vorbereitung auf das Endspiel und wenn dann
ein gegnerisches Bauernpärchen von einem ihrer Bauern "lahmgelegt" wird, haben
Sie sozusagen im Endspiel einen Bauern mehr ! Betrachten Sie die folgende
Stellung:
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Man kann sich mit Schwarz jetzt die Stellung so richtig schön "versauen" (Das liebe ich !), indem man z.B. 1...h5?? zieht und Weiß dann mit 2.a4 , 3.a5 und 4.b5 das Remis sicher stellt. Aber natürlich tut so etwas ja niemand, sondern zieht brav 1...b5 und erreicht damit natürlich Gewinnstellung, z.B. 2.Kg4 Ke5 3.Kh5 Kd4 4.Kxh6 Kc4 (Ah ja, bitte nicht 4...Kc3?? 5.a4 =) 4.Kg5 Kb3 5.a4 Kxa4. Man hat also sozusagen den h-Bauern mehr. Natürlich fallen solche Blockaden je weniger in´s Gewicht, je mehr Hölzer noch auf dem Brett sind, aber sie gehören in jedem Fall zur Summe der strategischen Plus- und Minuspunkte. Und gerade für die folgende Regel 4 ist auch Regel 3 von Bedeutung, denn wenn man seine Bauernmajorität nicht in Bewegung setzen kann... ist es keine mehr !
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