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Die bisher übliche sektorale Betrachtung von Energieeinsparungsmöglichkeiten
ist mit der Entwicklung der sogenannten Passivenergiehäuser
und Nullenergie-Fertighäuser an ihre Grenzen geraten. Die möglichen
weiteren Reduzierungen im Bereich der Betriebsenergie werden in
den meisten Fällen mit einem hohen Aufwand an Herstellungsenergie
erzielt.
Die neue Energieeinsparverordnung für Fertighäuser ändert
hieran nichts, da sie allein den Bereich der Betriebsenergie vollständig
erfasst. Eine grundlegende Änderung ist nur möglich, wenn
der Gesamtenergiebedarf, d.h. der Energiebedarf für die Herstellung
der Baustoffe, die Produktion der Fertighäuser, den Betrieb
über einen bestimmten Zeitraum und Entsorgung, erfasst und
minimiert wird.
Dieses Ziel verfolgt das vorliegende Forschungsprojekt. Als Methodik
für die Erfassung des Gesamtenergiebedarfs wurde die Ökobilanz
nach den DIN Normen 14040 ff gewählt. Das Forschungsprojekt
wird im Ordinariat für Holztechnologie der Universität
Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Holzphysik der
Bundesanstalt für Forst und Holzwirtschaft und mit der Fachhochschule
Bremen - Fachbereich Architektur durchgeführt.
Die ökologische Planung für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser
sind bedeutsamer geworden. Beim Niedrigenergiehaus, das in den Förderprogrammen
der Länder Standard ist, hat die Arbeitsgemeinschaft in Beiträgen
zur Qualitätssicherung von Einfamilienhäusern bis hin
zu Gewerbebauten weit mehr als 10.000 Objekte begleitet und dazu
Blower-Door Luftdichtheitsprüfungen durchgeführt.
Es zeigt sich, dass eine Beratung durch die Arbeitsgemeinschaft
den Erfolg bei den Luftdichtheitsprüfungen erheblich steigert.
Die Auswertung der Verbrauchsdaten, die während der Nutzung
von den Bewohnern gesammelt werden, die Bau- und Wohnberatung in
der Verbraucherzentrale, sind wichtige Voraussetzungen für
die künftige Beratung.
Die Arbeitsergebnisse werden sowohl durch die unmittelbare Beratung
der am Planungsprozess und an der Baudurchführung Beteiligten,
durch Vorträge z. B. bei den "Schleswig-Holsteinischen
Baugesprächen" und Ausstellungen u.a. auf der NordBau
in Neumünster, als auch durch vielbeachtete Veröffentlichungen
bekannt gemacht. Diese werden zum Teil in Arbeitskreisen erarbeitet,
in denen je nach Aufgabenstellung Vertreter der verschiedenen Fachrichtungen
mitwirken.
Begriffe wie Bauökologie und Baubiologie werden häufig
für undurchsichtige Marktstrategien missbraucht. Wir haben
es uns zur Aufgabe gemacht, Sie in Ihrem Interesse an der Erhaltung
unserer gemeinsamen natürlichen Lebensgrundlagen mit fundiertem
Fachwissen über das Bauen unserer Fertighäuser im ökologischen
Kreislauf zu unterstützen. Unser Anliegen ist es, Gebäude
zu schaffen, in denen zeitgemäße Wohnkultur und qualifizierte
Handwerksarbeit mit den Gesetzen eines intakten Ökosystems
verknüpft sind.
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