Sternzeichen Widder

Sternzeichen

*Widder*

 

Der Widdermann

 

Man merkt es sehr bald: Freund, Liebhaber oder Gatte, der im Zeichen des Widders geborene Mann ist aggressiv, energiegeladen und ruhelos. Er mag unpraktisch und impulsiv sein, aber er ist in jedem Falle phantasievoll und dynamisch. Bei ihm läuft etwas. Wer mit einem Widder ausgeht, kann nie wissen, wo er am Ende landet. Doch wo das auch sein wird, aufregend ist es bestimmt. Man wird auch rasch festellen, daß er in der einen Minute großzügig und in der nächsten knausrig ist. Er kann eine Frau zum Wahnsinn treiben, aber sie findet es herrlich. sie findet es herrlich, weil der Widdermann absolut erotisierend wirkt. Er ist eine dominierenede Persönlichkeit, die sich ungeduldig über Regeln und Konventionen hinwegsetzt. Ihn interessiert die *Missionarsstellung* nicht, wenn er ins Bett sinkt. Falls es überhaupt ein Bett ist. Der Widder macht auch auf dem Verdeck eines Autos oder in einem fahrenden Motorboot Liebe.

Seine Ausgewählte erlebt alle Freuden, die sie sich nur wünschen kann - und manchmal noch ein wenig mehr. Der Wonnen gibt es im Überfluß; doch ähnelt es ein bißchen einem Kegelspiel mit Handgranaten. Jeden Augenblick kann etwas explodieren.

Er ist eifersüchtig. Er will seine Frau mit Haut und Haaren, was sie von ihm allerdings nicht erwarten darf.  Er selbst mag ein Betthüpfer sein, von seiner Frau jedoch verlangt er absolute Treue. Wenn sie einen Seitensprung macht, ist es aus. Er ist auf jeden eifersüchtig, angefangen bei seinem besten  Freund bis zum Briefträger.

Man komme einem Widder ja nicht mit der Ausrede, man brauche Zeit zum Überlegen - er will von der Frau nur eine Antwort hören: Ja! Wegen des Weiteren braucht sie sich dann keine Sorgen zu machen. Sein Stolz begnügt sich nicht mit halben Sachen. Er geht zwar stürmisch vor, reißt ihr die Kleider vom Leibe, hält dann aber, was er versprach, und ist ganz gewiß nicht langweilig. Mit ihm erlebt man eine Nacht, die man so bald nicht vergessen wird.

Man kann ihn an sich fesseln, indem man ihm nette Dinge über seine Technik sagt - er ist Schmeicheleien sehr zugänglich, wenn sie nicht allzu dick aufgetragen werden. Denn der Widder ist nicht dumm. Er ist nur so sehr von sich selbst überzeugt, daß er die Schmeicheleien sogar eher für eine Unterschätzung hält.

Für die Frau, die ein häusliches, ruhiges Leben liebt, ist der Widder kein geeigneter Gefährte. Er ist ein Bahnbrecher. Doch unter all dem herrischen Gehabe und aller Anmaßung kann man eine merkwürdige Empfindsamkeit spüren - den Charme eines kleinen Jungen, der eine beschützende Mutter braucht. Wer das durch die schillernede Oberfläche erkennt, vermags sein Herz zu gewinnen. Der Frau, die er liebt, wird er Treue, Aufrichtigkeit und Zärtlichkeit beweisen.

Er hat Sinn für Humor und hegt eine Vorliebe für sowohl intelligente als auch reizvolle Frauen. Seine geistreiche Schlagfertigkeit benutzt er dazu, Unnatürlichkeit und falschen Schein zu entlarven.

Er ist eine Führernatur von geradem, offenem Wesen, beharrt jedoch darauf, seinen eigenen Weg zu gehen. Er ist imstande, viel Geld zu verdienen, weiß aber nicht immer damit umzugehen. Er neigt zu sehr zur Extravaganz, und sieht im Geldausgeben einen Weg, Macht zu demonstrieren. Für die Frau erhebt sich das Problem, mit ihm Schritt zu halten. Sie wird es jedoch lohnend finden.

 

Das Sexleben des Widdermannes

Der Schlüssel zu seinem sexuellen Verhalten ist Impulsivität. Geben und Nehmen in einer Sexbeziehung muß er erst lernen. Auf Widerstand gegen seine sexuellen Phantasien reagiert er unduldsam.

Man versuche ja nicht, ihn an der Nase herumzuführen. Was man ihm verspricht, muß man halten. Wer nicht mit ihm ins Bett will, bleibe besser zu Hause vor dem Fernsehgerät - der Widder läßt nicht mit sich spielen. Und wer nicht bereit ist, bei Spielen mitzumachen, über die er bisher, vielleicht nur in Büchern gelesen hat, der bleibt ebenfalls besser zu Hause und übt sich im Stricken. Alles, was nach Routine schmeckt, langweilt ihn tödlich. Die Frau, die einem Widder sexuell gefallen will, muß Phantasie walten lassen - und die ohne Einschränkungen.

Um die Folgen kümmert er sich nicht. Wenn er eine Frau haben will, will er sie haben. Wer mit diesem Mann ein Verhältnis hat, darf nie vergessen, seine Pille zu nehmen. Möglicherweise hat er irgendwo ein Präservativ herumliegen, aber das heißt noch lange nicht, daß er es auch benutzen wird.

Es ist zu erwarten, daß er die Führung übernimmt.

Anregungen nimmt er vielleicht an, wird sie aber nach eigenem Gusto ausführen. Wer ihm einen Busenkuß gestattet, muß mit seiner Zunge auf dem ganzen Körper rechnen. Bei ihm muß man immer auf Unerwartetes gefaßt sein, auf Überraschungen. Sein unbezähmbarer Trieb lebt sich mit Wonne in Schockierendem und Verbotenem aus. Widder sind Forscher, die am Kommandopult stehen müssen. Sie werden reizbar, wenn ihnen etwas in die Quere kommt. Welche Stellung sie bevorzugen, mag vom Alter abhängen, doch geistig bleiben sie immer jung. In jedem Falle aber muß diese Stellung eine dominierende sein.

Der Widder kann zum Sadismus neigen. Dann kennt er keine Rücksicht. Rein orale Stimulation reicht für seine Befriedigung nicht aus. Er zupft an den Haaren, kneift in die Brustwarzen oder rammt seiner Partnerin den Penis in den Mund, daß es weh tut. Wem das gefällt und wer es ohne Schmerzenslaute hinnimmt, der kann dadurch seinen Lustgewinn erheblich steigern.

Eine seiner Lieblingsstellungen ist, dir vor ihm kniende Gespielin von hinten zu nehmen. Das kann aber auch mit über einem Stuhl oder über ein anderes geeignetes Möbelstück Gebeugtlehnen variiert werden. Bei der Normalstellung kniet er gerne zwischen den Beinen der Frau, hebt ihr Gesäß hoch, um dann mit aller Kraft zuzustoßen.

Wenn der alternde Widder feststellt, daß er nicht mehr so potent ist wie in jüngeren Jahren, werden sein Stolz und seine Empfindsamkeit auf eine harte Probe gestellt. Ein falsches Wort zur falschen Zeit kann ihn dann vorübergehend impotent machen - für ihn ein besonders schlimmer Schlag. Dann reagiert er auf seine übliche aggressive Weise; wahrscheinlich knüpft er mit einem Dutzend Frauen, die halb so alt sind wie er, ein Verhältnis an. Er will sich beweisen, daß er derselbe Mann ist wie früher. Wenn ihm das nicht gelingt, kann das zu einem Zusammenbruch führen.

Steht er hingegen in der Blüte seiner Jahre, muß man sich vor seiner Aggressivität und seiner Neigung - wohlgemerkt, hier ist immer von Neigungen die Rede -, Schmerz zuzufügen, hüten. Er nimmt die Frau, bevor sie bereit ist, nur um ihr Erschrecken zu genießen. Auch bei der oralen Technik ist er nicht von großer Zartheit. Beim Cunnilingus beißt und saugt er hart an der Klitoris. Peitsche oder Ledergürtel verstärkt seinen Genuß, wenn der Sadismus bei ihm durchbricht. Schläge aufs Hinterteil der Partnerin genießt er, und das nicht nur mit der Hand. Haarbürste, Pingpongschläger, Bambusstock, er ist da ziemlich einfallsreich. Wenn er eine willige Frau findet, versohlt er sie recht kräftig, und wenn sie um Gnade fleht, treibt ihn das nur zu weiteren Grausamkeiten an - und zu einem lustvolleren Orgasmus. Je turbulenter es zugeht, um so besser

Natürlich machen auch die übrigen Konstellationen im Horoskop ihren Einfluß auf den Widdermann geltend, so daß sich andere Extreme ergeben können; aber ein Extremist ist er fast immer. Man sei also vor ihm auf der Hut. Die Frau, die einem *reinen* Widder begegnet, sollte sich im stillen merken, wo der Notausgang ist, um ihn zu benutzen, wenn sich zeigt, daß ihr seine sexuellen Bedürfnisse denn doch zuviel werden. Es hängt von ihr und von ihem Zeichen ab, ob sie bei ihm bleiben und seine extreme Liebe genießen will.

Ein gutes Mittel, ihn unter Kontrolle zu halten, ist die 69er Stellung. Dabei spielt sich das Schmerzzufügen wenigstens nicht in einer Einbahnstraße ab!

Gruppensex stört den Widder nicht, Je mehr, desto lustiger. Man kann sogar darauf wetten, daß der Partnertausch im Bekanntenkreis von einem Widdermann angezettelt worden ist. Er beweist gern sein sexuellens Können, und gewöhnlich kommt er mit so ausgefallenen Ideen an, daß die anderen leicht schockiert sind. Mit einer Ausnahme: Bei ihm darf man nicht von hinten ran. Nicht weil ihm das aus ästhetischen Gründen zuwider wäre, sondern weil diese Stellung seine Männlichkeit bedroht.

Alles in allem: Die Tendenz zum Sadismus kann bei vielen unter dem Zeichen des Widders geborenen Männern ausgeprägt sein.

 

Erogene Zonen

Die empfindsamen Nervenenden liegen bei Widdergeborenen an Kopf und Gesicht. Sie reagieren auf sanftes Stirnstreicheln oder Spiel mit den Kopfhaaren. Man braucht ihnen nur mit einem Finger leicht über ihre Schläfe oder durchs Haar zu fahren, und schon sind sie erotisiert. Ohrläppchennager stoßen bei Widdern auf willige Bereitschaft. Die Frauen erregt es besonders, wenn man ihnen ins Ohr bläst. Auch Lippenspiele und zarte Küsse auf die geschlossenen Augenlider zeigen Sofortresultate in Form von lustvollen Schauern.

Die Küsse eines bärtigen Mannes sind für die Widderfrau eine Wonne, weil dabei die weichen Barthaare ihren Nervenenden endloses Entzücken signalisieren. Der Bartlose kann ihre Lippen mit den Fingerspitzen streicheln.

Den Widdermann erotisiert man durch leichtes Kreisen mit den Fingersptizen auf seinen Lippen. Die Wirkung ist beachtlich!

 

So fängt es an

Widdergeborenen gegenüber muß man aufrichtig sein, sie haben ein scharfes Auge für das Unechte. Am sichersten ist es, das Gespräch auf intellektueller Ebene zu beginnen. Sie selbst halten sich eher für Verstandes - als für Gefühlsmenschen und glauben sich geachtet, wenn man sich ihnen via Intelligenz nähert. Ihrerseits achten sie den anderen, wenn er keinen Versuch macht, den Überlegenen hervorzukehren oder ihnen die eigene Meinung aufzuzwingen. Wenn man sich mit Problemen an sie wendet, findet man Hilfe und Verständnis.

Man findet sie dort, wo etwas los ist, an ungewöhnlichen Orten: in einem Lokal mit ungewöhnlicher Atmosphäre, auf einer besonderen Party, auf Ausflügen zu einem Ziel, das Abenteuer verheißt. Die Widdergeborenen suchen Aufregendes. Sie sind originell und stürzen sich auf neue Ideen. Kommt man ihnen mit einer neuen Idee, hat man das *Sesam, öffne dich* zu ihrer Zuneigung. Wenn eine solche Idee zündet, machen sie sich sogleich daran, einen Weg zu deren Verwirklichung zu finden. Sie interessieren sich für Kultur, Theater, Musik, Museen, spielen im örtlichen Kulturleben eine Rolle und haben dabei ihre Anhängerschaft.

Sie sind leicht zu erkennen; man braucht nur darauf zu achten, wer nicht an einem Spiegel vorbeigehen kann, ohne sich wohlgefällig darin zu betrachten. Auch andere tun das manchmal - der Widder immer.

Eine gute Eröffnung für eine intellektuelle Unterhaltung: Man biete dem Widder an, ihm ein spannendes Buch zu leihen, mit ihm in eine Kunstausstellung oder eine Theateraufführung zu gehen. Man muß ihm zeigen, daß man seine Interessen teilt.

Zur Verabredung mit einem Widder darf man nie zu spät kommen. Sonst kann man gleich einpacken. Widdergeborene legen großen Wert auf Pünktlichkeit.

Die Frau, die mit einem Widdermann ausgeht, muß darauf gefaßt sein, zu Sportveranstaltungen mitgenommen zu werden. Zwar treibt er am liebsten selbst Sport, aber er ist auch gern Zuschauer. Zu den Sportarten, die ihm am meisten zusagen, gehören Fechten, Skilaufen, Bobfahren, Diskus- und Speerwerfen. Er hört gern schmeichelhafte Worte über sein sportliches Können.

Wer mit einem Widder gut auskommen will, ist als Gefolgsmann besser dran als Führer. Zu diesen Oberfeldwebeln der Tierkreiszeichen sagt man am einfachsten immer *Ja, mein Lieber*, und *Wie du willst, meine Liebe*.

Ein Abend mit einem Widdergeborenen sollte nicht vorausgeplant werden; das überläßt man besser ihm und folgt dann willig.

Ein paar gute Tips: Wenn Musik, dann eine mit schnellem Rhythmus. Sanfte Geigenklänge spare man besser für jemand anderen auf. Es empfiehlt sich, einen gefüllten Kühlschrank zu haben: die Nacht kann lang werden. Desinfektionstinktur, Wundpflaster und Heilsalbe sollten greifbar sein. Auch Vaseline erweist sich oft nicht als überflüssig.

Mit seinen Kräften gehe man sparsam um. Bei Tempo, Aggressivität und Aktivität des Widdergeborenen bleibt man sonst allzu leicht oder zu früh auf der Strecke.

 

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