Schachklub von 1933 e.V. Bad Neustadt an der Saale

 

 

 

Zbigniew Ksieski profitiert vom langen Duell seiner ärgsten Konkurrenten

   

   
Dem Bad Neustädter Lokalmatadoren Thomas Ziegler (rechts, bei der gemeinsamen Analyse mit seinem Vereinskameraden Gerd Heerlein) gelang das Kunststück, sich als Nummer 50 der Setzliste eine ELO-Halbzahl einzuspielen.

Das offizielle Siegerfoto vom fünften Rhön-Open des Bad Neustädter Schachklubs (vorne von links): IM Alexander Maier (2.), Gewinner IM Zbigniew Ksieski und der drittplatzierte Christian Aepfler. Hinten von links: Markus Markert (Vorsitzender des ausrichtenden SK Bad Neustadt), Johannes Teschemacher (Vorsitzender des unterfränkischen Schachverbandes), Hauptorganisator Wolfgang Poppe, Bad Neustadts stellvertretende Bürgermeisterin Anne Zeisner und Turnierleiter Jürgen Müller.

 

Fotos: Fink

Bad Neustadt (gufi).

Mit einem Sieg des an Nummer eins gesetzten Polen Zbigniew Ksieski (Schachfreunde Sailauf) ging am Sonntagabend das fünfte Rhön-Open des Bad Neustädter Schachklubs zu Ende.

Der 49-jährige Internationale Meister aus der 400.000-Einwohner-Metropole Lublin brachte es in der Endabrechnung _ wie auch noch fünf weitere Spieler _ auf ein Score von 5,5 Punkten aus sieben Partien, was ihm aufgrund der besten Buchholz-Wertung aller 68 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (neuer Rekord) mit hauchdünnem Vorsprung Rang eins vor seinem russischen IM-Kollegen Alexander Maier (SC Noris Tarrasch Nürnberg) sowie dem Vorjahreszweiten Christian Aepfler (SC Rochade Leinefelde) bescherte.

Ohne das nötige Fortune in der Schlussrunde hätten es für IM Ksieski freilich nicht zu einer Wiederholung seines mit immerhin 275 Euro (Anm. d. Red.: insgesamt wurden über 1.000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet) dotierten Triumphs aus dem Jahre 2000 gereicht. Schließlich musste die Partie am Spitzenbrett der Schlussrunde schon mit einem Remis enden, um dem bis dato nur drittplatzierten Turnierfavoriten noch den Weg auf Platz eins zu ebnen.

Fünf Stunden lang duelliert

Und das tat sie dann auch, obgleich sich die nach sechs Runden noch führenden Christian Aepfler sowie IM Alexander Maier bei beiderseitigen Gewinnchancen fünf Stunden lang aufs heftigste duellierten und den zahlreichen Kiebitzen vor allem in der Zeitnotphase Schachsport vom Feinsten boten.

Ausgezeichnetes Schach zeigte beim fünften Rhön-Open freilich auch der Bad Neustädter Lokalmatador Lucas Brauner, der als Nummer 37 der Setzliste sensationell Zehnter wurde. Nicht minder überraschend war der 27. Rang von Brauners Vereinskameraden Thomas Ziegler, dem in seiner Abschlusspartie gegen Christian Rink (SK Kriegshaber) zwar ein wenig die Puste ausging, der sich jedoch vorher bereits eine ELO-Halbzahl erspielt hatte.

Den bester Teilnehmer aus dem Landkreis stellte aber trotzdem nicht der ausrichtende SK Bad Neustadt, sondern dessen Nachbarverein SC Bad Königshofen. Und zwar in Person von Peter Suren, der nach einem hart erkämpften Remis in der Schlussrunde Rang neun belegte.

Im Rahmen der Siegerehrung freute sich Hauptorganisator Wolfgang Poppe ebenso wie Turnierleiter Jürgen Müller über ein äußerst harmonisches und absolut reibungslos verlaufendes fünftes Rhön-Open. Bürgermeisterin Anne Zeisner stellte heraus, dass es sich bei der erstmals in der Stadthalle abgehaltenen Veranstaltung um "ein großes Ereignis für Bad Neustadt" gehandelt hat.

Johannes Teschemacher ("die Schlacht ist geschlagen, die Helden sind müde"), seines Zeichens Vorsitzender des Unterfränkischen Schachverbandes, appellierte schließlich kurz und bündig an alle Teilnehmer, dass man sich die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr doch auch nächstes Jahr für das dann sechste Rhön-Open freihalten solle.

Bleibt der Vollständigkeit halber noch anzumerken, dass die Sonderpreise an folgende Spielerinnen und Spieler gingen: Lucas Brauner (SK Bad Neustadt/DWZ<2.000), Catalin Vasilache (SG Büchenbach/DWZ<1.900), Markus Borel (FSV Großenseebach/DWZ<1.800), Thomas Fischer (TSV Bad Kissingen/DWZ<1.700), Siegfried Müller (ESV Lok Meiningen/Bester Senior), Lucie Hodova (SC Bad Königshofen/Beste Dame), Thomas Filipiak (FC Sachsen Leipzig/Bester Jugendlicher) und Konrad Lieder (SV Sangerhausen/Bester Schüler).

Mit erst zehn Jahren war der Bad Kissinger Thomas Fischer zugleich jüngster Teilnehmer der Veranstaltung. Älteste Teilnehmerin ist mit ihren 69 Jahren derweil die Münchnerin Hildegard Gründeschild gewesen.

Die Ergebnisse der siebten und letzten Runde sowie das Abschlussklassement des fünften Rhön-Open auf einen Blick:

7. Runde: Aepfler - IM Maier remis, IM Ksieski - Pfitzenreuter 1:0, FM Riedel - Jahrsdörfer 1:0, Wutzke - Wanzek 0:1, Suren - Zimmer remis, Meyer - Kaspar 0:1, Ruemmler - Hörsch remis, Schmid - Goemann remis, Werner - Brauner 0:1, Filipiak - Lang remis, Rink - Ziegler 1:0, Söder - Alm 0:1, Müller - Riedl remis, Rotsch - Schmidt remis, Hodova - Lieder remis, Jörges - Lauer 0:1, Mock - Vasilache 0:1, Borel - Lachmayer 1:0, Lehmann - Federschmidt 1:0, Broß - Josip remis.
Swoboda - Paul 0:1, Memmler - Ritter 0:1, Kleinhenz - Heerlein remis, Poppe - D. Fischer 0:1, T. Fischer - Schröder remis, Zehnter - Duchrow remis, Schneider - Varkonyi 1:0, Hermann - Dorst 0:1, Grube - Günther remis, Völker - Reichenbacher 0:1, Staggat - Rößner remis, Lehnert - Öhrlein remis, Kaiser - Junginger 1:0, Strache - Bengart remis, Ambras - Waltner remis, Sodbakhsh - Seifert remis, Beck - Beyersdorf 1:0, Grueneschild - Sepp 0:1, Kellner - Treibel remis, Fehr - Janzen 0:1, Hacker - Brux remis, Filbry - Frenzel remis, Schmalix - Weikert 0:1.

Endstand nach der siebten Runde:

1. IM Zbigniew Ksieski (Schachfreunde Sailauf/TWZ 2.393) 5,5 Punkte/29,0 Wertungspunkte; 2. IM Alexander Maier (SC Noris Tarrasch Nürnberg/2.365) 5,5/28,5; 3. Christian Aepfler (SC Rochade Leinefelde/2.236) 5,5/28,5; 4. FM Wolfgang Riedel (SK Gräfelfing/2.354) 5,5/26,0; 5. Willi Kaspar (BSG Wöhrlhaus Erlangen/2.060) 5,5/24,5; 6. Daniel Wanzek (ESV Naumburg/2.134) 5,5/23,0; 7. Christian Rink (SK Kriegshaber/2.128) 5/28,0; 8. Frank Zimmer (Mosbacher SC/2.074) 5/25,5; 9. Peter Suren (SC Bad Königshofen/2.203) 5/23,5; 10. Lucas Brauner (SK Bad Neustadt/1.882) 5/23,0.

11. Roland Wutzke (TSV Langenau/2.222) 4,5/30,0; 12. Michael Schmid (SpVgg Hambach/1.996) 4,5/27,5; 13. Gerald Pfitzenreuter (SC Rochade Leinefelde/2.143) 4,5/27,5; 14. Stefan Meyer (TuS Dotzheim/2.187) 4,5/27,5; 15. Stefan Lang (SK Bad Neustadt/2.076) 4,5/27,0; 16. Jens Goemann (TSG Apolda/2.202) 4,5/27,0; 17. Thomas Filipiak (FC Sachsen Leipzig/2.153) 4,5/26,5; 18. Heiner Hörsch (TSV Langenau/2.208) 4,5/26,5; 19. Catalin Vasilache (SG Büchenbach/1.869) 4,5/26,0; 20. Gerd Jahrsdörfer (SC Bad Königshofen/2.136) 4,5/24,0.

21. Roland Ruemmler (ESV Naumburg/2.105) 4,5/23,5; 22. Markus Borel (FSV Großenseebach/1.729) 4,5/23,0; 23. Peter Lehmann (ESV Lok Meiningen/1.954) 4,5/23,0; 24. Boris Lauer (TuS Dotzheim/2.041) 4,5/22,0; 25. Christopher Alm (SK Schweinfurt 2000/1.936) 4,5/22,0; ... 27. Thomas Ziegler (SK Bad Neustadt/1.759) 4/25,5; ... 31. Konrad Lieder (SV Sangerhausen/1.884) 4/23,5; 32. Siegfried Müller (ESV Lok Meiningen/1.948) 4/23,5; 33. Lucie Hodova (SC Bad Königshofen/2.061) 4/23,0; ... 38. Thomas Söder (SK Bad Neustadt/2.192) 3,5/26,0; 39. Stefan Mock (SK Bad Neustadt/2.092) 3,5/24,5; ... 43. Gerd Heerlein (SK Bad Neustadt/1.704) 3,5/22,5; ... 45. Ralf Federschmidt (SK Bad Neustadt/1.853) 3,5/21,5; 46. Andreas Kleinhenz (SK Bad Neustadt/1.827) 3,5/21,5; ... 48. Thomas Fischer (TSV Bad Kissingen/1.567) 3,5/20,0; 49. Joachim Dorst (SK Bad Neustadt/1.818) 3,5/20,0.
54. Marcus Memmler (SK Bad Neustadt/1.770) 3/23,0; ... 62. Wolfgang Poppe (SK Bad Neustadt/1.722) 3/18,0; ... 65. Miklos Varkonyi (SK Bad Neustadt/1.704) 2,5/22; ... 76. Michael Treibel (SK Bad Neustadt/1.644) 2/23,0; 77. Jürgen Brux (SK "Dicker Turm" Münnerstadt/1.392) 2/18,0; ... 81. Hildegard Grueneschild (Schach-Union München/1.488) 1,5/21,5; 82. Gunter Beyersdorf (SC Bad Königshofen/1.720) 1,5/19,0; 83. Lothar Filbry (SK Bad Neustadt/1.519) 1,5/19,0; ... 85. Benedikt Weikert (SC Bad Königshofen/1.327) 1,5/17,0.

 

© 2002 Gunther Fink (Rhön- und Saalepost)