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Friedrich Schiller
Gedichte
Gedichte bis 1785
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Die Sonne zeigt, vollendend gleich dem Helden, |
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Dir Eroberer, dir schwellet mein Busen auf, |
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Schön wie Engel voll Wallhallas Wonne, |
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Wo Achill mit den unnahbarn Händen Dem Patroklus schrecklich Opfer bringt? Wer wird künftig deinen Kleinen lehren Speere werfen und die Götter ehren, Wenn der finstre Orkus dich verschlingt? Nach der Feldschlacht ist mein feurig Sehnen, Diese Arme schützen Pergamus. Kämpfend für den heilgen Herd der Götter Fall ich, und des Vaterlandes Retter Steig ich nieder zu dem stygschen Fluß. Müßig liegt dein Eisen in der Halle, Priams großer Heldenstamm verdirbt. Du wirst hingehn wo kein Tag mehr scheinet, Der Kozytus durch die Wüsten weinet, Deine Liebe in dem Lethe stirbt. In des Lethe stillen Strom versenken, Aber meine Liebe nicht. Horde! der Wilde tobt schon an den Mauern, Gürte mir das Schwert um, laß das Trauern, Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht. |
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Nimm den letzten aller Römer auf, Von Philippi, wo die Mordschlacht brüllte, Schleicht mein gramgebeugter Lauf. Cassius, wo bist du? - Rom verloren! Hingewürgt mein brüderliches Heer, Meine Zuflucht zu des Todes Toren! Keine Welt für Brutus mehr. Wandert dort vom Felsenhang? - Ha! wenn meine Augen mir nicht lügten? Das ist eines Römers Gang. - Tibersohn - von wannen deine Reise? Dauert noch die Siebenhügelstadt? Oft geweinet hab ich um die Waise, Daß sie nimmer einen Cäsar hat. Wer rief, Toter, dich ans Licht? Schaudre rückwärts, zu des Orkus Schlunde, Stolzer Weiner! - Triumphiere nicht! Auf Philippis eisernem Altare Raucht der Freiheit letztes Opferblut; Rom verröchelt über Brutus' Bahre, Brutus geht zu Minos - Kreuch in deine Flut! Auch du - Brutus - du? Sohn - es war dein Vater - Sohn - die Erde Wär gefallen dir als Erbe zu, Geh - du bist der größte Römer worden, Da in Vaters Brust dein Eisen drang, Geh - und heul es bis zu jenen Pforten: Brutus ist der größte Römer worden, Da in Vaters Brust sein Eisen drang; Geh - du weißts nun, was an Lethes Strande Mich noch bannte - Schwarzer Schiffer, stoß vom Lande! Hab ich e i n e n nur gekannt, Der dem großen Cäsar gleiche, Diesen e i n e n hast du Sohn genannt. Nur ein Cäsar mochte Rom verderben, Nur nicht Brutus mochte Cäsar stehn. Brutus will Tyrannengut nicht erben; Wo ein Brutus lebt, muß Cäsar sterben, Geh du linkswärts, laß mich rechtswärts gehn. |
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