SV WERDER BREMEN
DIE GESCHICHTE VON
WERDER BREMEN
Werder Bremen 1.02.1899 von einen 16 jährigen aus
handelsbürgerlichen Schichten stammenden Schülern, als Fußballverein
gegründet und 1920 zum Sportverein (SV) umbenannt.
Werder verzeichnete früh die ersten fußballerischen Erfolge
auf Bremer Ebene (so wurden 1903 die Meisterschaften in allen
drei vorhandenen Bremer Klassen errungen). Schon in dieser frühen
Phase der Vereinsgeschichte wurde beklagt -, daß der Verein mehr
und mehr auseinanderfiele und die Geborgenheit der "Werder
Familie" damit verlorengehe.
Kurz vor dem 1.Weltkrieg hatten Werders Fußballer als
einziger Bremer Verein den Aufstieg in die neugegründete
norddeutsche Verbandsliga geschafft und damit auch außerhalb
Bremens auf sich aufmerksam gemacht. Trotz dieser sportlichen
Erfolge fehlte dem Verein dennoch ein angemessener Sportplatz.
Ungeachtet aller Bemühungen mußte man sich mit dem (recht
stadtfernen) Platz an der Huckelriede (Bremer Neustadt) begnügen,
während 1925 der "grosse Konkurrent" um die
Vorherrschaft in Bremen, der Allgemeine Bremer Turn- und
Sportverein, das Weserstadion bauen konnte. Da sich der ABTS mit
dem Bau wirtschaftlich übernommen hatte, konnte Werder ab Anfang
1930 diese ABTS-Kampfbahn - während der 12 Jahre
Nationalsozialismus in Bremer Kampfbahn umbenannt - als Generalpächter
nutzen.
Wenige Jahre vor Einführung der Bundesliga wurde man nach
dem erstmaligen Gewinn des DFB Pokals 1961 - zur "Nummer
zwei" im Norden. Diese guten Plazierungen sowie die
Teilnahme an den folgenden Spielen um die Deutsche Meisterschaft
führten zu einer problemlosen Berücksichtigung in dieser neuen
Liga (ab 1963/64).
Schon in der zweiten Saison 1964/65 wurde Werder erstmalig
und überraschend umjubelter Deutscher Fußballmeister. Der
Deutschen Vizemeisterschaft 1968 folgen die "mageren"
siebziger Jahre, an deren Ende, nach verschiedenen "Zitterserien",
der Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse stand.
DIE ERFOLGREICHSTEN JAHRE
Nach nur einer Spielzeit in der 2.Liga, wurde jedoch 1981 -
bereits mit Trainer Otto Rehhagel der direkte Wiederaufstieg in
die Bundesliga geschafft. In den folgenden Jahren der
erfolgreichsten Phase des Vereins konnte in jeder Saison die
Qualifikation zu einem europäischen Cup-Wettbewerb erreicht
werden. Absoluter Höhepunkt für den SV Werder und die Stadt
Bremen war die Erringung der zweiten Deutschen Meisterschaft in
der Saison 1987/88. Ganz Bremen feierte in grün-weiß, selbst
"Nicht-Fußball-Fans" konnten sich dem Erfolg nicht
entziehen.
Ein wechselvolles Unterfangen stellten die Pokalwettbewerbe
jeweils mit Finalteilnahmen im Berliner Olympiastadion der Jahre
1989, 1990 und 1991 dar. Während gegen Borussia Dortmund 1989
und den 1.FC Kaiserslautern 1990 das Endspiel verlorenging,
bewahrheitete sich der Bremer Volksmund, "dreimal ist Bremer
Recht": Gegen den 1.FC Köln gelang 1991 zum zweiten Mal der
Pokalsieg im Elfmeterschießen.
Den internationalen Erfolgen des SV Werder Bremen in den 80er
Jahren sollte sich in der Saison 1991/92 im folgenden europäischen
Pokalsiegerwettbewerb der größte Triumph einstellen. Nach
spannenden Spielen gelang der Einzug ins Endspiel in Lissabon und
hier konnte dann auch der AS Monaco mit 2:0 geschlagen werden und
der Europapokal der Pokalsieger gewonnen werden.
Nahtlos schloß sich für den SV Werder Bremen eine
erfolgreiche Bundesligasaison an. Nachdem die Mannschaft den Großteil
der Saison in "Lauerstellung" im oberen Tabellendrittel
hinter dem großen Rivalen FC Bayern München gestanden hatte,
gelang auf der "Zielgerade" das Überholen. Zwei
Spieltage vor Schluß sprach das schlechtere Torverhältnis und
der vermeintlich leichtere Gegner am letzten Spieltag für die Süddeutschen.
Mit einem Kantersieg von 5:0 gegen den Hamburger SV im
Weserstadion und einem 3:0 Auswärtssieg beim VfB Stuttgart wurde
vor 8.000 mitgereisten Bremern das Fernduell mit Bayern München
bei Schalke 04 gewonnen und damit die dritte Deutsche
Meisterschaft "eingefahren".
In der darauffolgenden Spielzeit im Europapokal der
Landesmeister gelang mit Werder Bremen erstmals der Einzug eines
deutschen Vertreters in die Champions-League. Diese in
Gruppenspielen ausgetragene Endrunde gegen den FC Porto, RSC
Anderlecht und AC Mailand stürzte den Verein und die Zuschauer/Fans
in ein Wechselbad der Gefühle. Einer grandiosen Aufholjagd im
Heimspiel gegen den RSC Anderlecht, getragen von der die ganze 2.
Halbzeit durchgehaltene Stimmung aus der Fan-Kurve ein 0:3 bis
zur 70. Spielminute wurde in einen 5:3-Sieg umgewandelt
Parallel zu den internationalen Anforderungen und denen in
der Bundesliga gelang 1994 zum 5. Mal der Einzug ins
Pokalendspiel in Berlin. In einem etwas glanzlosen Spiel gegen
den Zweitligisten Rot-Weiß Essen gewann die Mannschaft zum
drittem Mal den deutschen Pokal.
Noch ein letztes Mal sollte sich in der Ära Rehhagel eine
erfolgreiche Bundesligasaison anbahnen. In einem "Kopf-an-Kopf-Rennen"
mit Borussia Dortmund stand Werder mit einem Punkt Vorsprung vor
dem letzten Spieltag an der Tabellenspitze. Während Dortmund
sein Heimspiel gewann, konnte Werder bei Bayern München keine
große Gegenwehr entwickeln und fuhr mit einer deprimierenden
Niederlage nach Haus.
Schon in den Wochen um den Jahreswechsel 1995 machte Werder,
wenn auch auf anderem Gebiet, bundesweite Schlagzeilen. Nach 14jähriger
Tätigkeit als Cheftrainer bei Werder Bremen hatte Otto Rehhagel
seinen Wechsel ausgerechnet zum großen Rivalen FC Bayern München
bekannt gegeben. Auch daher hatte das eben erwähnte letzte Spiel
seine Brisanz.
1999 waren die Bremer zum 6. Mal im Pokalfinale in Berlin, daß
sie 6:5 im Elfmeterschießen (1:1) gegen den FC Bayern (erste
Mannschaft mit einem Trippel mit nur einem TITEL !!!) gewonnen
hatten. Eine große Überraschung vor allem weil man in der
Bundesliga nur knapp dem Abstieg Entkommen konnte ...