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Auf den folgenden Seiten möchten
wir Ihnen über interessante Veranstaltungen/Seminare
berichten, aber auch Ausbilder empfehlen:
Seminare/Veranstaltungen:
Seminar
mit Tineke Antonisse-Zijda am 13./14. April 2001 in
Gelsenkirchen
Bericht
über die Retriever Championship
Empfehlenswerte Ausbilder:
Tineke Antonisse-Zijda (weitere
Informationen bei uns)
Jean-Paul Labiere
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Dummyarbeit in Theorie und Praxis
mit T. Antonisse-Zijda
"Ein
Hundeführer der glaubt Alles zu wissen, sollte sich
besser ein anderes Hobby suchen".
Mit
dieser Aussage eröffnete Tineke Antonisse-Zijda ein
achtstündiges Theorie-Seminar,
welches an Informationen und deren Vermittlung zu
keiner Zeit Langeweile oder die Unaufmerksamkeit der
Teilnehmer zugelassen hätte. Beginnend mit der
Welpenprägung, dem Aufbau beim Dummytraining und dem
späteren Handeln des ausgebildeten Hundes, zeigte
Tineke ein Konzept auf, welches sich in erster Linie
am positiven Lernerfolg orientiert.Hierbei wird nichts
dem Zufall überlassen. So wird dem Hund durch
erfolgreiche Aufgabenstellung seitens des HF immer
wieder deutlich, wie sehr er diesem vertrauen kann, während
er keinen Erfolg hat, wenn er
eigene Weg geht. So lernt der Hund ohne jede
negative Einwirkung sich positiv am Führer zu
orientieren, die Basis für das so nötige Vertrauen.
Dies setzt vielfach einen mitdenkenden Helfer voraus,
der nicht nur Dummys wirft, sondern den Hund im
Zweifelsfalle unterstützt und zum Erfolg führt,
sodass der
HF immer nur das eigentliche Kommando gibt, welches
dann, einmal gegeben, ohne seine weitere Unterstützung
erfolgreich ist.
Vertrauen
wird bei Tineke ebenso logisch aufgebaut wie jede Übung.
"Warum versucht man, einen Hund in möglichst
kurzer Zeit zu Höchstleitungen zu bringen, wenn doch
die etwas längere Ausbildung gleichzeitig längere
Freude für das Gespann beinhaltet." Nach der
grundsteinlegenden Welpenprägung gibt sie dem Hund
die nötige Reifezeit, um sich zu entwickeln. Erst im
Alter von 9-12 Monaten wird mit der eigentlichen
Dummyarbeit begonnen, die Aktionskreise von anfangs
30m über drei Jahre bis auf 100m sicher aufgebaut.
Das Wissen von Timing und Timeout, Gelände- und
Windkenntnisse, sowie
das nötige genaue Markieren seitens des HF, um die
Arbeitsweise eines Hundes überhaupt erkennen zu können,
sind nur einige Punkte, die für eine erfolgreiche
Ausbildung zwingend notwendig sind. Gut vermittelt
wurde uns dies durch Arbeitsunterlagen, Videos,
Aufgabenstellungen und einer hervorragenden Tineke.
Logisch.
Der
zweite, praktische Teil
fand 14 Tage später auf dem Gelände der
Retrievergemeinschaft Mechtenberg statt. Sofort wurde
die langjährige Erfahrung einer Ausbilderin sichtbar,
als sie nach kurzer Überprüfung der Leinenführigkeit
der Gespanne, die einzelnen Hunde nach Wesen und
Trainingsstand beurteilte und in drei Gruppen
zusammenfasste. Jetzt konnte jeder HF am eigenen Hund
erkennen, wie gut er selbst war. So wurden kleinste
Leinenrucke und Kommandos wie NEIN von Tineke sofort
hinterfragt, unterbunden und bessere Lösungen für
die vielen kleinen, eingeschliffenen Verhaltensweisen
der Führer benannt. Anfangs war diese Umstellung gar
nicht so einfach, doch beim weiteren Training konnte
jeder erkennen, dass positives Lernen zuerst Kreativität
und Phantasie voraussetzt. Und dies scheint für uns
wesentlich schwieriger lernbar zu sein, als Zwang und
Druck.
Die
Übungen und Tipps wie z.B. Aufbau von Apporten,
Grundlagen des Einweisens, Berücksichtigung des Geländes,
Signalwirkung, Sehfeld des Hundes und die wichtige Berücksichtigung
des Windes, rundeten diesen erfolgreichen Tag ebenso
ab, wie einige Videoaufzeichnungen und eine anschließende
Analyse kaum erkennbarer Arbeitsweisen.
Aufgefallen ist, dass das Wort Unterordnung an beiden
Tagen nicht einmal genannt wurde. Warum auch, bei dem
Konzept von Tineke ist es wohl
kaum erforderlich.
©
Christoph
Schäpers
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Besuch
bei den Retrieverchampionship 2001
Die
diesjährigen Championships fanden im Great Windsor
Park, in der Nähe von London Heathrow statt. Sie
gingen über drei Tage vom 3. bis zum 5. Dezember.
Das
Gelände war von einer Qualität, wie es in
Deutschland wahrscheinlich nirgends zu finden ist.
Wald, unberührte Gras- und Farnflächen mit uraltem
Baumbestand und Wildäckern. Es wäre wirklich ein
Vergnügen dort üben zu dürfen.
Die
Richter waren: Mr. Richard Webb, Mr. Philip White, Mr.
John Drury, Mr. John Douglas. Es
gingen insgesamt 31 Hunde an den Start; bis auf 4
Golden, alles Labradore.
Nach
dem ersten Tag verblieben noch 17 Teilnehmer und am
dritten Tag gingen noch 7 Gespanne an den Start.
Geschossen wurden in der Hauptsache Fasanen, wenige
Waldschnepfen, Rebhühner und Hasen. Alle Hunde
arbeiteten logischerweise sehr gut, da sie sich
ansonsten nicht hätten qualifizieren können, aber es
gehörte auch eine gehörige Portion Glück dazu.
Besonders wichtig war gutes Markieren und die Suche
auf kleiner Fläche.
Besonders
auffallend war bei allen Hunden, wie perfekt sie
gesundes Wild unbeachtet
ließen und nur angeschossenem Wild nachgingen. Es wäre
als ein großer Fehler bewertet worden, wenn diese
Hunde das Wild mehr als notwendig beunruhigt hätten.
Sofortiger Ausschluss wäre die Folge gewesen. Nur
wenn es sich um einen Runner handelte, nahmen die
Hunde mehr Raum zur Suche.
Die
Entfernung der Retrieves lag zumeist zwischen 20 - 50
Meter. Außer bei der vorletzten Aufgabe, war die
Entfernung um 200 - 250 Meter. Alle Hunde hatten ein zügiges,
aber kein ausgesprochen schnelles Arbeitstempo.
Die meisten Hunde am Start hatten eine gute
Substanz, waren sehr muskulös, ohne dabei natürlich
fett zu sein. Die Ausnahme bildete die von John
Halstead geführte Hündin FT. CH. Drakeshead Treacle.
Dieses ist, wie Keith Erlandson sagte, eine generelle
Tendenz zu den Field Trials der letzten Jahre, da
dabei oft die sehr schnellen Hunde zu viel Raum für
ihre Arbeit in Anspruch genommen haben und dadurch
zuviel Wild beunruhigt wurde und entkam.
Die
Ergebnisse:
1.
Platz:
Mr. T.S. Smith L/R F.T.Ch. Craighorn Bracken
2.
Platz:
Mrs. H. Bradley L/R Kenwu Wilson of Heathergaye
3.
Platz:
Mr. P. Bates L/H Glenpatrick Eve
Reserve:
Mrs. T. Lawrence L/R F.T.Ch. Willowyck Henmam
Award
of Honour:
Mr. J. Halstead L/H F.T.Ch. Drakeshead Treacle
Diploma
of Merit:
Mrs. J. Polley L/R F.T.Ch. Brindlebay Bee
Mr. J. Halsted L/R F.T.Ch. Talsbrook Rhum of
Bolton
Abbey
Es
zeigte sich auch, dass bei einem Field Trial, bei
entsprechendem Willen und Organisation Zuschauer
teilhaben können. Immerhin waren es hierbei bis zu
250 Zuschauer in meist unmittelbarer Nähe.
Übrings
ist am ersten Tag noch die Queen als Picker-up in der
Linie mitgegangen. Ohne Bodyguards und es hat ihr
offensichtlich Freude bereitet. Sie war eine unter
vielen Interessierten.
Fotos
vom 3.12.2001
Fotos
vom 4.12.2001
Fotos
vom 5.12.2001
©
Thomas Willaschek am 19.12.01
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