Rainers Bastelecke

Rainer's Bastelecke


Liebe Homepage Besucher und Forumisti's,

ich hab vor, in den naechsten Monaten nach langer Zeit mal wieder zu schrauben. Und zwar an meiner Horex, die seit ueber 3 Jahren "arbeitslos" bei mir im Keller steht.

Der Grund: Jahrzehntelang war ich (fast) ausnahmslos den 400er Motor gefahren und hatte (fast) keine Probleme gehabt. In dieser Zeit wurde das Moppett eigentlich nur immer wieder hinsichtlich Zuverlaessigkeit und Verkehrstauglichkeit verbessert.

Vor einigen Jahren fing allerdings der 400er bei einem Treffen derart an zu kloetern und "rauh" zu fahren, dass man mir schon riet: "Benutz lieber die Bundesbahn, das schaffst Du nicht mehr, die 400 km nach Hause". Habs dennoch geschafft, dann den 400er ausgebaut: Kurbelwelle mit deutlich erhoehtem Hoehen- u. Seitenspiel, also Pleuellager hinueber.

Ein Blick in die Werkstattecke: Da lag ja noch der 350er, der mir mal bei einer "Werkstattaufloesung" irgendwann mal zugefallen war. Einmal hatte ich den probeweise mal eingebaut, der ging ab wie Lumpi (allerdings war nach kurzer Zeit ein Ventil in den Keller gefallen, siehe Foto unter "
Rainer II"). Also, mal wieder den "Rennmotor" probieren?

Gesagt, getan. Motoren ausgetauscht, ueberholter Zylinderkopf fuer den 350er lag schon bereit. Angetreten, "Paetsch", das Ding schlaegt zurueck. Beim dritten Mal irgendwie mit Dekompri ueberlistet, laeuft wien Doeppken.

Dieses Zurueckschlagen des Kickstarters speziell bei den 350er Reginas war ein bekanntes Problem in den 50er Jahren. Im Gegensatz zur 400er wird bei denen die Spaetzuendung nicht auf 0 Grad, sondern auf -4 Grad eingestellt, so gerade am Rande des Vertretbaren. Und ist der Fliehkraftregler im kalten Zustand nicht ganz zurueckgefahren, dann....AUA und hinauf zum Balkon des Nachbarhauses.

Habe da noch ein weiteres Problem. Habe seit ueber 14 Jahren einen Nagel mit unteren Querschrauben im Schienbein, den ich nicht wieder herausnehmen will. Nach einigen Schlaegen von der Horex unter den Fuss
und angeschwollenem Knoechel sagte der Arzt: "Also, entweder lassen Sie das Antreten sein, das lockert Ihnen die Schrauben, oder wir muessen nochmal operieren".

Hab mir dann die NTV gekauft. Die Horex abgemeldet. Dem Fliehkraftregler die alleinige Schuld gegeben. Gewartet, bis eine elektronische Zuendverstellung auf den Markt kam, die zuverlaessig bei stehendem Motor auf den exakten Spaetzuendungspunkt schaltet. Dann sollte auch der 400er wieder rein. Die elektronische ZV wurde letzte Woche von Laubersheimer offeriert und sofort gekauft. Nun kanns losgehen.


Bevor ich Euch aber weiter mit lauter Text langweile, ein paar Fottos.

Bestandsaufnahme.


Ja, so steht sie - ungeputzt - seit ueber 3 Jahren in der Werkstatt. Von weitem: Recht ordentlich, alles dran. Von nahem: Na ja, da ist an einigen Teilen doch wohl etwas Flugrost, und auch die Spinnen haben sich Muehe gegeben. Was im Bild auffaellt: Die beiden verchromten Halter ueber dem Hinterrad. Dienen als Textil-Packtaschen-Affstandshalter, damit die nicht an der Hirafe scheuern. Kommt im Bedarfsfall je rechts u. links ein "Nummernschild-Blanko" drueber.

Aber jetzt mal naeher dran:

weiter


© Text & Fotos by RainerII