haarp & angel´s
Angels don't play this HAARP



Harald Kuhl 16.05.2001 Interview mit Dr. Nick Begich, der HAARP erstmals in der Öffentlichkeit bekannt gemacht hatte

Seit Jeane Manning und Dr. Nick Begich in ihrem 1995 in den USA erschienenen Buch Angels don't play this HAARP - Advances in Tesla Technology das Thema HAARP erstmals in das Interesse einer kritischen Öffentlichkeit rückten, reißt die Diskussion um das umstrittene Projekt nicht ab. Im Gegensatz zu manchen Verschwörungstheoretikern, die sich ebenfalls der Thematik angenommen haben, bemühen sich die Autoren um Belege für ihre Schlussfolgerungen. Eine deutsche Fassung erschien 1996 bei Zweitausendeins unter dem Titel "Löcher im Himmel - Der geheime Ökokrieg mit dem Ionosphärenheizer HAARP" und ist mittlerweile vergriffen.



Was unterscheidet HAARP von herkömmlichen Sendeanlagen?

Nick Begich
: Normalerweise verteilt sich die von einem Sender ausgestrahlte Energie mit zunehmender Entfernung mehr und mehr und verliert dabei an Intensität. HAARP hingegen verfügt über ein spezielles Antennenfeld, das die Konzentrierung der Energie auf ein relativ kleines Gebiet in der Ionosphäre ermöglicht.



Laut offizieller Darstellung ist HAARP ein ziviles Forschungsprojekt. Sie sind anderer Meinung?

Nick Begich
: Ja. Ursprünglich hieß es, die einzige militärische Verwendung, für die man HAARP einsetzen könnte, sei die Kommunikation mit getauchten U-Booten. Ansonsten sei HAARP nichts weiter als eine zivile Forschungseinrichtung. Unsere Recherchen haben allerdings ergeben, dass weitaus mehr dahinter steckt.



Warum also sind militärische Stellen beteiligt?

Nick Begich
: Seit 1995 - so die Darstellung des U.S.-Militärs - stellt neben der erwähnten U-Boot-Kommunikation eine weitere militärische Anwendung einen Bestandteil von HAARP dar: Mittels Radiowellen sollen unterirdische nukleare Anlagen aufgespürt werden. Zwar behauptet man, diese Anwendung hätte man erst auf Druck des US-Senats in das Projekt aufgenommen, tatsächlich gehörte dies aber bereits seit 1990 zu den verfolgten Zielen. Lediglich die Prioritäten haben sich geändert. Der Senat hatte eine zusätzliche Finanzierung von der Frage abhängig gemacht, ob HAARP auch bei der Kontrolle der Einhaltung von Abrüstungsvereinbarungen nützlich sein könnte.



Wofür kann eine Anlage wie HAARP sonst noch eingesetzt werden?

Nick Begich
: Anhand der Planungsdokumente ergeben sich eine ganze Reihe von Nutzungsmöglichkeiten. Da wäre zunächst einmal die schon erwähnte Kommunikation mit getauchten U-Booten. Die Idee, die dahinter steckt, ist die Ausstrahlung von gepulsten Frequenzen im Bereich 2,8-10 MHz, um auf diese Weise die Ionosphäre zu stimulieren und dort extrem niedrige Frequenzen (ELF) zu erzeugen, die den Erdboden und die Ozeane durchdringen. ELF wird bereits heute für die Kommunikation mit U-Booten eingesetzt. HAARP könnte dies jedoch wesentlich besser, weil damit höhere Datenraten erzielbar wären. Ein zweiter Einsatzbereich wäre ein neuartiges Überhorizont-Radarsystem, mit dem man anfliegende Objekte bereits hinter dem Horizont ausmachen könnte. In diesem Zusammenhang steht eine weitere Verwendung: Durch die Erhöhung der ausgestrahlten Energie könnte man um anfliegende Objekte herum ein Energiefeld schaffen und so deren Konsistenz untersuchen, um eine eventuelle nukleare Ladung aufzuspüren. Bei Bedarf könnte man mit Hilfe des Energiefeldes Störungen im Bordcomputer hervorrufen, die zu Fehlfunktionen und schließlich zum Absturz führen.

Auch die drahtlose Übertragung von Energie zählt zu den denkbaren Anwendungen. Bereits in den 60er Jahren haben solche Versuche stattgefunden, mussten dann aber aufgegeben werden, da man damals nicht über die notwendige Technologie verfügte, die Energie in einem ausreichenden Maß zu fokussieren. Mit HAARP wird sich dies ändern.



Ein Streitpunkt zwischen den Gegnern und den Betreibern ist die Antwort auf die Frage, ob HAARP zur Erprobung von Patenten des US-amerikanischen Wissenschaftlers Bernard Eastlund dient.

Nick Begich
: Das Militär streitet dies ab. Wir haben jedoch mit Eastlund gesprochen und von ihm die Bestätigung erhalten, dass HAARP exakt einem seiner Patente entspricht, nämlich der Fokussierung von per Radiowellen ausgestrahlter Energie. Der einzige Unterschied besteht in den Größenordnungen, denn Eastlund hatte eine weitaus größere Anlage als HAARP im Sinn. Darin stimmen wir mit dem Militär überein: HAARP ist ein Prototyp, eine Vorstufe zu einer möglicherweise noch weitaus größeren Anlage.



Wie kam es zu HAARP und welche Rolle hat Eastlund dabei übernommen? Nick Begich: Dr. Eastlund wurde ursprünglich von Atlantic Richfield Inc. angestellt, eine der größten Öl- und Gasförderfirmen Alaskas. Man suchte nach einem Weg, große Mengen an Erdgas direkt im Gebiet von North Slope zu verbrauchen, da es dort keine Pipeline oder eine andere Möglichkeit der Marktzuführung gibt. Eastlund entwickelte das Konzept eines Ionosphärenheizers, bei der fokussierte Sendeenergie zur Anwendung kommen sollte. Atlantic Richfield gründete dann eine Tochterfirma namens Arco Power Technology Inc. (APTI), die sich unter der Leitung von Eastlund mit 25 Mitarbeitern um die Weiterentwicklung seiner Ideen bemühte. Als er sein Konzept dem Militär vortrug, übernahm es die weitere Finanzierung des Projektes. Die Patente wurden von einem großen Rüstungskonzern aufgekauft. Mittlerweile behauptet das Militär, dass man sich nicht mit Eastlunds Ideen beschäftige, sondern mit denen anderer Wissenschaftler. Doch das ist nur Augenwischerei, denn alles dreht sich um die Technik der Fokussierung von Energie an einem festlegbaren Punkt in der Ionosphäre; und diese Entwicklung basiert eindeutig auf Eastlunds Ideen. Wenn man mit Eastlund über seine Arbeit spricht, wird man irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem er weitere Auskünfte verweigert mit der Begründung, dass er sich an eine Geheimhaltungspflicht zu halten habe. Das allerdings widerspricht der Behauptung des Militärs, dass bei HAARP alles offen zugeht und sich keine geheimen Machenschaften dahinter verbergen.



Gibt es vergleichbare Projekte anderswo?

Nick Begich
: Eine russische Zeitung hat über ein Projekt des russischen Militärs berichtet, das ebenfalls über Möglichkeiten im Bereich eines Überhorizont-Radarsystems verfügt. Auch hierbei wird die Energie über ein spezielles Antennenfeld abgestrahlt, um so anfliegende Objekte zu analysieren und gegebenenfalls zu zerstören. Die Russen haben genau die Technik beschrieben, die auch bei HAARP zur Anwendung kommt. Der Unterschied besteht darin, dass die Russen das System als Waffe bezeichnen, während es die Amerikaner als ein ziviles Forschungsprojekt verpacken. Eine Einladung der Russen an die USA, sich an ihrem Projekt zu beteiligen, wurde abgelehnt. Jetzt wissen wir auch warum: Wir entwickeln unser eigenes System und behaupten weiterhin, dass es sich ausschließlich um Forschung handelt. Aber das Militär der USA betreibt Forschung nicht als Selbstzweck, ein militärischer Hintergrund muss HAARP also unterstellt werden. Auch eine international anerkannte militärische Fachzeitschrift hat HAARP eindeutig als ein Waffensystem bezeichnet.

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Ein Schutzpanzer aus Radiowellen?



Mario Gongolsky 16.05.2001 Ist das vom Militär geförderte HAARP-Projekt ein ziviles oder militärisches Forschungsprojekt?

Im Busch von Alaska baut das US-Militär die größte und leistungsfähigste Kurzwellensendestation der Menschheitsgeschichte. Seit 1994 wird das Vorhaben, sehr zum Ärger der Regierungsbehörden, durch eine kritische Berichterstattung begleitet.



Die Sendeanlage befindet sich in der Nähe von Gakona, etwa 160 Meilen nordwestlich von Anchorage. Bis Ende 2002 sollen 360 Sendeantennen eine Strahlungsleistung von mindestens 4,7 Milliarden Watt (ERP) erzeugen können. Diese gigantische Anlage ist der Hauptbestandteil eines Projektes mit der Bezeichnung HAARP (High-frequency Active Auroral Research Project).

Radiowellen werden an der Ionsophäre reflektiert. Besonders starke Sender können mit ihrem Signal die Reflexionszone der Ionosphäre erwärmen und dadurch die Elektronendichte verändern. Die HAARP-Anlage eröffnet ein Experimentierfeld über die Wechselbeziehungen von Ionsophäre und Magnetosphäre, dem militärisch nutzbare Potenziale zugeschrieben werden.

Das HAARP-Projekt tarnt sich geschickt durch die Vergabe ansehnlicher Gelder für die Aufbereitung von Forschungsergebnissen, die als zivile Subventionen und Forschungsaufträge an einige der führenden amerikanischen Universitäten fließt. Das Interesse des amerikanischen Verteidigungsapparates am HAARP-Projekt belegt sich allein schon durch die Liste der involvierten Abteilungen, zu denen auch die "Kirkland Air Force Base" zählt. Dieser Stützpunkt befasst sich immer nur mit den technologischen Speerspitzen der US-Rüstung und war auch an der Entwicklung der "Strategic Defense Initiative" (SDI) beteiligt. Der Betreiber der Anlage ist das Naval Research-Laboratory und die Federführung des Projektes obliegt dem Verteidigungsministerium.


Täuschen, Tarnen, Verharmlosen


Für die Öffentlichkeit wird auf der Website des Projekts in schillerndsten Farben die Möglichkeit einer Rekreation der angeschlagenen Ozonschicht und die Abwendung von Wirbelstürmen in den Vordergrund geschoben. Lediglich die Entwicklung einer neuartigen Technik zur Erdtomografie, die es ermöglicht, unterirdische Bunker und Atomanlagen aufzuspüren, und ein neues System zur U-Boot-Kommunikation wird als militärisch nutzbares Abfallprodukt der Forschungen eingeräumt. Zudem werden für den Endausbau bis Ende 2002 nur die Hälfte des ursprünglich angedachten Leistungsgrenzen angegeben.

Aus der Entstehungsgeschichte dieser Anlage lässt sich zweifelsfrei ablesen, dass die Forschungen und Patente des Elektrotechnikers Nikola Tesla mit HAARP ausprobiert werden sollen. Der Erfinder der Drehstromtechnik war mit seinen Ideen, Energie drahtlos zu übertragen, seiner Zeit weit voraus. Als er 1940 dem US-Kriegsministerium eine omnipotente Strahlenwaffe, basierend auf seinem US-Patent 1.119.732, anbietet, wird er ausgelacht. In einem Artikel der "New York Times" vom 22. September 1940 wurde der 84 Jahre alte Tesla mit seinen trotzigen Ausführungen wie folgt zitiert: "Ich stehe der Regierung zur Verfügung, diese in das Geheimnis meiner "Teleforce" einzuweihen, mit der Flugzeugmotoren auf einer Distanz von 250 Meilen eingeschmolzen werden können. Eine unsichtbare Chinesische Mauer wird unser Land umgeben und schützen. [...] Mit einer enormen Spannung werden mikroskopisch kleine Partikel in ihre Mission der defensiven Zerstörung katapultiert."

Bernhard J. Eastlund, ein ehemaliger Ingenieur der US-Navy, meldete im August 1987 ein erstes Patent an, basierend auf Teslas Ideen im oben genannten Zeitungsartikel. Sein kleines Forschungsunternehmen wurde mehrfach durch Mittlerfirmen der Regierung aufgekauft und mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet, bis Eastlund schließlich ausstieg und die Nutzung seiner Patente aufgeben musste.


Kleine Tests, erstaunliche Folgen

Offensichtlich ist HAARP seit November 2000 wieder vermehrt aktiv. Jedenfalls berichten Funkamateure über exorbitant stark gepulste Signale auf Kurzwellenfrequenzen um 3.990 kHz, die untypischerweise keinen Zusammenhang mit der ionosphärischen Ausbreitung zu haben scheinen, weil sie Tag und Nacht gleichermaßen stark einfallen.

Zu den möglichen Anwendungen gehört die Beeinflussung des Wettergeschehens durch elektrostatische Felder, eine Technik, über die Russland schon seit fast 10 Jahren verfügen soll. Die Firma ELATE Intelligent Technology/Russland soll angeblich ein System betreiben, um das Wetter in einem Umkreis von 200 Meilen zu beeinflussen. Ähnliches hat der ehemalige wissenschaftliche Berater des Fernsehsenders CBS, Richard Hoagland, 1998 in Zentral-Arizona analysiert: Die untypische Wetterbeobachtung, mit plötzlichem Nebel und Schneefall, der zur Sperrung des Highways 17 führte, war nicht vorausgesagt und stand angeblich in keinem erkennbaren Zusammenhang zu Wind oder Wolkenfronten. Ein Vergleich der Langwellenaktivitäten und der zeitlichen Historie der Wetterradarbeobachtungen wurden mit den Sendeaktivitäten der HAARP-Anlage verglichen und zeigte deutliche Übereinstimmungen.

Als "Schutzschild" zur Landesverteidigung müsste HAARP noch einiges an Leistung zulegen. Dabei geht es um die Erzeugung eines elektromagnetischen Pulses von einer Stärke und Intensität, die jede elektrische Steuerung zum Ausfall bringt. Die Ionosphärenforschung versucht, hierbei den wissenschaftlich bereits beschriebenen Transistoreffekt der Ionosphäre zu nutzen, der eine 1000-fache Signalverstärkung ermöglicht. Eine gezielte Modifikation bestimmter Regionen der Ionosphäre durch Erhitzen könnte den Durchbruch bringen, um den Transistoreffekt militärisch nutzbar zu machen.

Schon die heutigen Ausbaustufen von HAARP stehen im Verdacht, Flugzeuge in Schwierigkeiten zu bringen. Ein Warnradar veranlasst eine Sicherheitsabschaltung der Sender, sofern sich ein Flugzeug der Anlage nähert, denn die elektromagnetische Härtung der Flugzeugelektronik reicht nicht aus, um der Strahlung von HAARP zu widerstehen. Es gibt hierzu Berichte über Anomalien und Fehlfunktionen von Autopilotensystemen. Dabei befanden sich die Flugzeuge in etwa 400 Meilen Entfernung, außerhalb des Radarbereichs.

HAARP steht erst am Anfang ihrer Möglichkeiten und könnte unter der Bush-Regierung eine militärische Aufwertung erfahren. Dafür sprechen möglicherweise Messungen der ELFRAD-Gruppe vom Februar 2001, die eine Steigerung der Strahlungsleistung belegen sollen.

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