ABC DES SKISPRINGENS

Wem noch irgendetwas einfällt oder einen Kommentar loswerden
möchte, kann mir gerne eine Mail schicken oder alles ganz einfach ins
Gästebuch
eintragen!
A,B,C,D,E,F,G,H,I,J,K,L,M,N,O,
P,Q,R,S,T,U,V,W,X,Y,Z
- Absprung
- Wahrscheinlich die wichtigste Phase des Sprungs überhaupt. Ein
idealer Absprung erfordert viel Kraft und insbesonders ein perfektes
Timing. Das ist insofern so schwierig, weil es sich hier um Sekundenbruchteile
handelt, die den gesamten Sprung ausmachen. Erfolgt ein Absprung nämlich
zu früh, so verliert der Athlet wertvolle Meter. Ist er zu spät,
so verläuft die Flugkurve zu flach, so daß der Springer auch hier
wesentlich schneller auf den Boden aufkommt als beim Idealfall.
- Aktivensprecher
- Ein aktiver Athlet wird von den anderen für dieses Amt gewählt
und hat dafür Sorge zu tragen, daß die Forderungen der Springer
von den Verantwortlichen gehört werden. Somit stellt der Aktivensprecher
eine Art Bindeglied und Vermittlungsmann zwischen den Springern und den
Funktionären dar. Zuletzt bekleidete der deutsche Springer Dieter Thoma dieses Amt. Während des
3. Springens der Vier-Schanzen-Tournee 1999 in Innsbruck verkündete er
jedoch seinen Rücktritt, da er seine Tätigkeit als Zeitverschwendung
empfand.
- Ampel
- Wie die normale Ampel hat auch die Ampel bei den Skispringern die
gleichen drei Phasen. Bei der Rot setzen sich die Springer auf den
Donnerbalken, bei Gelb beginnen sie mit der letzten Konzentrationszeit vor
dem Sprung. Dieser Teil dauert üblicherweise 20 Sekunden, kann aber
von der Jury verlängert werden, wenn die äußeren
Bedingungen zu schlecht sind. Darauf folgt eine 5 Sekunden lange
Grün-Phase. Innerhalb dieser Zeit müssen die Athleten den Balken
verlassen haben; andernfalls werden sie disqualifiziert.
- Anlauf
- Befindet sich auf dem Schanzentisch. Beim Ende des Anlaufs
muß der Athlet rechtzeitig abspringen, um gut in die
Flugphase zu kommen und somit einen Grundstein für einen
guten Sprung legen.
- Anlaufgeschwindigkeit
- Enorm wichtig für die Weite. 1 km/h kann je nach Schanze
bis zu 10 Meter ausmachen.
- Anlauflänge
- Wird von der Jury festgelegt, bestimmt auch maßgeblich die
erzielbaren Weiten. Denn: Je länger der Anlauf, desto weiter die
Sprünge. Reguliert wird sie durch entsprechende Verschiebungen
der sogenannten Luken nach oben oder nach unten.
- Anlaufspur
- Muß in jedem Fall sehr gut präpariert sein, um hohe
Anlaufgeschwindigkeiten erzielen zu können. Ist sie beispielsweise
naß, dann sind die Anlaufgeschwindigkeiten meist geringer
als normal.
- Anzeigetafel
- Hier gibts natürlich die neuesten Ergebnisse
zum Ablesen. Befindet sich daher auch im Auslauf.
- Aufmachen
- So wird allgemein das Manöver bezeichnet, bei dem der
Athlet den Sprung vorzeitig abbricht. Meist passiert dies, wenn
er merkt, daß andernfalls die Sturzgefahr zu groß wird.
Hierbei rudern die meisten sozusagen den Flug sprichwörtlich
ab.
- Aufwind
- Heiß geliebter und oft herbeigewünschter Wind. Drückt
einen Springer nach oben, verschafft ihm dadurch ein Luftpolster, das
am Ende einige zusätzliche Meter an Weite bewirken kann.
- Auslauf
- Ein Sprung sollte nie so weit sein, daß er den Auslauf erreicht,
da es dort viel zu flach sowie die Druckbelastung für den Athleten
äußerst stark ist und somit die Sturzgefahr enorm hoch ist.
Ansonsten kann der gerade gesprungene Athlet von hier aus an einer
Anzeigetafel sein
Ergebnis ablesen und sich gegebenenfalls wieder auf den Weg zum Turm machen,
um einen weiteren Sprung zu absolvieren.

- Bakken
- Anderer Ausdruck für eine Schanze.
- Betongesicht
- Gewisse Leute
werden nicht nur
wegen der Vollgesichtsschutzmaske so genannt...
- Betonsegler
- Allgemein anerkannter Ausdruck ;) für Athleten, die so springen
wie Kazuyoshi Funaki.
Hier eine kleine Kostprobe...
(Hinweis: AVI-Format unterstützender
Browser notwendig!)
- Bier
- Gern gesehenes Erfrischungsgetränk der Athleten an Nicht-Wettkampftagen.
- Bindung
- Verbindet, wie der Name schon sagt, den Ski mit dem Schuh. Bricht eine
solche Bindung im Flug oder bei der Landung kann es zu schweren Stürzen
kommen.
- Bischofshofen
- Skiort in Österreich. Hier findet am Dreikönigstag (6. Januar)
traditionell der 4. und letzte Wettbewerb der Vier-Schanzen-Tournee statt.
- Boklöv
- Der schwedische Skispringer revolutionierte Anfang der 90er
Jahre die gesamte Sportart, indem er erstmalig während
des Fluges die Skier spreizte und damit weiter als alle anderen
sprang. Obwohl dies zu Beginn auf allgemeine Skepsis stieß,
setzte sich diese Form unter dem Namen V-Stil durch. Heute wird
sie von allen aktiven Spitzenathleten gesprungen.

- Chamonix
- Skiort in Frankreich. Dort finden an einem Wochenende meist zu
Saisonbeginn zwei Weltcup-Wettbewerbe statt.
- Chemikalien
- Natürlich gibt es verschiedene davon mit ebenfalls variierenden
Zwecken. Manchmal wird zum Beispiel Pulver auf den Anlauf gestreut, um
die Nässe zu binden und so die Anlaufspur wieder besser befahrbar
zu machen. Aber wie bei fast jeder anderen Chemikalie läßt
sich dieses Mittel nur begrenzt einsetzen. So kann es bei
übermäßiger Verwendung zum Faulen des
Schnees kommen.

- Donnerbalken
- So bezeichnet man das Brett, auf dem die Athleten unmittelbar vor dem
Sprung sitzen. Von hier aus können sie die Ampel bzw. das Startzeichen
von ihren Trainern beobachten.
- Doping
- Zum Glück bis jetzt kein Thema beim Skispringen. Dopingkontrollen
werden aber regelmäßig durchgeführt.
- Druck
- Immer ziemlich unangenehm. Sowohl Leistungs- als auch Luftdruck machen
den meisten Athleten schwer zu schaffen. Der Luftdruck während des
Fluges läßt sich laut den Springern am besten mit dem Druck
bei einem Sprung aus dem 4. oder 5. Stockwerk eines Hochhauses vergleichen.
- DSV
- Abkürzung für Deutscher Ski-Verband.
Um auf die offizielle DSV-Website zu gelangen, bitte
hier klicken.
- DSV-Adler
- So werden oft die deutschen Skispringer, die seit Jahren durchgehend zur
Weltspitze gehören, von der Presse genannt.

- Eddie "the Eagle"
- Im Gegensatz zu den meisten anderen Athleten sorgte Eddie
the Eagle Edwards nicht mit seinen Leistungen für Furore,
die man bestenfalls als grottenschlecht bezeichnen könnte,
sondern mit seiner ganzen Art. Sein Sprungstil und etliche
Marotten, die der Engländer unbekümmert zur Schau stellte,
hoben ihn bei den Fans auf Kultstatus. Der Konkurrenz hat er wohl
so manchen Nerv geraubt, da die eigentlichen Leistungsträger
wegen ihm zum Teil völlig in den Hintergrund gedrängt
wurden.
- Einzelspringen
- Im Gegensatz zum Mannschaftsspringen kämpft hier jeder für
seine eigenen Resultate, jedoch gibt es auch hier zwei Durchgänge.
In diesem Modus wird normalerweise der
Großteil der Wettbewerbe im Skispringen sowie sämtliche
im Skifliegen ausgetragen.
- Eis
- Schmeckt zwar ganz gut, wenn es aber in der Anlaufsspur zuviel davon
gibt,
kann das die Sicherheit der Athleten, die Anlaufsgeschwindigkeit und somit
auch die erzielbaren Weiten beeinträchtigen.
- Ernährung
- U.a. aus aerodynamischen Gründen müssen Skispringer
stark auf ihr Gewicht achten. Beim Skifliegen in Planica 1999 wurden
aber heimliche Riesendefizite aufgedeckt, als Janne Ahonen mit
einer fettigen Wurst gesichtet wurde und Martin Schmitt gar
verkündete, er würde am Abend mit einer dicken Pizza
ausspannen... Hier ein weiteres
Beispiel für solches Verhalten.

- Fahne
- Wird von den Trainern verwendet, damit schlägt man praktisch
drei Fliegen mit einer Klappe. 1. Man bezeugt seinen Patriotismus. ;) 2.
Man gibt damit seinen Athleten auf dem Donnerbalken ein Startsignal. 3.
Man kann sehen, von welcher Richtung und wie stark in etwa der Wind
weht.
- Familie und Freunde
- Durch die vielen Wettbewerbe und die ständigen Reisen bleibt
normalerweise nicht soviel Zeit für sie übrig, aber sie sind
und bleiben natürlich sehr wichtig.
- Fersenband
- Verbindet den Schuh zusätzlich an der Ferse mit dem Ski. Ein
solches Fersenband ist zwar elastisch, um den Ski gut anwinkeln zu
können, gilt aber doch als sehr stabil. Als Vorsichtsmaßnahme
ist aber stets noch ein weiteres elastisches Band befestigt. Dennoch kann
es immer wieder zu Unfällen kommen, wenn beide Bänder reißen.
- FIS
- Internationaler Ski-Verband. Unter der FIS werden sämtliche
Wettbewerbe im Skispringen ausgetragen. Um auf die offizielle FIS-Website
zu gelangen, bitte hier
klicken.
- Fliegen
- Siehe Skifliegen.
- Frauenskispringen
- Tatsächlich gibt es auch in dieser Disziplin eine Damenkonkurrenz. Allerdings
herrscht allenfalls geringes Interesse, da die Frauen nur unwesentliche Weiten erzielen.
Dennoch zeichnet sich mit dem Boom bei den Männern auch hier ein allmählicher Wandel ab.
By Viv. All copyrights belong to the author of this site. Please do not
publish any part of this site without the author's permission.
INDEX
NEXT (G-L)
MAIN PAGE