Willkommen auf meiner Homepage, die der Wiedergeburt oder auch Reinkarnation gewidmet ist. Ich hoffe, Ihnen das Thema auf den folgenden Seiten etwas näher bringen zu können.
Der Reinkarnationlehre ist im Grunde nichts neues. Der Glaube an die Reinkarnation wurde jedoch im Christentum im Jahre 322 n. Chr. abgeschafft, 200 Jahre später sogar verboten. Dies hatte zur Folge, das heute in allen Ländern, in den das Christentum dominierte selbst Atheisten meist nichts über Reinkarnation wissen. Das wiederauftauchen dieser Lehre im Westen ist mit größter Wahrscheinlichkeit Psychologen und Psychiatern zu verdanken, die sich als Therapiehilfsmittel der Hypnose bedienen. So ist die Altersregression eine gängige Therapiemethode, in der ein hypnotisierter Patient durch sein Leben bis in die frühste Kindheit zurückgeführt wird, um vergessene seelische Konflikte oder Traumen bewußt zu machen. Bei diesen Rückführungen stießen einige, durch bewußtes Experimentieren, teils aber auch durch Zufall auf vergangene Leben ihrer Patienten in dem sie z.B. sagten gehen sie so weit in der Zeit zurück wo das Gefühl zu erstenmal auftauchte. Inzwischen ist daraus Europaweit und in den USA eine neue Therapieform entstanden: Die Reinkarnationstherapie, die trotz ihres großen Erfolgs, auch bei schweren Fällen, in denen eine normale Therapie nichts brachte, von sehr wenigen Therapeuten angewand wird. In vielen Kulturen ist die Rückerinnerung an frühere Leben seit Ewigkeiten ein Volkssport. Und in tiefer Meditaion oder der Selbsthypnose, ist sogar fast jeder ohne fremde Hilfe dazu im Stande. Der einfachste Weg ist durch eine andere Person hypnotisiert und zurückgeführt werden. Zur Verdeutlichung folgt hier ein Rückführungsprotokoll.
Sutphen: Reden Sie. Sagen Sie mir, was Sie wahrnehmen... Was geschieht?
Eva: Ich hab Angst. (Beginnt zu zittern.)
S: Wovor haben Sie Angst?
E: Vor dem Schnee - daß wir da nicht rauskommen. Keiner kommt raus. Wir haben's nicht geschafft, bevor es schneite.
S: Sind noch andere bei Ihnen? Wie viele sind es?
E: Ahm - vielleicht dreißig oder vierzig.
S: Okay, schildern Sie Ihre Lage, so gut Sie können.
E: Wir wollten da durch sein, ehe es zu schneien anfängt. Aber wir
haben es nicht geschafft. Jetzt sitzen wir fest. Wir kommen nicht
weiter.
S: Mit welchem Beförderungsmittel seid ihr da hingekommen?
E: Mit Planwagen. Und zu Fuß.
S: Wie alt sind Sie?
E: Zehn.
S: Wie heißen Sie?
E: Mary.
S: Okay, Mary. Du bist zehn Jahre alt und sitzt mit dreißig bis vierzig
anderen zusammen irgendwo fest. Seid ihr vielleicht auf einem
Treck ?
E: Ja.
S: Okay, sag mir, wie es in diesem Augenblick für dich aussieht.
Erzähl mir etwas darüber.
E: Ja - es ist sehr kalt, und wir haben nichts zu essen.
S: Nennt ihr euch alle zusammen irgendwie? Habt ihr einen gemeinsamen Namen?
E: Ja. Ah - Donner.
S: Aha. Okay. Sobald ich jetzt bist drei gezahlt habe, gehst du weiter
zu etwas, das für dich wichtig ist. Eins. Zwei. Drei.
E: Mein Großvater ist tot. Plötzlich gestorben.
S: Ist deine Mutter auch da ? Und dein Vater - sind die beiden da?
E: Mein Vater ist nicht da.
S: Und weißt du, wo er ist, dein Vater?
E: Ich glaube, er wartet da drüben hinter den Bergen auf uns...
Genau weiß ich es nicht.
S: Okay. Du bist also zusammen mit deiner Mutter und deinem
Großvater auf den Treck gegangen. Ist das richtig so?
E: Ja. Und mit meiner Schwester und meinem Bruder. Und Großvater ist gestorben.
S: Was sagt deine Mutter dazu? Werdet ihr euren Großvater begraben?
E: Ah - wir... wir sprechen da nicht drüber. Darüber spricht hier
niemand. Wir kriegen jetzt zu essen.
S: Ihr bekommt etwas zu essen?
E: Ja, und wir sollen nicht wissen, daß es Großvater ist. Aber ich
weiß es, ich weiß es, und ich darf das eigentlich gar nicht essen. (Sie
bebt am ganzen Körper. Tränen laufen ihr über die Wangen.)
S: Hast du Hunger, Mary?
E: Ja.
S: Großen Hunger? Du überläßt dich jetzt ganz deinem Hungergefühl. Wie ist das, wenn man so großen Hunger hat?
E: Das ist nicht wichtig. So was ist überhaupt nicht wichtig.
S: Doch, das ist wichtig. Du ißt. Du hast Hunger, und das tut weh.
Erzähl mir darüber. Du gehst jetzt ganz in diese Erfahrung hinein.
Du gehst jetzt in diese Erfahrung hinein, bis du ganz durch sie hindurch bist. (Stummes Durchleben des Hungergefuhls.) Und jetzt er-
zähl mir, wie das ist für einen, wenn man solchen Hunger hat.
E: Es ist einfach schrecklich. Man haßt seine eigenen Geschwister.
Man will nur noch essen, essen, sonst nichts.
S: In Ordnung. Wir gehen jetzt weiter, Mary. Du gehst jetzt weiter in
der Zeit, tiefer in den Winter hinein. Sag mir, was jetzt geschieht.
E: Von den alten Leuten verschwinden noch mehr.
S: Verschwinden sie? Oder sterben sie? Was geschieht mit den alten
Leuten?
E: Ich glaub nicht mehr, daß sie einfach wegsterben. Ich glaub, ich
glaub, die andern bringen sie um.
S: Du glaubst, sie töten die alten Leute, um sie zu essen?
E: Ich glaube... ja, ich glaub schon. Ja.
S: Okay. Der Tageslauf - was macht ihr so den ganzen Tag? Ich
wüßte gern alles, was im Lauf des Tages so geschieht.
E: Wir sind in einem Loch - einem Schneeloch.
S: In einem Schneeloch, okay. Und weiter?
E: Wir kuscheln uns bloß aneinander, weil's so kalt ist.
S: Und das ist alles, was ihr den ganzen Tag lang macht? Euch aneinanderkuscheln, um euch zu wärmen?
E: Die Kinder und die Mütter und andere.
S: Und weiter? Lebt ihr verstreut oder alle zusammen in einem Lager? Und wie ist euer Zusammenleben organisiert? Wie viele seid
ihr noch, und wie ist die Organisation?
E: Ja, also - es sind eigentlich nur noch zwei Familien da. Aber das
sind keine ganzen Familien. Das sind gröstenteils bloß Frauen und
Kinder, die noch da sind. Und ich glaube, jetzt weiß das jeder, jeder
weiß es jetzt, außer den ganz kleinen Kindern. Ich darf das eigentlich nicht essen.
S: Aber du ißt. Wie denkst du darüber, daß du Menschen ißt?
E: Ich finde es gräßlich.
S: Aber du tust es. Wie denkst du darüber, daß du es gräßlich findest und es trotzdem tust? (Ich stoße sie an, um die Entladung aufgestauter Emotionen anzuregen.)
E: Etwas in mir denkt, das ist schon in Ordnung, und etwas in mir
denkt, nein, ist es nicht. Mutter sagt, es ist in Ordnung.
S: Okay, Mary, du gehst jetzt ein kleines Stück weiter in der Zeit,
nur ein kleines Stück. Zeit vergeht,' und der Winter wird härter.
Was geschieht jetzt?
E: Es sind längst nicht mehr so viele da wie zu Anfang. Nur die
Frauen und die Kinder. Noch zwei Männer.
S: Zwei Männer?
E: Ja, und die haben Angst vor den Frauen. Sie sitzen allein in
einem Loch.
S: Die Männer sitzen in einem Loch für sich, weil sie Angst vor den
Frauen haben?
E: Jawohl...
S: Wieso haben sie Angst vor den Frauen?
E: Ich nehme an, weil die wollen, daß ihre Kinder am Leben bleiben.
S: Die Frauen wollen, daß ihre Kinder am Leben bleiben - was bedeutet das?
E: Die werden sich die Männer holen wollen - um sie aufzuessen.
(Fängt an zu weinen und heftig zu beben.)
S: Wir lösen uns jetzt von dieser Szene, und sobald ich bis drei gezählt habe, gehst du, ohne Schmerzen oder Kummer zu empfinden,
zu deinem letzten Lebenstag in diesem Dasein, das wir gerade erkunden. Du wirst nicht gestorben sein und nicht in den NichtkörperZustand ubergewechselt sein. Aber es ist der letzte Tag in deinem
Leben, und ich möchte, daßß du mir erzählst, was jetzt geschieht.
Eins. Zwei. Drei.
E: Ich bin jetzt Großmutter. Und ich bin eine alte Frau.
S: Okay, Mary, ich möchte, daß du jetzt Rückschau hältst auf dein
Leben und mir sagst, wie es war. Du warst damals bei der «Donner
Party H mit dabei, und ihr wart im Schnee eingeschlossen. Du hast
also überlebt? Ist das richtig?
E: Jawohl. Der Frühling... Es wurde dann Fruhling.
S: Es wurde Frühling, und du hast überlebt. Wie viele waren es außer dir?
E: Nicht viele, nicht besonders viele. Fünfzehn vielleicht. Oder
zwanzig.
S: Und für dich ging das Leben weiter. Wo hast du es zugebracht,
dein Leben?
E: Wir sind dann fortgezogen, weit fort, und haben einen anderen
Namen angenommen.
S: Weshalb habt ihr einen anderen Namen angenommen?
E: Wegen der Leute. Die Leute haben es gewußt.
S: Die Leute haben gewußt, daß die Überlebenden der Donner
Party die anderen gegessen haben?
E: Ja.
S: Und haben sie deswegen verurteilt?
E: Ja.
S: Und.wie fühltest du dich damals? Wie fühltest du dich als Überlebende des Trecks, die andere Menschen gegessen hat? Hast du das
dein Leben lang mit dir herumgeschleppt?
E: Ich hab nie wieder Fleisch essen wollen, nie wieder. Weil ich von
Anfang an gewußt hatte, daß es unrecht war.
S: Es war unrecht, die anderen zu essen?
E: Jawohl. Ich hätte überhaupt nichts davon essen dürfen.
S: Du warst ein Kind von zehn Jahren, und deine Mami sagte, daß
kein Unrecht dabei ist. Hatte das in deinen Augen keine Bedeutung?
Hast du es trotzdem immer für wirklich unrecht gehalten?
E: Ganz besonders mit dem Großvater. Mit dem ganz besonders.
Jawohl. Es war nicht recht.
S: Haben dein Bruder und deine Schwester auch überlebt, Mary?
E: Ja. Aber sie sind weggezogen. Wir wollten nie wieder miteinander reden nach dem, was vorgefallen war.
S: Ihr wolltet nie wieder miteinander reden?
E: Ja. Jeder zog in eine andere Himmelsrichtung. Wir haben den
Kontakt miteinander abgebrochen. Wir wollten von niemand mehr ;
gekannt sein, und wir wollten einander selber nicht mehr kennen.
S: Hat später noch mal jemand davon erfahren? Dein Mann vielleicht?
E: Nein.
S: Du hast ihm nie davon erzählt?
E: Kein Wort. Ich hab mit keinem einzigen Menschen daruber gesprochen.
S: Mit anderen Worten, du hast es dein Leben lang verdrängt. War
das nicht eine schreckliche Last, Mary ?
E: Das war es und ist es heute noch. Es geht mir immer noch nach.
Mir ist angst, wenn ich ans Sterben denke.
S: Wovor ist dir dabei angst?
E: Daß ich meinen Großvater wiedersehen konnte.
S: Erklär mir das genauer.
E: Wenn es so was wie Himmel und Hölle gibt, dann treff ich ihn
vielleicht wieder.
S: Und du nimmst wirklich an, daß er bloß darauf wartet, einem
zehnjahrigen Mädchen Vorwürfe zu machen? Hast du dir schon mal
überlegt, daß er vielleicht ganz froh darüber war, dir das Leben retten zu helfen?
E: So was Ähnliches hat meine Mutter auch immer gesagt. Aber ich
hab da meine Zweifel. Und ich hab Angst vor ihm.
S: Was hat deine Mutter auch immer gesagt?
E: Daß es nicht so wichtig ist. Daß er so oder so umgekommen wäre.
S: Als du erwachsen warst, hast du da auch den Kontakt mit deiner
Mutter abgebrochen?
E: Nein. Sie ist bald danach gestorben. Sie hat sich nie wieder erholt.
S: Sie hat sich nach jenem Winter nie wieder erholt?
E: Ich glaube, sie wollte einfach nicht mehr weiterleben.
S: Und dein Vater? Hat er nun drüben hinter den Bergen auf euch
gewartet?
E: Nein. Ich glaube, er wollte nichts mehr von uns wissen, als er von
der Sache erfuhr. Genau weiß ich es nicht.
Bei einer Folgeuntersuchung stellte Sutphen fest, daß Eva
I953 in die USA eingewandert ist und sich niemals mit der
amerikanischen Geschichte beschäftigt hat. Sie kann sich
nicht erinnern, im Wachleben jemals von jener Tragödie gehört zu haben. An historischen Tatsachen fand Sutphen heraus, daß es ingesamt 87 Menschen waren, die bei jener tragischen Unternehmung im Jahr I846 die Prärie in Richtung
Kalifornien überquerten, unterwegs aufgehalten und vom
verfrühten Winter in der Sierra Nevada überrascht wurden.
Zwei Abteilungen des Trecks kampierten an einem See, der
heute Lake Donner heißt, wo sie zwei primitive Blockhäuser
errichten konnten. Die dritte Abteilung unter der Führung
von George Donner fand sich weitab von den anderen von
den Schneemassen eingeschlossen. Die Auswanderer verließen die Planwagen und schlugen Zelte auf, die sie mit aufgelegten Ochsenhäuten gegen die Kälte abzudichten suchten.
Meterhohe Schneeverwehungen zwangen sie, wie von Eva
beschrieben, im Schnee Löcher nach oben durchzugraben.
Von den drei Abteilungen des Trecks überlebten insgesamt 47
Mitglieder, und zwar größtenteils Frauen und Kinder. Von
der abgetrennten dritten Abteilung blieben nur acht am Leben, zwei davon Männer.