GLOSSAR
Glossar und Lexikon


Unser Glossar
Viele, viele, viele Begriffe werden hier erklärt.


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adventistisch, Advetismus
Ankuft Jesu auf Erden; (nahe) Wiederkunft Christi zum Endgericht.
Äon
Übersetzung: lange Zeit, Ewigkeit. Unterschiedlich lang vorgestellte Zeitspanne.
Äther
In der Antike die oberste, feinste luft - Urstoff alles Entstandenen, Weltseele.
Akasha-Chronik
Esoterische Vorstellung, daß es im Jenseits eine Chronik gibt, in der jedes Einzelschicksal, aber auch der ganze Weltverlauf eingetragen ist. Über die Schicksale hinaus läßt diese Chronik auch die Aufgaben, die jedem Menschen zugeteilt sind, erkennen.
Anthroposophie, Anthroposophische Gesellschaft
Wörtlich: Weisheit vom Menschen. Von Rudolf Steiner begründete esoterische Weltanschauung, die von der Theosophie wichtige Impulse erhielt. 1912/13 gründete Steiner als Abspaltung der Theosophischen Gesellschaft die Anthroposophische Gesellschaft.
apokalyptisch, Apokalyptik
Wörtlich: Enthüllung, Offenbarung; die auf einer besonderen Offenbarung basierende Beschreibung des kommenden Weltendes; teilweise wird apokalyptisch hier im Sinne von endzeitlich gebraucht.
Ashram
Ursprünglich die Bezeichnung für ein indisches Kloster, später dann für das Haus eines Gurus. Darüber hinaus heute die Bezeichnung für die Wohngemeinschaft oder das Zentrum z.B. einer solchen Gruppe wie der Bhagwan-Bewegung.
Astrologie
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Atman
Sanskrit-Begriff; Lebensprinzip, erfahrbares Selbst des Menschen; oft auch "Seele".
Baptisten
Christliche Gemeinschaften, die heute im Weltbund der Baptisten" (wörtlich: Täufer) mit rund 70 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen sind. Kennzeichnend ist die Ablehnung der Kindertaufe und die daraus resultierende alleingültige Erwachsenentaufe, die auch beim Übertritt aus anderen christlichen Kirchen vollzogen wird. Die Baptisten sind Mitglied beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und sind daher nicht den "Sekten", sondern den Freikirchen zuzuordnen. Die Bezeichnung rührt vom griechischen Wort charis (=Gnade) her. Nach Paulus in 1.Korinther 12-14 teilt der Heilige Geist jedem Menschen verschiedene Charismen zu, so daß keiner alle bzw. jeder andere Gaben besitzt. Die heutigen charismatischen Christen legen somit besonderen Wert auf diese Erfahrung des Heiligen Geistes, wie er sich bei ihnen in Ekstase, Prophezeiungen ( Prophet), Zungenrede und Heilungen zeigt.
charismatisch
Die Bezeichnung rührt vom griechischen Wort charis (=Gnade) her. Nach Paulus in 1.Korinther 12–14 teilt der Heilige Geist jedem Menschen verschiedene Charismen zu, so daß keiner alle bzw. jeder andere Gaben besitzt. Die heutigen charismatischen Christen legen somit besonderen Wert auf diese Erfahrung des Heiligen Geistes, wie er sich bei ihnen in Ekstase, Prophezeiungen (Prophet), Zungenrede und Heilungen zeigt.
Dogmen, Dogma
Wörtlich: Meinung, Lehrsatz. (Konfessionell) verbindliche Glaubensaussage.
Dual, Dualismus
Glaube an zwei unvereinbare Prinzipien oder Grundkräfte der Welt.
Emanation
Wörtlich: "Ausflüsse" des Göttlichen zur Welt hin. Personifizierte Stufen des Seins Gottes.
esoterisch, Esoterik
wörtlich:"nach innen gewandt", verborgen. Vorstellung eines religiösen Geheimwissens, das nur Eingeweihten zugänglich ist. Heute schwerzu trennen von Okkultismus und New Age. Allgemein wird heute unter Esoterik das gesamte Spektrum von Wahrsagerei bis Pendeln verstanden. Der Begriff steht aber auch für den "Weg nach innen".
Eurythmie
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evangelikal
Bezeichnung einer Frömmigkeitsrichtung christlichen Glaubens, die die normative Funktion der Bibel als oberste Richtschnur besonders betont. Unterschiedlich stark ausgeprägt jedoch wird auf der Irrtumslosigkeit bzw. Inspiration der Bibel bestanden (=fundamentalistische Auslegung; Fundamentalismus). Typisch für die evangelikale Ausrichtung ist die Vorstellung, daß neben Christi Sühneopfer noch die persönliche Erlösung jedes einzelnen notwendig ist. Verbunden mit dieser Erfahrung des Christwerdens ist meist die Bekehrung.
Freikirche
Diese Bezeichnung umfaßt herkömmlicherweise eine Reihe von Kirchen und Gemeinschaften, die sich seit dem 16. Jahrhundert aus verschiedenen Reformkirchen heraus entwickelt haben und selbständig geblieben sind ( Baptisten, Mennoniten, Quäker, Methodisten, Heilsarmee). Meist sind es Kirchen und Gemeinschaften, die aus dem Bemühen um die Erneuerung urchristlichen Gemeindelebens entstanden sind und zu denen (im Unterschied zu Sekten) ökumenische Beziehungen bestehen oder möglich sind.
fundamentalistisch, Fundamentalismus
Fundamentalismus dient heute als Bezeichnung für sehr verschiedene religiöse, politische und gesellschaftliche Strömungen. Die komplexe Lebenswirklichkeit wird auf eindeutige Quellen und Grundlagen reduziert, um die Festlegung bestimmter Grundideen zu erreichen. Im christlichen Fundamentalismus werden die Vorstellung, daß Gott die Bibel in allen ihren Teilen wörtlich eingegeben hat (Verbalinspiration), und die damit einhergehende, notwendige und wörtliche Befolgung der biblischen Texte betont. So bekämpft der Fundamentalismus die historisch-kritische Bibelauslegung, die Evolutionstheorie, theologisch und gesellschaftlich liberale Strömungen; er wendet sich gegen jeden Synkretismus und gegen die Ökumene (Ökumenischer Rat der Kirchen). Allen fundamentalistischen Richtungen ist der absolute Wahrheitsanspruch gemeinsam.
gnostisch, Gnosis
wörtlich: Erkenntnis. Seit der Antike bekannter Religionstyp mit unterschiedlicher Ausprägung. Leitend dabei ist die Vorstellung, daß es nur wenigen Menschen möglich ist, Erkenntnis über göttliche Geheimnisse zu erlangen. Gemeinsam ist den Gnostikern die Einteilung der Welt gemäß dem Dualismus. Mensch und Kosmos trügen Geistfunken der jenseitigen Lichtwelt in sich; daher müsse der Mensch von der bösen, feindlichen Materie erlöst werden. Dies wird möglich durch einen Gesandten des Lichts (meist Jesus Christus), der dieses Wissen übermittelt.
Golgatha
Wörtlich: "Schädelstätte"; Kreuzigungsort Jesu Christi.
Initiationsritus
Wörtlich: Einweihung durch einen bestimmten Brauch. Ein Initiationsritus kann bezogen sein auf die Einweihung in eine Gemeinschaft oder in ein Geheimnis; desweiteren kann darunter der Eintritt in einen neuen Lebensstand verstanden werden. Auch bei der christlichen Taufe handelt es sich um einen "Initiationsritus".
inkarnieren, Inkarnation, Inkarnierung
Wörtlich: Fleischwerdung (vgl. Reinkarnation bzw. Wiedergeburt); dahinter verbirgt sich die Vorstellung, daß ein geistiges Wesen menschliche Gestalt annimmt.
Karma
Sanskrit-Wort: eigentlich arm n (=Werk, Tat). Das Gesetz der Vergeltung von Taten. Im Hinduismus und Buddhismus existierende Vorstellung, daß jede menschliche Tat im nächsten Leben ( Wiedergeburt/Reinkarnation) die ihr entsprechende Folge hat (gut oder böse). Somit wird die im Leben erfahrene Ungleichheit der Menschen nicht durch göttliche Wirkung, sondern durch das menschliche Tun erklärt.
Krishnamurti
Jiddu Krishnamurti (1895-1986), Pseudonym des Hinduknaben Jiddu Narayniah, von Beruf freier Lehrer. Die Weltpräsidentin der Theosophischen Gesellschaft", Annie Besant (1847 1933), vermutete in ihm den von vielen Theosophen erwarteten Weltlehrer" und erhob ihn 1912 zum wiedergekommenen Christus, was letztlich zur Abspaltung der "Anthroposophischen Gesellschaft" Rudolf Steiners führte.
Kundalini
Sanskrit-Begriff; nach tantrischer Lehre die weibliche Energie, die sich am Steißbein jedes Menschen in Form einer Schlange (wörtlich: zusammengerollt") konzentriert und durch bestimmte Tantra-Techniken dazu gebracht wird, in das Zentrum des Bewußtseins unter dem Schädeldach aufzusteigen, um sich mit der männlichen Energie zu verbinden.
Manifestation
Wörtlich: Handgreifbarwerdung. Selbstbezeugung Gottes in äußeren Ereignissen.
Medium
Person, die (meist durch ein Schlüsselerlebnis oder eine spezielle Einweihung) die Fähigkeit bekommen hat, mit der Geisterwelt in Kontakt zu treten ( Spiritismus). Dies kann sich darauf beschränken, Botschaften aus dieser höheren Welt quasi als Sprachrohr zu übermitteln oder darüber hinaus noch die Fähigkeiten beinhalten, z.B. Gegenstände ohne Berührung zu verrücken oder andere außergewöhnliche Effekte zu erzeugen. Viele Medien beanspruchen für sich, das Sprachrohr Gottes oder Jesu zu sein und führen auch Heilungen aus.
Metamorphose
Wörtlich: Umwandlung oder Verwandlung.
mystisch, Mysterienbuch
Wörtlich: Sich schließen. Ein Buch bzw. eine Schrift, die der/dem Eingeweihten Einblick in die Geheimnisse des Glaubens und in die heilsgeschichtlichen Zusammenhänge gewährt.
Mysterium
Ein für den menschlichen Verstand nicht ohne weiteres zugängliches Geheimnis, das nur im Glauben erfaßt werden kann.
Mystik
Versenkung mit dem Ziel unmittelbarer Vereinigung mit Gott.
neuoffenbarerisch, Neuoffenbarer, Neuoffenbarung
Der Begriff Neuoffenbarung" geht zurück auf den Schreibknecht Gottes", Jakob Lorber (1800 1864). Heutige Anhänger seines Schrifttums gehen davon aus, daß Lorber von Gott bzw. Christus durch das innere Wort" neue Botschaften in die Feder diktiert worden seien. Auf diese Weise entstand ein umfangreiches Schrifttum, das noch heute verlegt wird. In dieser Tradition stehen zahlreiche andere Neuoffenbarer, nicht zuletzt auch Gabriele Wittek, die Lehrprophetin" des Universellen Lebens". Die neuen angeblichen Jesus-Texte werden über die Heilige Schrift gestellt. Die Widersprüche zum Alten und Neuen Testament sind offenkundig. Daneben gibt es auch noch andere Arten des Offenbarungsempfangs (vgl. hierzu die neuen Offenbarungen" des Mormonismus). Ebenso wie beim Universellen Leben tragen Neuoffenbarungen" nicht unwesentlich zum Entstehen einer Neureligion bei; christliche Begriffe werden zwar verwendet, aber mit neuen, meist außerchristlichen Inhalten gefüllt.
neupfingstlerisch, Pfingstler, Pfingstbewegung
Sammelbezeichnung für mehrere religiöse Gruppierungen, in deren Mittelpunkt die Gnadengaben des Heiligen Geistes (Zungenrede, Geisttaufe usw.) stehen, die der Urgemeinde zu Pfingsten zuteil wurden. Die Neupfingstler wurden ab 1971/72 von den zwei anderen großen Strömungen (klassische Pfingstbewegung und Charismatische Erneuerung) unterschieden. Sie legen starken Akzent auf die Mission, unterscheiden sich im Glauben von den zwei anderen Strömungen nicht, pflegen aber einen anderen (meist moderneren") Stil und andere Ausdrucksweisen.
Ökumene
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okkult, Okkultismus
Wörtlich: dunkel, verborgen, geheim. In der Umgangssprache ähnliche Verwendung wie Esoterik, jedoch mehr negativ besetzt als jene. Im wesentlichen handelt es sich um eine unscharfe Sammelbezeichnung für die unterschiedlichsten Phänomenbereiche, Praktiken und weltanschaulichen Systeme, die häufig synonym für esoterisch", paranormal", mystisch" oder übersinnlich verwendet werden. Das Lexikon des Geheimwissens" (Freiburg 1976, S.300) versteht unter O. die Theorie und Praxis der Naturerscheinungen, deren Ursachen mit dem bisher bekannten Naturgesetzen noch nicht erklärt werden können." Im Zentrum des O. steht die Magie, also die Beschäftigung mit un- oder übernatürlichen Erscheinungen und umfaßt einzelne Techniken und Praktiken aus dem Bereich des Spiritismus, Satanismus, aber auch der Esoterik.
Osho
Wörtlich: Meister". Der Gründer der Bhagwan-Bewegung, Rajneesh Chandra Mohan (1931 1990), wurde bis 1989 von seinen Schülern als Bhagwan" (=der Erhabene", der Göttliche"), später dann Osho" genannt. Er soll diesen Titel nach eigenen Angaben von Bodhidharma, den Urvater des Zen-Buddhismus übernommen haben.
Prophet, Prophetie
Wörtlich: „Berufener Sprecher" Gottes, zur Verkündigungs seines Willens und der Zukunft. Prophetie bezeichnet die öffentliche Rede (=Prophezeiung) im direkten Auftrag Gottes.
Reiki
Wörtlich: "Geist-Energie", bei Reiki handelt es sich um eine ursprünglich aus Japan stammende alte Heilkunst. Darunter versteht man auch eine universale Lebensenergie.
Reinkarnation
Wiedergeburt
Sanskrit
Wörtlich: das Zusammengezogene"; perfekt konstruierte, kultivierte Rede; Sprache der vedischen Literatur; religiöse Gelehrtensprache Indiens.
Spiritismus
Erklärungsmodell für rational unerklärliche Erscheinungen, in welchem durch die Annahme einer feinstofflichen Geisterwelt angebliche Einflüsse auf unser materielles Leben gedeutet werden. In den Einzelzügen der Lehre von dieser Geisterwelt (gute und böse Geister usw.) unterscheiden sich die verschiedenen Gruppen stark. Meist jedoch wird durch ein Medium im Rahmen einer kleinen Gruppe (sog. Zirkel) Kontakt zu den Geistern hergestellt. Durch diese erhält man Anweisungen und Vorhersagen für das Leben oder Antwort auf einzelne Fragen.
Synkretismus
Wörtlich: Vermischung. Vermischung verschiedener religiöser Auffassungen.
tantrisch, Tantra, Tantrismus
Der Tantrismus (Tantra heißt wörtlich: Faden oder Gewebe; gedacht als Kette" von Gurus, die esoterische Lehren weitergeben) ist eine im 5./6. Jahrhundert in Indien entstandene Erlösungslehre, die sowohl den Buddhismus als auch den Hinduismus beeinflußt hat. Die Erlösung wird durch die Verschmelzung mit dem göttlichen All-Einen erreicht. Dafür werden verschiedene Praktiken eingesetzt, u.a. das Raunen von bestimmten Mantras (Lautfolgen) oder Mudras (rituelle Finger- oder Handstellungen) u.v.a. Darunter sind auch die Nysa (sakral-sexuelle Praktiken). Im Westen wurden v.a. die sexuellen Techniken übernommen (Stichwort: befreite Sexualität"), der Erlösungsgedanke jedoch immer stärker zurückgedrängt.
Theokratie
Wörtlich: Gottesherrschaft. Verfassung, in der Gott als Herrscher gilt.
Theosophie, Theosophische Gesellschaft
Wörtlich: Gottesweisheit. Im Unterschied zur christlichen Theosophie handelt es sich bei der indischen Theosophie um eine synkretistische Weltanschauung, die in der Überbietung der Wissenschaften (inklusive Philosophie und Theologie) zur höchsten Wahrheit gelangen möchte. Theosophisches Denken ist seit der Antike bekannt und in den verschiedensten Ausprägungen vorhanden. Allen Richtungen gemeinsam ist meist eine Reinkarnationslehre, die Lehre der eigentlichen Identität der Seele mit dem Göttlichen, die Neigung zu bestimmten Verzichtsgeboten (z.B. kein Fleischgenuß), die Anwendung von mystischem und okkultem Gedankengut sowie das Selbstverständnis des Auserwähltseins. Die bekannteste und für die Gegenwart einflußreichste theosophische Verbindung ist die 1875 von H. P. Blavatsky gegründete Theosophische Gesellschaft", von der sich 1912 R. Steiners Anthroposophische Gesellschaft" abspaltete.
Transfiguration
Verklärung bzw. Verwandlung des Menschen in eine höhere Bewusstseinssphähre.
Vision
Wörtlich: Gesicht, Schau.
Wiedergeburt
Wörtlich: Wieder-Fleischwerdung. Ursprünglich aus der ostasiatischen Philosophie stammender Gedanke, daß der Mensch mehrere Leben auf der Erde durchlebt. Vertritt diese Lehre im Osten v.a. die Auffassung vom Leid auf der Erde, das der Mensch ertragen muß, und dem er nur durch entsprechende Reinkarnationen ( Karma) allmählich entkommt, kann im Westen eine andere (z. T. auch positive) Deutung (z.B. als persönliche Vervollkommnung) erfolgen. In neuzeitlichen esoterischen Systemen ist sie oft mit dem Karma-Gedanken verknüpft.
Yoga
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