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Anke & Jan
Reisebericht 1 - Bulgarien 4.8. - 22.8.99 |
Last update
23.08.2000 |
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Am Mittwoch Mittag gegen 14 Uhr sind wir etwas verspaetet endlich zur grossen Reise gestartet. Der Abschied von den Eltern und Freunden ist uns doch schwerer gefallen als gedacht. Das Tagesziel ist Bonn zu erreichen, wo wir bei Werner Zwick, einem Freund, die Nacht verbringen. Zusammen mit Werner, Karin Walter und Peter L. Petersen sitzen wir in einem kleinen Restaurant und nehmen ein ausfuehliches Mahl. Es werden eine Menge Travelstories zum Besten gegeben und viel gelacht. Am folgenden Tag hat Werner bei seinem Arbeitgeber, der Telekom, mit der Mitarbeiterzeitung ein Interview organisiert. Wir sind maechtig stolz. Dann muss es schnell gehen, denn wir muessen noch vor dem Mittag (12 Uhr) unser Visum fuer Australien in der Botschaft abholen. Es wird eine kurze und herzliche Verabschiedung von Werner und seinem Kollegen. In der Botschaft geht alles sehr schnell und wir erhalten nach 45 Minuten unser Visum. Auch Karin muss sich verabschieden, es fallen wenig Worte. So ein Abschied faellt doch immen schwerer als man meint. Peter L. Petersen wartet schon vor der Botschaft auf uns. Er wird uns auf der Fahrt zur Sonnenfinsternis nach Rumaenien begleiten, wo wir uns mit Kay und Peter Forwood aus Australien verabredet haben. Heute 5.8.99 schaffen wir noch ganze 150 km bis nach Bad Kreuznach,
wo die Familie von Jans Bruder lebt (tolle Tagesleistung). Als wir eintreffen ist noch niemand zu Hause, so machen wir es uns erstmal im Garten gemuetlich. Denn seit unserer Abreise ist das Thermometer kaum unter 30 Grad Celsius gefallen. Die Ueberraschung ist gelungen als die drei nach Hause kommen und es wird ein netter Abend. Am folgenden Tag gibt es ein gemeinsames Fruehstueck und Florian muss gegen 8.30 Uhr zur Arbeit. Wir erledigen einige Lastminit Einkaeufe und erledigen die ersten E-Mails in einem Telekom-Geschaeft und so starten wir erst gegen 14 Uhr in Richtung Oestereich. Gegen 20 Uhr finden wir einen Campingplatz kurz vor Passau und wir uebernachten dort. Nach einer Dusche geht es am naechsten Morgen um 9.30 Uhr weiter immer
an der Donau entlang geht es bis nach Wien. Hier werden wir mit einem Gewitter
empfangen, was uns Gelegenheit gibt, die neu erworbene Regenbekleidung
zu testen (wir haetten nicht unbedingt darauf bestanden). So uebernachten
wir 90 km vor der ungarischen Grenze in einem Hotel, da das Campen bei
diesen Wassermassen keinen Zweck hatte.
Wir erreichen Budapest und machen einige Photo's von der beruehmten
Bruecke zwischen Buda und Pest. Wir essen noch ein Eis und schon geht es in Richtung Rumaenien weiter.
30 km vor der Grenze finden wir einen Campingplatz mit Pool.
Am naechsten Tag geht es auf nach Rimnica Vilcea ca. 200 km sued-westlich vom Campingplatz zum Epizentrum der Sonnenfinsternis. Die Atmosphaere ist elektrisiert, die ganze Stadt ist voller Menschen und es gibt einen grossen Aufschrei als der Himmel sich verdunkelt. Von der Sonne ist nur noch die Korona zu sehen, ein einmaliges Schauspiel. Nach 2 Minuten und 45 Sekunden ist der "Spuk" vorbei und die Sonne gewinnt wieder an Kraft und brennt wie gewohnt vom Himmel. Wir fahren in die Berge und suchen uns nahe Draculars Schloss einen
Platz zum Campen in der freien Natur. Die Stimmung ist sehr gut und so
kann uns auch ein aufziehendes Gewitter, welches die ganze Nacht andauert
nichts anhaben, zumal unsere Zelte auch innen trocken bleiben. Wir verabschieden uns von Peter L. und Ewan (Kay und Peter sehen wir 2 Tage spaeter wieder) und steuern den Campingplatz in Risnov wieder an, wo wir unsere Waesche erledigen und uns ein wenig ausruhen wollen. Am Sonntag den 15.8.99 erreichen wir zusammen mit Kay und Peter das schwarze Meer bei Constanta. Wir nehmen zwei Zimmer an der Kueste und ruhen aus. Wir nutzen die Gelegenheit unser Gepaeck neu zu organisieren und die Waesche endlich zu trocknen (in Risnov hatte es die ganze Zeit geregnet). Das Strandbild gleicht einem deutschen Ostseebad. Viele (vorwiegend) junge Leute, viel Musik und es gibt alles zu kaufen, was man so am Strand braucht. 17.8.99 Wir fahren ueber die Grenze nach Bulgarien. Das Strassenbild sieht etwas anders aus. Die Strassenverhaeltnisse sind aehnlich, nur gibt es nicht so viel Tiere und Menschen auf den Strassen. Wir fahren nach Varna an die Kueste um Geld zu tauschen und E-Mails zu erledigen. Internet ist doch sehr verbreitet, sowohl in Rumaenien als auch in Bulgarien. Es ist immer noch sehr heiss (35-40 Grad Celsius) und so fahren wir in den naechsten Tagen in die Berge Richtung Griechenland, wo es ertraeglicher ist. Heute am 22.8.99 sind wir, zumindest zeitweise ans Bett bzw. an die Toilette gefesselt, da sich unsere Maegen erst an die veraenderten Umstaende gewoehnen muessen. Fazit bis heute:
Anke und Jan
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