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bei gerald zu gast: alexander weiss

alexander ist angestellter in einem (noch) verstaatlichten betrieb. er lebt - wie er sagt - in einer eifersuchtsfreien beziehung. über internet lernte er gräfin juliette kennen. seither schreibt er für sie jede woche ein gedicht. hier werden sie erstmals veröffentlicht.


beschloss eines morgens
ein hund zu werden


ein poesiealbum für gräfin juliette
(siehe auch http://www.bizarr-escort.com/content_grassl.htm
)


und über das Buch „Herrische Weiber“

Der Sado-Poet

Alexander, Du schreibst erstmals Gedichte...

Alexander: Nein, als Jugendlicher habe ich natürlich auch schon Herz-Schmerz-Gedichte geschrieben. Aber die zählen (hoffentlich) nicht.

Und jetzt hast Du vor, jede Woche ein Gedicht für Gräfin Juliette zu schreiben...

Alexander: Ja, so lange mir dazu Texte einfallen, die ihr gefallen...

Das ist ungewöhnlich...

Alexander: Eigentlich nicht. Für mich ist jede Begegnun mit ihr irgendwie inspirierend. Auch beruflich ist es so, dass ich jedesmal, wenn ich von ihr weggehe voll Ideen bin. Sie ist gewissermaßen eine ECHTE Muse. Wäre ich ein Maler, würde ich jedesmal ein Bild malen, wäre ich Komponist, schriebe ich ein Lied.

Du hast nun schon ein paar Dutzend Deiner Texte geschrieben. Wie reagiert Gräfin Juliette darauf?

Alexander: Wer sie kennt, weiß, dass sie ein außerordentlich musischer Mensch ist, der anspruchsvolle Literatur, bildende Kunst oder Konzert- und Opernbesuche sehr schätzt. Ich denke, dass sie sich von diesen Texten nun auch ein bisschen "inspirieren" lässt, was dann nicht nur mir, bei meinen Besuchen bei ihr wahrscheinlich "zugute" kommt. Gräfin Juliette ist selbst sehr kreativ - in jeder Hinsicht. Und daher schätzt sie es, wenn sich ihre Gäste selbst bei ihr kreativ einbringen. Ich selbst bezeichne mich ja weder als Dichter, Schriftsteller oder Künstler. Ich bin in der Privatwirtschaft tätig. Aber viele Gäste sind Kulturschaffende. Das sagt doch einiges, oder nicht?

Soll das heißen, dass ihre Gäste dichten, malen oder musizieren können müssen?

Alexander: (lacht) Natürlich nicht. Aber wenn jemand zu ihr kommt und Ideen für neue, gute und auch taugliche "Spielgeräte" hat, wird von ihr gewiss ebenso große Wertschätzung erfahren. Das Zusammensein mit ihr ist ein kreativer "Akt" und kein langweiliges, passives bloßes "konsumieren".

Noch einmal zu den Gedichten: Man kann sie auf der Web-Seite von Gräfin Juliette lesen. Ist vorgesehen, sie auch als Buch zu publizieren?

Alexander: Sehr gerne - wenn sich ein Verlag melden sollte...

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