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Projekt "Schwarzer Winkel"

Betrifft: Zeitzeugen gesucht
Für eine Artikelserie in der Wiener Obdachlosen-Zeitung "Augustin" recherchiere ich dzt. zum Thema "Asoziale" während der Zeit des deutschen Faschismus.
Leute mit dem "Schwarzen Winkel" wurden doppelt diskriminiert: Sie wurden nicht nur vom Nazi-Staat verfolgt, sondern galten auch für die meisten Mithäftlinge der KZ´s (auch nach 1945) als "minderwertig".
Nach 1945 hat sich kaum jemand um das Schicksal dieser Gruppe der Verfolgten ernsthaft gekümmert.
Besonders übel ist dabei das Schicksal der ca. 33.000 Zwangs-Prostituierten (ebenfalls mit "Schwarzem Winkel"), die es im III. Reich gab, von denen nur sehr wenige überlebten.
In der sog. KZ-Literatur kommen sie alle - wenn überhaupt - nur am Rande vor (meist in diskriminierender Form).
Für meine Arbeit suche ich nun dringend Zeitzeugen, die selbst betroffen waren oder als Freunde, Familienmitglieder bzw. Mithäftlinge über das Schicksal von "Asozialen" in Gefängnissen, Arbeitshäusern und KZ´s Auskunft geben können.
Alle Auskünfte werden natürlich streng vertraulich behandelt.
Der "Schwarze Winkel" ist ein "schwarzer Fleck" in der Aufarbeitung der Geschichte des Faschismus.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen

Gerald Grassl

Post bitte an
PF 84, 1022 Wien, Österreich
oder
wuzgerald@gmx.at

Personensuche:

1) Spanische Journalisten arbeiten an einer Filmdokumentation über Mauthausen. Wer kann Auskunft geben über:
Ferdinand Grabowski, AZR Häftling ("Asozialer"), Mauthausen Nummer 722,
geboren in Wien 10.2.1891, Beruf: Kino-Operateur, am 9.5. 1939 in Mauthausen eingeliefert. Er arbeitete dort zuletzt im Häftlingskommando der "politischen Abteilung".
Am 9.9.1944 wurde er "überstellt", doch ist unbekannt, ob in die Wehrmacht oder in ein anderes Lager.
Seine Frau: Amalie, geb. Reinhardt. Wien 5, Margarethengürtel 122
-Grabowski wurde vor seiner "Überstellung" kastriert .
-Er kam niemals nach Hause zurück.
Wer weiß über das Leben Ferdinand Grabowskis nach Mauthausen Bescheid? Wer weiß, wann oder wo er gestorben ist? Wer kannte seine Frau oder kennt Angehörige von ihm?

2) Betrifft Veranstaltung im EKH am 21. 9. 2001 zum Thema Schwarzer Winkel. Gerald Grassl ersucht um Kontaktaufnahme mit jener Frau, die an einem Ravensbrück-Projekt mitarbeitet (2. Reihe, rote Hose) und jener Frau, die die Frage über die Waisenkinder stellte.
Kontakt bitte über die Redaktion oder PF 84, 1022 Wien, oder wuzgerald@gmx.at.

3) Wer kann Auskunft über "Gräfin Triangi" geben?
"Gräfin Triangel" war in der Zwischenkriegszeit ein sog. "Wiener Original", eine "herabgekommende" Adelige, die sich bemühte "ihr Äußeres zu wahren".
Sie lebte in Floridsdorf oder Donaustadt und stand immer wieder in den Zeitungen, weil sie wegen jeder Kleinigkeit und gegen jeden prozessierte.
Ab 1938 war sie plötzlich einfach verschwunden – und niemand weiß wohin?
Wer weiß etwas über sie bzw. wer weiß ihren bürgerlichen Namen?
Informationen bitte an die Redaktion, oder PF 84, 1022 Wien oder wuzgerald@gmx.at

sog. "Asoziale" im III. Reich

(english)

Einleitung
Armut
"Beschäftigungspolitik"

Begriff "asozial"

Hitler in Wien
Der Terror beginnt

"Bekämpfung des Bettelunwesens..."
Wer war "asozial"
Die seltsame Geschichte der Amalie Hoisl

Vor dem Krieg

Dr. Wolfgang Neugebauer (DÖW)
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz

Univ.-Prof. Dr. Michael Hubenstorf: "Sozialistische Eugenik"

Mag. Maria Fritsche: Deserteure

Zeitzeugen:

Hans Marsalek
Irma Trsak

"Neben"-Recherchen:

Fanni Grossman
(englisches Exil)

Karl Daubrawa
Der Fotograf von Mauthausen - Francisco Boix
"Deutsche Weihnacht"
Der Skandal Michael Krüger (FPÖ)

Bücher:

Vicor Klemperer: "LTI"
Karl Kraus: Die Dritte Walpurgisnacht

E. Hackl: Die Hochzeit von Auschwitz

Mongo Stojka
Die verbrannten Dichter

Vergesst doch endlich!

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