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Nach einer Zeit der grenzenlosen
Entdeckung, folgt vielleicht
eine Zeit der Entdeckung der
Grenzen.
Bernd Stoy, deutscher Essayist (geb. 1935)
Wenn wir uns mit dem Thema der Schöpfung
wissenschaftlich befassen, brauchen wir zunächst, für die Beantwortung
dieser Frage, eine klare Vorstellung was eine wissenschaftliche Theorie
ist und in welchem Bezug sie zu unseren Fragen steht.
Die einfachste Auffassung über eine Theorie ist ein Modell (z.B. das Universum ) sowie einzelne Regeln und dessen Größen, die wir innerhalb des Modells in Beziehung unserer Beobachtung setzen. Die Gesamtheit dieser Regeln bilden eine experimentelle Methode. Sie ist aber kein sicherer Weg um die Wirklichkeit zu erfassen. Denn eine Theorie existiert immer nur in unserer Vorstellung, eine konkrete Wirklichkeit beinhaltet sie ebenfalls nicht; was immer das für die Wirklichkeit unserer Existenz bedeutet.
Die Wissenschaft hat nicht den vorrangigen Anspruch die Wahrheit zu finden, sondern vielmehr der Weg, den man folgen muss, wenn man das Wissen in einer bestimmten Zeit vom realen und illusorischen trennen will. Im Kern ist, nach Peter Brian Medowar, das erste Ziel der Wissenschaft nicht so sehr die Wahrheit zu erkennen, als sich vor Fehler zu schützen.
Fragen über den Ursprung der Schöpfung und den Grundlagen unserer Welt versucht die Wissenschaft, seit der Zeit der Aufklärung (17. Jahrhundert), mit immer komplizierteren und technisch aufwendigen Modellen zu beantworten. Ihre Antworten führen uns in die Tiefe des Universums und bringen uns bis an den Rand der Entstehungsgeschichte der Materie. Doch eine umfassende Antwort auf alle Zusammenhänge in unserem Universum können sie nicht definieren.
(siehe meine Homepage) "Die Geschichte der Materie"
Bei der Erforschung unserer Welt stellt die
Wissenschaft der Physik den mathematischen Eckpfeiler für das Modell
des heutigen Weltbildes. Fragen nach Ursprung, Beschaffenheit oder dem
Wesen des Universums werden in der klassischen Physik mit den
"Prinzipien"(
z.B. das Energieerhaltungsgesetz ) und den "Naturgesetzen"
erklärt. Das heißt, die Physik und deren Disziplinen versuchen an Hand von wissenschaftlichen
Modellen und Theorien Gesetzmäßigkeiten zu formulieren, die
aufgrund ihrer deterministischen Vorhersage, als eine "Allaussage" interpretiert
wird und somit ein Naturgesetz darstellt. Die Grundlagenforschung der klassischen Physik besteht im wesentlichen
aus drei Prinzipien:
Kausalität, Stetigkeit und Objektivierbarkeit, ohne die eine Formulierung und Berechnung der Modelle und
dessen Gesetzmäßigkeiten nicht möglich ist. Die Kosmologen gehen
heute davon aus, das die uns bekannten Gesetze überall im Kosmos dieselbe Gültigkeit
haben.
Die Welt, so behauptet die Naturwissenschaft
seit Jahrhunderten, sei durch die Naturgesetze geregelt und somit auch
durch sie erklärbar. Doch Versuche eine Weltformel für die Natur
zu schaffen waren immer wieder zum Scheitern verurteilt. Mit der Formulierung
der Naturgesetzen und der daraus folgenden Theorien, kann mit stetig
zunehmender Exaktheit erklärt werden, wie Ereignisse in unserer Welt
funktionieren und welche
Zusammenhänge es zwischen den einzelnen Dingen bestehen, allerdings nicht,
"warum" sie es so
ist.
Die
Frage nach dem Sinn der Ereignisse kann die Naturwissenschaft uns nicht beantworten?
Der entscheidende Durchbruch, so glaubte man, war der Versuch Naturgesetze in der Sprache der Mathematik zu formulieren. Galilei tat dies als erster mit den "Fallgesetzen", Kepler hatte als Entdecker der "Planetengesetze" damit Erfolg und Newton brachte die Methode mit seinen "Fluxionen" bzw. "Differentialberechnungen" zur Vollendung. Ihre Entdeckungen machte unsere Welt verständlicher und zugleich auch komplizierter, wobei Jahrtausend alte philosophische und religiöse Dogmen in Frage gestellt bzw. widerlegt wurden. die Verlässlichkeit der Naturgesetze ist somit unabdingbar für die kosmologischen Ereignisse und somit für unsere eigene Existenz. Doch eine Weltformel die eine Interpretation für alle universellen Vorgänge aufweist, ist den Naturwissenschaftlern bis heute noch nicht gelungen.
Im Juli 1999 traf sich in Potsdam die Elite
der Physik, an der Spitze das Physikgenie
Edward Witten aus Princeton. Auf dieser String-Tagung
läutete Witten die zweite String-Revolution
ein. Diese Stringtheorien sollen das Gedankengebäude der Relativitätstheorie
und der Quantentheorie vereinigen, was einem Urgesetz gleichkommen würde.
Bis heute kennt die Physik keine mathematische Formel, die Makro- und
Mikrowelt zu einem Naturereignis vereinigen kann. M. Green und J.
Schwarz entwickelten 1984 die Theorie, dass Teilchen nicht als unendlich
kleine Punkte betrachtet werden, sondern als vibrierende Fäden in
einer endlichen Länge die in einem zehndimensionale Raumzeit-Gefüge
existieren. Auch wenn man glaubt dies habe nichts mit der Wirklichkeit
zu tun, so konnte E. Witten dies Stringtheorie durch weitere Gleichungen,
mit einer elfte Dimension, vervollständigte. Diese sogenannte
„M-Theorie“(
siehe: "S-Matrix" in Kapitel Philosophie unter Quellennachweis)
vermochte selbst Witten nicht als mathematische Formel niederzuschreiben.6)
So
unbegreiflich auch dies Theorien für den "normalen" menschlichen Verstand
auch sein
mag, so zeigen sie uns zumindest, dass die von eine Physikelite erbrachten Theorien
vielleicht nur dazu da sind, um uns ein weiteres mal zu beweisen, dass die Natur sich nicht in das
Korsett von Zahlen zwingen lässt.
Die Relativitätstheorie beschreibt das ganz Große und
alles was sich bewegt, die Quantenmechanik beschreibt das ganz Kleine und alles
was existiert. Trotz ihrer experimentellen Unvereinbarkeit besitzen sie die
kosmologische Gemeinsamkeit eines universellen Ursprungs, der sich aus dem
Urknall einer energetischen Singularität vollzog. Daraus folgert, dass wir ein
Teil des Universums nur dann vollständig beschreiben können, wenn wir das
ganze Universum beschreiben.
Die Existenz
einer elementaren Verlässlichkeit der Naturgesetze wird mit der atomaren und subatomaren
Physik zunehmend unwahrscheinlicher, so dass die Frage nach dem Wesen der
Dinge, an Hand von Modellen der klassischen Physik nur unvollständig
beantwortet bleiben.
Am 14. Dezember des Jahres 1900 starben die Grundlagen der klassischen Physik, mit dem Vortrag von Max Planck, vor der Berliner Physikalischen Gesellschaft, über die Wärmestrahlung, sogenannter schwarzer Körper.
Unter Wärmestrahlung versteht man das Phänomen, das Materie, wenn man sie erhitzt, zu glühen beginnt, rot- bei hohen Temperaturen schließlich weißglühend. Die Experimente mit dieser Strahlung widersprachen auf unerklärlicher Weise den klassischen Modellen der Physik. Danach hätten die elementaren Strahler die Wärmeenergie in stetigen Werten emittieren müssen. Planck fand eine geniale Lösung. Alles klärte sich, sobald er auf Stetigkeit verzichtete und annahm, das die Wärmeenergie in dosierten Werten, häppchenartig, in sogenannten "Energiequanten" abgestrahlt werde. Das war die Geburt der "Quantenphysik".
3)
Mit
der Entdeckung und Vertiefung der Quantentheorie, über den Photoeffekt
bis zur Unschärferelation, durch die Wissenschaftler: Planck, Einstein,
Heisenberg und Bohr, in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts, hat die Physik
ihre objektive Realität verloren.
1927 hatte Heisenberg entdeckt, dass die Bahn eines Elementarteilchen erst dadurch entsteht,
wenn man nach
ihr Ausschau hält. Sucht der Beobachter statt dessen nach einer Frequenz,
verhält sich das "Teilchen"
als "Welle" ,
also eine im Raum ausgebreitete Schwingung oder Frequenz, die über
keinen definierbaren Ort oder exakte Bahn verfügt. Dieser fundamentale
Unterschied liegt nicht in der Art des Quantenstoffes begründet, sondern
in dem was der Beobachter zu sehen beliebt. Im unbeobachteten Zustand existieren
sowohl Teilchen als auch Wellen in einem Wahrscheinlichkeitszustand bzw. visuellen Möglichkeitsfeld, dessen Wirklichkeit nur der Beobachter
bestimmt. Dieser erkenntnistheoretische Schock
(
Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt
ist, hat sie nicht verstanden "Niels Bohr")
wird auch noch nach 60 Jahren als ein Messfehler verstanden.
(Subatomare Ereignisse seien eben subtil, so
dass unsere
groben Instrumente sie zwangsläufig beeinflussten).
Unzählige Bemühungen Heisenbergs
"Unschärferelation"
in der Quantenphysik oder Einsteins "Allgemeine Relativitätstheorie"
dem menschlichen Vorstellungsvermögen näher zu bringen, scheitert
nicht zuletzt an der sprachlichen Möglichkeit, mathematische Gesetzmäßigkeiten
verbal zu erklären.
Heisenberg schrieb: Das schwierigste Problem hinsichtlich des Gebrauchs der Sprache wird aber durch die Quantentheorie gestellt. Hier gibt es zunächst keinen Leitfaden, der uns erlaubte, die mathematischen Symbole und den Begriffen mit der gewöhnlichen Sprache zu verknüpfen. Das einzige was man weiß, ist die Tatsache, dass unsere gewöhnlichen Begriffe auf die Struktur des Atoms nicht angewendet werden können.3)
Doch, woher wissen wir, ob diese mathematische
Sprache die Wirklichkeit widerspiegelt?
Tatsächlich ist, dass mathematische
Berechnungen, wissenschaftliche Beobachtungen und theoretische Erkenntnisse
nur über unsere kognitive Erfahrungswelt erklärbar sind. Auch
Lastwagen und Wolkenkratzer zeigen im Prinzip Quanteneigenschaften, nur
machen die kurzen Wellenlängen es unmöglich ihren Effekt zu beobachten.
Zu den Erkenntnissen der modernen Physik gehört,
dass der Beobachter die Wirklichkeit die er untersuchen will erst schafft.
Doch woher weis z. B. das Modell der Quantenmechanik wonach der Beobachter Ausschau
hält?
So ist die Wirklichkeit die wir kennen
nur das Produkt unserer eigenen Wahrnehmung und die ist so unwirklich,
wie der Horizont uns das Ende der Welt vor spiegelt.
Je tiefer die Naturwissenschaft zu den kleinen
Bausteinen der Materie vorstößt, und diese kollektiven Einheiten
in ihren Quarks, Hadronen oder Superstrings zerlegt, desto heftiger wird
man auf die Komplexität dieser Einheit zurückgeworfen.
Das Tao der Physik
Wenn wir über die Modelle der Naturgesetze
keine eindeutige Antwort auf die Fragen nach der Wirklichkeit erhalten,
stellt sich die Frage:
Welche Bedeutung und Konsequenz haben die Naturgesetze
für unser Dasein?
Wurden die Naturgesetze nur für die Geburt
der Welt geschaffen?
so wie Einstein immer wieder zitierte:
"Ich
möchte wissen wie Gott die Welt geschaffen hat",
oder sind sie nur eine Definition die aus unserem Verstand entsprungen ist, um die Welt, an Hand von Modellen, zu
erklären?
Dann aber wäre die Grenze unseres Verstandes auch die Grenze der Wirklichkeit.
Doch nach der
philosophischen Meinung von Karl Jaspers leben wir in eine denkunabhängige
Realität, das heißt, unsere Welt lässt sich, zumindest zum Teil, nicht
beobachten sondern nur als ob interpretieren. Spätestens hier verschmelzen die Aussagen
der Physik mit den Urfragen der Philosophie zu einer Konvergenz.
Es
stellt sich weiterhin die Frage: :Warum sollten die Naturgesetze die Welt
dazu zwingen sich nach ihr zu richten, oder sind bestimmte Überschreitungen
und Veränderungen möglich?
Warum sind so viele Gesetze
( zumindest
in der Physik ) nur mathematisch formulierbar - war Gott ein Mathematiker?
Und warum sollten alle Naturgesetze in vollkommener
Form vor dem Urknall
(bzw. Weltentstehung),
notwendig gewesen sein, oder entwickelten sich die Gesetze der Natur mit
der Fluktuation des Universums ?
Nach der Auffassung des Nobelpreisträgers Murrey Gell-Mann wird nach dem Prinzip der Quantenmechanik, alles was auch nur minimal wahrscheinlich ist, früher oder später Wirklichkeit. Das heißt, ein möglicher Gegenstand auch wenn er extrem unwahrscheinlich ist, muss sich in irgendeinem Ereignis der Raum-Zeit realisieren. Dies basiert auf der Annahme, dass das Universum unendlich ist. So können sich Phänomene entwickeln die den heutigen Modellen und Gesetzen der Naturwissenschaft nicht entsprechen, weil es sie noch nicht gibt.
Anton Zelinger, Physikprofessor an der Universität Innsbruck, stellte bei einer Diskussion mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter "Dalai Lama" und anderen Wissenschaftlern, die nach seiner Meinung wichtigste Frage überhaupt:: Wenn wir von unseren Erfahrungen der Alltagswelt ausgehen können und damit unsere Erkenntnisse bilden - könnte es sein, dass wir in unserer Weltsicht, mit unserer westlichen Wissenschaft, nur eines von vielen möglichen (Wirklichkeiten) Modellen geschaffen haben? Vielleicht haben Galilei und Newton eine falsche Richtung eingeschlagen.7)
Sind die Naturgesetze kein
feststehendes, unveränderbares Regelwerk unserer Welt , sondern ein
aus den Zyklen der Evolutionsgeschichte entwickelte innere Ordnung, die
unsere Welt zusammen hält? Diskussionen über diese Annahmen werden
immer häufiger geführt. Begründet wird diese Möglichkeit
u.a. durch unerklärliche kosmologische Phänomene, biochemische Zell- Verknüpfungen, sowie die Entdeckungen einzelner Einheiten aus einer
neuen kosmologischen Ordnung, die sich in Jahrmillionen langsam herausgebildet hat. Gesetzmäßigkeiten
können hierbei durch Interaktionen einzelner Strukturen überschritten
werden.
Eine mögliche Richtung
kosmologische Zusammenhänge zu erklären, sind Modelle aus den Thesen der sich selbst organisierenden Ordnung in der Natur
Ein Beispiel für ein Komplexes System
in einem kritischen, unvorhersehbaren Zustand ist das Modell eines Sandhaufen.
Fällt ein Sandkorn auf einen kritischen Sandhaufen, so kann dies eine
Lawine verursachen. Aber, und das ist bemerkenswert, nach dem spontanen
Chaos entsteht eine neue Ordnung, mit neuen Gesetzmäßigkeiten.
Voraussetzung für eine neue Ordnung ist die Größe und Anzahl
der Teile. Nur wenn viele Elemente an einem System Beteiligt sind entsteht
etwas Neues. Seien es Sandkörner die einen Sandhaufen bilden , Elektroden
die einen messbaren Magnetismus erzeugen oder Menschen die eine Gesellschaft
schaffen, immer ist die Anzahl der Teile ausschlaggebend für das neue
System
(z.B. "Schwarze Löcher" sie widersprechen,
in ihrer Einheit, zum Teil, unseren Gesetzen der Natur und lassen daher
nach dem deterministischem Verständnis keine Vorhersage zu).
Eine revolutionäre Entdeckung, die unser
Weltbild verändert, ist der unterschiedliche Verlauf der Zeit. Das unterschiedliche Zeitbegriffe und Zeitempfindungen existieren ist nicht
neu, doch das die Zeit im Universum, im Gegensatz zu Lichtgeschwindigkeit,
nicht absolut ist, hat für die Wissenschaft revolutionäre Konsequenzen.
Je weiter sich eine Zeitmessung vom Massenmittelpunkt entfernt, desto schneller
verläuft sie. Das heißt je größer die Masse ist und
je näher der Zeitverlauf sich diesen Massenmittelpunkt nähert
umso langsamer vergeht die gemessene Zeit. Im Mittelpunkt eines Schwarzen
Loches bleibt die Zeit stehen. Der Beweis für diese folgenschwere
Entdeckung liefert uns das Licht. Der Lichtstrahl wird durch die Masse
angezogen, so dass ihr Bahn entsprechend gekrümmt wird, ihr Weg wird
dadurch länger. Da die Lichtgeschwindigkeit immer gleich beleibt,
also absolut ist, muss die Zeit, entsprechend der Lichtkrümmung,
langsamer vergehen. Die Zeit ist also, vom jeweiligen Standpunkt innerhalb
unserem Universum, unterschiedlich.
Dies würde wiederum bedeuten, das
ein strenger Determinismus, wie z.B. in dem Modell eines Naturgesetzes,
nur an einem bestimmten Ort und nur zu einem bestimmten Zeitintervall
möglich ist. Dies schließt wiederum aus, dass eine Wirklichkeit, so wie
wir sie wahrnehmen universell ist. Es stellt sich die Frage: sind die
wissenschaftlich fundierten Modelle der Naturgesetze eine örtlich und zeitlich
begrenzte Definition, die uns (zur Zeit) nur teilweise die Phänomene unserer
Welt erklären kann, oder sind wir, mit den Erklärungen der universellen
Zusammenhänge aus den Modellen der Physik auf einen fatalen Irrweg geraten.
( Die Entwicklung und Ordnung von
Naturgesetzen )
Die
Der Physiker und Chemiker Ilya Prigogine entdeckte
in den 70er Jahren, dass bestimmte Chemikalien, wenn sie vermischt
wurden, einen Zustand größer Ordnung hervorbringen. Er nannte
diese aus stetigem Ungleichgewicht spontan hervortretenden neuen Ordnung
„dissipative Strukturen“ und erhielt dafür den Nobelpreis für
Chemie. Diese dissipative Strukturen widerspricht den „zweiten Hauptsatz
der Thermodynamik“ ( wissenschaftlich
„Entropie“ ), dem zufolge alle Dinge wachsender Unordnung zustreben
und somit, dass Universum irgendwann und unausweichlich im Wärmetod
enden lässt.
Dieses Phänomen der „dissipativen Struktur“
entspricht auch den Ergebnissen der "Chaostheorie"
Die Chaosforschung befasst sich vor allem mit Turbulenzen. Diese Turbulenzen
werden mit nichtlinearen Gleichungen beschrieben. Dabei handelt es sich
um eine Welt der Komplexen, der die Wissenschaft zu einer Grenzüberschreitung
zwingt. Der Begriff "Komplexität" ist mit dem Begriff Berechenbarkeit
eng verknüpft. Komplexe Systeme (
z.B. die Erde ) bauen sich nach einem nichtlinearen Mechanismus
auf, im welchen die Wechsel - Wirkungskräfte so stark untereinander
gekoppelt sind, das eine Gesamtwirkung nicht mehr vorhersagbar ist.
2)
Die Aussagen in der Chaostheorie beweisen, dass jedes Element im Kosmos, sich nur hinsichtlich seines Einflusses
auf seine gesamten Umgebung definieren lässt. So erfüllt
jedes Element, mit seiner Ausstrahlung, gleich in welchen Raum wir es vermuten,
das ganze Volumen eben dieses Raumes. So besteht zumindest die Möglichkeit
eines Atoms, seinen Einfluss über die gesamte Sphäre aller
Atome auszubreiten. Diese erstaunliche Eigenschaft finden wir auch in den
Molekül Mensch wieder. Wird z.B. die Homogenität einer Zelle (durch Bakterien oder Vieren) zerstört und Verändert, tritt
eine Störung des gesamten Systems ein. Die Folge ist eine Erkrankung
die die gesamte Einheit Mensch befällt -
So sind die zahllosen Einheiten, die sich
in die gegebenen Volumen der Materie verteilen durch ihr homogenen Einheit
miteinander verbunden, und abhängig, was sie solidarisch macht. 4)
Diese Definition
lässt die Aussage
zu, dass
die gesamte Materie und somit unser Universum eine kollektive
Einheit darstellt.
D
Nach der „Gaia –Hypothese von J. Lovelock,
sind etwa 4 Milliarden Arten der Erde durch Koevolution und Rückkoppelung derart
koordiniert, dass der gesamte Planet ein selbstorganisiertes System
darstellt. Wie etwa der Körper des Menschen, durch unbewusste Steuermechanismen, Körpertemperatur, Sauerstoffhaushalt und Stoffwechsel
auf ein bestimmtes Gleichgewicht hält.
Diese globale Perspektive lässt uns die Erde als eine Einheit erkennen, die einem Organismus gleich kommt,
wobei das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
Auch wenn die „Gaia - Hypothese in den 70er
Jahren von den Kritikern belächelt und als Anti – Wissenschaft
abgewertet wurde, ist nach der deutschen Übersetzung von 1991
„Biographie unseres Planeten“, eine wissenschaftliche Zustimmung Lovelocks
Gaia – Theorie erkennbar.
5)
Um die Gaia – Theorie zu verstehen muss man die wissenschaftliche und disziplinäre Enge aufgeben, um mögliche
Zusammenhänge neu zu bedenken. Wir haben bisher in den Wissenschaften
detaillistisch gedacht, dass machte einerseits ihren Erfolg und anderseits
ihre Grenzen deutlich. Die Natur wurde zerlegt um Objektive Erkenntnisse
zu bekommen, wobei ganzheitliche Ansätze immer von Außenseitern
angemahnt wurde. Die Gaia - Theorie denkt in ganzheitlichen Kategorien,
wobei das Ganze in seiner Wechselwirkung die eigentliche natürliche
Wirklichkeit darstellt. Lovelock sprengt den alten Dualismus von belebter
und unbelebter Natur, wenn er sagt, dass die großen unbelebten
Formationen wie Wasser, Boden, geologische Formationen letzten Endes, die Produkte
aus einem Lebensprozess darstellt.
Heute wissen wir, dass unsere Erde schwer
krank ist, weil wir sie als Ganzheit bisher ignoriert haben.
Wenn die Natur, sowie der gesamte Kosmos, ein
sich selbstorganisierendes System ist, dann ist auch der Mensch ein
Teil aus diesem System. Um den Sinn und die Wahrheit der Schöpfung
zu erkennen brauchen wir nicht (nur) die Gesetzmäßigkeiten
der klassischen Physik, der Weg liegt im Gedächtnis der Systeme, das
heißt, in uns selbst.
Als 1981 von dem englischen Biologen Rupert
Sheldrake das Buch „Das Schöpferische Universum“ und 1988 „Das Gedächtnis
der Natur“ veröffentlicht wurde, rüttelte er an den Grundsätzen
naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Diese Bücher erforschten
die Möglichkeit, dass die Natur ein Gedächtnis besitzt. Sheldrake
vertritt die Ansicht, dass natürliche Systeme, wie Pflanzen,
Mineralien oder Moleküle, von allen früheren Exemplaren ihrer
Art eine kollektive Erinnerung besitzen. Diese Übernahme von Informationen
hat einen kumulativen Charakter, wird also durch Wiederholung immer wieder
ausgeprägt, so dass die Natur oder die Eigenart der Dinge, das Ergebnis
eines Habitualisierungsprozesses ist, also "Gewohnheit".
Nach der These der „Formbildungsursache“,
hängen Gestalt und Art der Dinge von
Feldern ab, sogenannte „Morphische Felder“
Warum ähneln sich Kleeblätter auf
der ganzen Erde wie ein Ei dem anderen und sind, genau betrachtet, niemals
identisch?
Warum spinnt eine Spinne ihr Netz an jedem
Ort der Erde exakt so wie ihre Artgenossen, obwohl sie nicht voneinander
wissen?
Warum wächst eine Hand wie eine Hand
und ein Fuß wie ein Fuß, obwohl ihre genetische DNS identisch
ist?
Was gibt einem Schneekristall, einem Insulinmolekül
oder einem Termitenbau seine charakteristische
Form?
Nach Sheldrake, sind es
“Morhische
Felder“.
Diese unsichtbaren, nicht-materielle Bewusstseinsfelder
dienen als Träger biologischer Informationen.
Bewusstseinsfelder lassen sich
z.B. mit der Übertragung von Bildern oder Töne über elektromagnetische
Wellen vergleichen, indem ein Sender ( TV-Studio ) Bilder
in Form von elektromagnetischen Impulsen zu einem externen Empfänger
(TV-Gerät) übermittelt, der diese Informationen aus den
kodierten Frequenzen wieder in Bilder und Töne umwandelt. Dies könnte
auch das Übertragungsprinzip morphologischer Felder sein, mit deren
Hilfe ein natürlicher Prozess bzw. Gewohnheit weitergegeben wird.
Bei dem meisten Physiker stößt
diese These, die jenseits von Raum und Zeit agiert, auf Ablehnung. Dagegen
löst es bei Vertreten eines ganzheitlichen, holistischen Weltbildes
Begeisterung aus. Tatsächlich enthält die Morphogenese eine Ordnung,
die nur durch die Koordinierung und Weitergabe von Informationen zu erklären
ist. Diese Ereignisse liegen wohl an der unteren Grenze des messbaren,
so dass solche biologischen Abläufe an der Schnittstelle zwischen Geist und Materie
verlaufen, wobei sich wissenschaftliche Modelle nur durch philosophische
Abhandlungen ergänzen.
Eine mögliche Vernetzung zwischen einer
selbstorganisierten Natur und der Quantentheorie beweist die "Biophotonenstrahlung".
Der russischen Mediziner Alexander Gruwitsch hatte bereits 1922 eine ultraschwache
Lichtstrahlung an Zwiebelwurzeln festgestellt, die sich mit der Zellteilung
verändert. Erst 1975 konnte der Biophysiker, mit modernsten Meßmethoden,
den Nachweis dafür erbringen, dass die Zellen aller Lebewesen hochkohärente,
dem Laserstrahl ähnliche Lichtblitze ausstrahlen. Aufgrund ihrer besonderen
Eigenschaften eignen sie sich optimal zur Informationsübertragung.
Dieses mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbare "Biophotonenfeld"
ist nach Popp, ein rein elektromagnetisches Feld, welches sich bei der Schädigung
oder vor dem Tod von Zellen verstärkt und bei toten Zellen erlischt. Unklar ist zwar Steuerung und Frequenzkombination
dieser Zellsprache, doch Messungen der kohärenten Biophotonengehalts
in Lebensmittel, geben heute Aufschluss über Zustand und
Beschaffenheit dieser Zellen. Auch wenn die Entschlüsselung
dieser Zellsprache, laut Professor Popp, noch 100 Jahre in Anspruch nimmt,
ist sie schon jetzt ein weiteres Indiz für die Selbstorganisation der
Natur.
Die
wissenschaftliche Gaia Hypothese,
der Morphogenese oder der Biophotonenstrahlung nähert sich dem Bereich
kleinster Maßeinheiten, dass heißt, in dieser mikroskopischen
Dimension überwiegt das "Nichts".
Bei den Forschungsmodellen, nach der universellen
Kraft, entdeckte man das der größte Teil der Materiestruktur
aus reinem
Bei der Suche nach der Kraft, die unser Universum
zusammenhält, vermutet die moderne Physik eine sogenannte "Dritte
Qualität", als universelle Energie.
Hier treffen wir wieder auf die Physik der
Quanteneigenschaften. Descartes glaubte noch, dass es keine Ausdehnung
ohne Materie gäbe. Diese Auffassung ist im 19 Jahrhundert erschüttert
worden. Wissenschaftler wie Faraday oder Boskovi´c hatten darauf
hingewiesen, dass man sich Punkte als Kraftzentren vorstellen kann und das es die Kraft ist, die Ausdehnung erzeugt.
Das Sein geht von der Kraft aus statt von
der Subtanz.
Es gibt, zum Beispiel, bei den Wechselbeziehungen
zwischen Elektroden, obwohl sie keine räumliche Ausdehnung haben,
eine "Dritte Qualität": Die Interaktion, das Feld und dann die nicht
zu lokalisierende Kraft welches sich von dem anhäufen von Masse ergibt
und zur Ausdehnung führt.7)
Diese, von den Physikern bezeichnete Dritte
Qualität ist die "Beziehung" der Phänomene. In jeder Situation,
die wir betrachten, gibt es das zu betrachtende Objekt, das betrachtende
Subjekt und den Akt des Betrachters. Diese bewusste Beziehung ist die Kraft oder
Interaktion die zu einer Ausdehnung bzw. Materienentstehung führt. Wenn eins dieser
Beziehungs-Elemente fehlt, fällt
alles zusammen.
"In diesem Nichts befindet sich die
Grundlage unserer Welt".
Dies behauptet jedenfalls die Wissenschaftler,
die mit diesem Medium arbeiten. Materie wird ständig durch Energie
erneuert oder Vernichtet - Materie wird zu Strahlung, Strahlung zu Materie
- Um in dieser Welt, der visuellen Teilchen einzutauchen, bedurfte es der
Entdeckung der Quantenphysik. Sie beschreibt diese, nicht nach dem Gesetz
der Energie- und Massenhaltung existierender Absonderlichkeit, der Mikrowelt.
Der Physiker Paul Dirac entdeckte schon 1928,
dass ein Vakuum aus einem homogenen See (sog. Dirac-See) besteht,
der mit Elektroden aus negativer Energie gefüllt ist. Erst wenn wir
die Homogenität zerstören ( z.B. durch einen Energiestrahl
aus positiven Ionen ) sehen wir Materie in Form von Positronen, aus
dem Nichts entstehen. Trifft sich Positronen und Elektroden, so vernichten
sie sich ( aufgrund ihrer unterschiedlichen Polarisierung )gegenseitig,
übrig bleibt ein Energieblitz.
1996 gelang es Steve Lamoreaux von Los Alamos
National Laboratory, die Kraft in diesem Vakuum zu messen. (siehe "Casimir-Effekt",
Internet-Adresse: http://class1.phys.uni.torum.pl/-jkob/physnews/ )
Je genauer man das Vakuum erforschte, desto
deutlicher zeigte sich, dass die Charakteristika aus diesem Nichts unserer
Welt im Großen und im Kleinen bestimmt. Die Kernbausteine in unserer
Mikrowelt sind nur deshalb stabil, weil das Vakuum sie zusammenquetscht.
Ähnlich wie beim "Casimir-Experiment"werden z.B. die drei "Quarks"
die das Proton und Neutron bilden, in eine Blase des "Gluonen-Meer" (ähnelt
dem Dirac-See) zusammengeklebt. Unablässig verknäulen sich
die unsichtbaren Gluonen, bilden Strudeln, wirbeln durcheinander und lassen
nur kleine Blasen frei in denen sich Quarks sammeln. Sie bilden die Grundlage
der Elementarteilchen, aus denen wiederum die Atomkerne aufgebaut sind.
Die gesamte Materie wird vom Gluonen-Nichts umspült und zusammengehalten.
Diese Vakuumenergie ist auch bei der Entstehung der Makrowelt beteiligt,
wie z.B. an der Explosion der Sterne (sowie dem Verlauf der Urknallexplosion
) Der russische Physiker Igor Sokolov von der Universität Toronto
hat berechnet, dass die Sternmaterie, kurz vor ihrer Explosion so extrem verdichtet
ist, dass sie alle Vakuumteilchen ausschließt. Übrig bleibt
nur die Energie, außerhalb der komprimierten Materie, und die ist
groß genug den Stern zur Supernova zu zerfetzen.
Das
Wenn, nach Ansicht vieler Wissenschaftler, die Phänomene unserer Welt
nicht nur durch die Naturgesetze erklärt werden können und wenn Homogenität
und Selbstorganisation über morphische Bewusstseinsfelder entstehen,
kann se dann sein, dass es eine metaphysiche Beziehung zwischen einem kollektiven
Bewusstsein und
den Gesetzen der Natur gibt?
Nach dem, aus Indien stammenden und in Amerika
lehrenden Physiker -Amit Goswami-, ist das universelle Bewusstsein die Grundlage der Materie. Goswani beschreibt den Übergang vom Bewusstsein zur Materie mit der Überlagerung von Wellen und Teilchen in
der Quantenmechanik. Die Unbestimmtheit der Wellenfunktion bleibt solange
erhalten bis sie durch das Auftreffen auf ein Hindernis (Detektor,
Photopapier, Netzhaut...) sich umgehend in ein Teilchen, also Materie
verwandelt. Diese Zusammenbrüche von Möglichkeiten in Wirklichkeiten
finden unablässig statt. Doch der Übergang von der Energie zur
Materie lässt sich nicht messen, er ist nur als ein Ergebnis
zu sehen, z. B. vom gespeicherte Impuls auf dem Computer (Input) zum ausgedruckten
Ergebnis auf dem Druckerpapier (Output ). Das heißt, in dem Moment in dem das Bewusstsein
mit dem "Nichts" der Quantenwelt zusammenstößt,
entscheidet sich die Möglichkeit zur Realität. Bewusstsein erschafft
Materie. Goswani sagt:
"Die Welt existiert erst dadurch, dass ein Bewusstsein sie wahrnimmt.
Wenn nach Goswani die Ursache der
Materieentstehung ein Bewusstseinimpuls ist, stellt sich die Frage: Welche
Ursache (Beziehung / Bewusstsein) war für das Ereignis der Urknall-Schöpfung
verantwortlich?
War der erste
Impuls der das Vakuum der Singularität aufsprengte ein göttliche Beziehung,
oder war es der Zusammenstoß von zwei in sich zusammengefallene Universen, die
sich als materienlose Singularitätspunkte in Materie und Antimaterie
auflösten.
Oder muss der Mensch, nach dem Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin erkennen, dass er das Schicksal der Welt in
sich trägt und vor ihm eine grenzenlose Zukunft liegt. Der Mensch mit seiner bewussten Wahrnehmung,
ist mit seiner intensiven elementaren Beziehung ( nach kosmischer
Zeitrechnung, zwar nur für einen Augenblick ), ein entscheidendes
Glied in dieser universellen Entwicklung. Sein Dasein ist mit der Explosion
einer Supernova vergleichbar. Denn nur durch die intensive Phase des
Sterbens
entsteht Erneuerung und Bewusstsein.4)
Das Tao Physik kann uns ( noch ) nicht
den Sinn und die Ursache der Schöpfung erklären, doch ohne sie
würden wir nicht mal wissen, dass es überhaupt eine Schöpfung
gab.
|
ZUSAMMENFASSUNG Das
erste Ziel der Wissenschaft ist nicht die Wahrheit zu entdecken, sondern
Fehler in ihren Erkenntnissen zu vermeiden. |
Quellennachweis:
1)
Auszug aus dem Magazin P.M. 1 /99 "Naturgesetze: Hat Gott sie geschaffen? Peter Ripoda2)
vgl. Küppers, Bernd Olaf: Chaos
und Komplexität - Über eine Revolution in der
Wissenschaft, in Revolutionäre
Wege in die Zukunft, S. 92ff, Weinheim & Basel 1991
4)
vgl. „Der Mensch in Kosmos“ Seite 31 Pierre Teilhard de Charden Verlag C.H. Beck.5)
vgl. „ Das sogenannte Übernatürliche“
v. Mathias Bröckers S.32, Eichborn Verlag 1991
“Gaia – Vergangenheit und Zukunft der Erde“ v. Elisabeth Sahtouris 1993
im Internet in
6) Auszug aus dem Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ Ausgabe Nr.30 / 26.7.99Titel: Symphonie
der Superstrings v. J. Grolle7) Auszug aus dem Reportage Magazin "GEO" 1 / 99 - Titel - "Wer erklärt uns die Welt"
8)
Auszug aus dem Magazin P.M. 6 / 97 "Die Suche
nach dem Nichts... Und finden Alles !
9) Gaia-Theorien: von Fritof Capra, Titel: "Lebensnetz" Internet:
http://www.inf.ethz.ch/personal/doebeli/private/thinking/b00028.html