|
|
Gott und die Welt
Zu
glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich. Gott
denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen
Menschen.
Kein
Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, daß Gott allein
sich darum kümmert. Für
den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler
am Ende aller Überlegungen.
Nicht
Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken.
Wir
sterben ja gar nicht! Wir wechseln nur unsere Wohnung, nichts weiter!
Zusammen mit dem Glauben und der Liebe haben wir Christen diese Hoffnung,
eine sichere Hoffnung.
Der
erste Schluck aus dem Becher der Natur führt zum Atheismus, aber auf
Grund wartet Gott.
Natürlich
gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie
von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen.
Enttäuscht
vom Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere
Experimente. Alle
Religionen dieser Welt haben eines gemeinsam und wissen es nicht:
Es ist die Sehnsucht der Menschen nach der Reinheit des Herzens. Als ich den Leuten in Nordirland erzählte, dass ich Atheist sei, stand eine Frau im Publikum auf und fragte: "Nun gut, aber ist es der katholische oder der protestantische Gott, an den Sie nicht glauben?"
Eine
Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende. Ein
Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtrauensvotum
gegen den lieben Gott. Ich
bin bereit, meinem Schöpfer gegenüberzutreten. Ob mein Schöpfer ebenso
bereit ist, diese Begegnung über sich ergehen zu lassen, ist eine
andere Sache. |