Zitatenschatz

 

 

Von den Mühsalen des Lebens Glück... Gott und die Welt Hoffnug schöpfen Irrtümer aus der Geschichte Klugheit und ihr Gegenteil die letzte Grenze überschreiten Liebe! Der Mensch Was Männer über Frauen sagen. Moralisches und Unmoralisches Politik und Staatsmänner Den Sinn in zehn Worten... Sprachkünstler und Wortverdreher nichts als die reine Wahrheit

 

 

 

 

Sprache und Literatur

 

Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. 
Ludwig Wittgenstein (1859 - 1951), österr. Philosoph 

 

Die Sprache schlägt nicht nur Brücken in die Welt, sondern auch in die Einsamkeit
Paul Celan

 

Man muss entweder englisch können, um mit der Welt zu korrespondieren, oder schwäbisch, um mit den wichtigen Menschen zu reden.
Lothar Späth

 

Wer in Begriffen und nicht in Bildern denkt, verfährt der Sprache gegenüber mit derselben Grausamkeit wie jener, der nur Gesellschaftskategorien und nicht die Menschen sieht.

Ernst Jünger (1895 - 1998), deutscher Essayist und Erzähler

 

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen. Denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.

Bertolt Brecht     

 

Ein Intellektueller ist einer, der mehr Wörter benutzt, als er eigentlich braucht, um mehr zu sagen, als er weiß.

Inschrift an einer Wand in der Universität Cambridge

 

Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten. 
Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österr. Erzählerin

 

Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd der Gedanken. 
Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller

 

Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter. Mit Worten kann man schneiden oder betäuben. 
Amy Lowell (1874 - 1925), US-amerikanische Lyrikerin

 

Alles dient der Literatur - sogar Diebstahl und Mord. 
Aleksandar Tisma, serbischer Erzähler 

 

Alles, was man zu einem guten Krimi braucht, ist ein guter Anfang und ein Telefonbuch, damit die Namen stimmen. 
Georges Simenon (1903 - 1989), belgischer Kriminalautor 

 

Auch das schlechteste Buch hat eine gute Seite: die letzte. 
John James Osborne (1929 - 1994), englischer Dramatiker

 

Beim Krimiautor ist das Böse in guten Händen. 
Loriot, eigent. Victor von Bülow (*1923), deutscher Satiriker

 

Das Verhältnis vieler Menschen zur Literatur ist gestört, weil man in der Kindheit von ihnen verlangt hat, sich die Hände zu waschen, bevor sie ein Buch anfassen durften. 
William Crealy

 

Der Dichter fischt im Strom, der ihn durchfließt. 
Stanislaw Jerzy Leç (1909 - 1966), polnischer Aphoristiker

 

Der Verfasser soll in seinem Werke sein wie Gott im Weltall: Überall gegenwärtig und nirgends sichtbar. 
Gustave Flaubert (1821 - 1880), französischer Schriftsteller

 

Die beiden fesselndsten Fähigkeiten eines Autors bestehen darin, neue Dinge vertraut und vertraute Dinge neu erscheinen zu lassen. 
Samuel Johnson (1709 - 1784), englischer Sprachforscher

 

Die Bücher haben die gleichen Feinde wie der Mensch: das Feuer, die Nässe, die Zeit und ihren eigenen Inhalt. 
Paul Ambroise Valéry (1871 - 1945), franz. Aphoristiker

 

Ich beherrsche nur die Sprache der Anderen. Die meinige macht mit mir, was sie will. 
Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller

 

Man kann für seine Muttersprache auch dadurch etwas tun, daß man keine andere spricht. 
Jacques René Chirac (*1932), französischer Politiker

 

Meine Sprache ist die Allerweltshure, die ich zur Jungfrau mache. 
Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller

 

Unsinnige Wörter dienen dem Möblieren des Schweigens. 
Nathalie Sarraute (1901 - 2000), französische Schriftstellerin

 

Der einen Sprache bedarf man, um sich verständlich zu machen, der anderen, um sich selbst zu verstehen. 
Elazar Benyoëtz (*1937) österreichisch-israelischer Schriftsteller

 

Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, daß sie keine Gedanken haben. 
Søren Kierkegaard (1813 - 1855), dän. Philosoph und Theologe